CoD Vanguard: Langerwartetes Anti-Cheat ist mit harten Maßnahmen aktiv

Sledgehammer Games startet das langerwartete Anti-Cheat-Tool Ricochet. Cheater erwarten Hardware-Bans - die quer über alle Call of Dutys wirksam sein sollen.

von Christian Just,
16.11.2021 08:57 Uhr

Lange schraubten die Entwickler von Call of Duty an einem neuen, alle Spiele der Marke umfassenden Anti-Cheat-System. Jetzt ist Ricochet serverseitig aktiv und verspricht Besserung im von Cheatern geplagten CoD Warzone. Aber auch das neue und von Fans gefeierte Call of Duty: Vanguard dürfte von der Technik profitieren. Noch steht der Rollout von Ricochet aber ganz am Anfang.

Letztes Update: 16. November 2021
Neu: Maßnahmen sind auch in vergangenen und zukünftigen Spielen wirksam

Warum wir den Multiplayer-Modus des neuen CoD für gut befinden, in der Story und im Zombie-Modus aber Abzüge berechnen, könnt ihr in unserem großen Test mit Wertung nachlesen:

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Ricochet soll Matches sauber halten

Vanguard-Entwickler Sledgehammer Games teilte den Release von Ricochet via Twitter mit. Hier wird klar, dass die Macher des neuen Call of Duty mit harten Bandagen gegen Cheater und Hacker kämpfen wollen:

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Die Technik wird nun serverseitig eingesetzt, um Cheatern das Leben schwer zu machen. Damit entfaltet Ricochet aber erst die halbe Kraft. Ein Client-Update für Warzone und schlussendlich auch Vanguard soll im Dezember folgen. Dann dürften es Cheater nochmal schwerer haben, auch da Ricochet wie viele effektive Anti-Cheats auf Kernel-Zugriff setzt, um die Cheats zu erkennen.

Warum Kernel-Anticheat derzeit die beste Methode ist, um Betrügern in Online-Spielen das Handwerk zu legen, erklären wir zusammen mit Anticheat-Profis im großen Report:

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Harte Maßnahmen angedroht

Die Entwickler von Ricochet erklären, dass extreme oder wiederholte Verletzung von Richtlinien den Bann des CoD-Kontos zur Folge haben kann. Unter extrem fällt in dem Fall Cheating und Nutzung von Exploits. Wer also künftig in Warzone oder Vanguard unfair spielt, muss mit dem Verlust des Kontos rechnen. Der soll dank Hardware-ID-Ban auch dauerhaft wirksam bleiben.

Und das gilt nicht nur für die aktuellen CoDs. Wie im offiziellen Blog-Post zum Start von Ricochet nachzulesen ist, können Bans für die gesamte Reihe gelten, auch für alte und zukünftige Titel:

Permanente Sperren für Verstöße gegen die Sicherheitsregeln können jetzt für das gesamte Franchise gültig sein, inklusive Call of Duty Vanguard und alle vergangenen, aktuellen und zukünftigen Titel im Franchise Call of Duty.

Das bedeutet also, dass Cheater unter Umständen nie wieder ein Call of Duty spielen dürfen und für Verstöße aus über 20 Spielen ausgeschlossen werden können. Bei so strengen Maßnahmen muss Activision natürlich sicherstellen, dass fälschlich ausgesprochene Bans angefochten werden können - oder noch besser, gar nicht erst ausgesprochen werden. Bisher ist der richtige Ansprechpartner für solche Fälle der offizielle Support.

Spätestens ab Dezember wird sich zeigen, als wie effektiv sich Ricochet in der Praxis erweist. Denn mit dem Release eines Anti-Cheat-Tools ist der Kampf gegen Cheater nicht gewonnen - er beginnt dann erst. Es wird spannend zu beobachten, wer im unvermeidlichen Wettrüsten zwischen Cheat- und Anticheat-Entwicklern am Ende die Nase vorn behält.

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