CoD: Warzone ist solo wie ein guter Horrorfilm

Meinung: Der neue Solo-Modus von Call of Duty: Warzone spielt sich beträchtlich anders als die Squad-Variante. Und sorgt so für Gänsehaut.

von Dimitry Halley,
20.03.2020 10:43 Uhr

Allein kommen in Warzone horrende Vibes auf. Allein kommen in Warzone horrende Vibes auf.

Die Überschrift dieses Artikels ist ein dreist geklautes Zitat. Denn mein bester Kumpel trat mit genau diesen Worten eben jubelnd an meine Seite: »Call of Duty: Warzone ist im neuen Solo-Modus wie ein guter Horrorfilm!« Und dann folgten Schilderungen, die ich hier direkt mit euch teilen möchte.

Doch vorher Kontext: Nach dem Senkrechtstart von Modern Warfares neuem Battle Royale erschien Dienstagabend ziemlich überraschend ein Solo-Modus. Vorher beschränkten sich die Matches auf 50 Dreier-Squads. Solisten oder Zweiertrupps mussten mit Nachteilen im Gefecht leben, wenn sie sich beim Matchmaking keinen dritten Spieler zuweisen ließen. Im Solo-Modus starten alle mit gleichen Chancen: Alleine kämpft ihr in Verdansk ums Überleben.

Das Spielgefühl unterscheidet sich hierdurch drastisch vom team-basierten Battle Royale. Und in heiklen Situationen erinnert es an einen wunderbar nervenaufreibenden Horrorfilm.

Der Autor: Dimi liebt an Warzone absurderweise vor allem die Geschichten, die man dort erlebt. Anders als im regulären PvP von Modern Warfare fühlt sich hier nicht jede Runde auf einer Map gleich an. Ganz im Gegenteil: Warzone fixt dieses Problem, indem es immer neue Situationen kreiert. In einer Runde hält man erbittert die TV Station, in der nächsten wird man von Scharfschützen über das weite Feld gescheucht, nur um danach Downtown den Wolkenkratzer zu erobern.

Wo unterscheidet sich der Solo-Modus vom Dreier?

Im Dreier-Squad ist Warzone eine intensiv-heitere Angelegenheit. Anders als in vielen anderen Battle Royale bin ich meist nach 5 Minuten mit genügend Waffen und Munition beladen, um den Kampf zu suchen - und ab da jage ich mit meinen Kumpels feindliche Rivalen, während ich den Kollegen den Rücken freihalte. Im Solo-Modus muss ich viel behutsamer vorgehen.

Mein bester Kumpel erzählt mir, wir er solo beim Flughafen landet, umgeben von Gegnern, die bereits alle Kisten geleert und Waffen eingesackt haben. Dort liefert er sich ein Katz- und Mausspiel zwischen Frachtkisten, versteckt sich wie ein Ninja, vermeidet Sichtlinien, während er den anderen Spielern beim Durchforsten der Umgebung zuschaut. Wo man im Dreier-Team versuchen würde, den isolierten Feind mit Pistolen zu überwältigen, muss er hier Fersengeld geben.

Generell bleibt dir bloß die Flucht, wenn dich ein Scharfschütze auf offener Fläche übers Flugfeld jagt. Niemand gibt dir Sperrfeuer, niemand deckt dich. Kaum hat mein bester Kumpel den Flughafen überlebt, versteckt er sich in einer Tiefgarage - ironischerweise im hellen Flammenschein eines brennenden Autos. Der Gegner übersieht ihn, mein Buddy nutzt die Gunst des Augenblicks und ergattert sich endlich eine vernünftige Knarre vom hinterrücks abgemurksten Schurken.

Eine gute Sache

Natürlich ist auch der Solo-Modus von Warzone keine konstant bierernste Nummer. Mit der richtigen Waffe im Anschlag erlebt ihr genauso absurde Abenteuer und Geschichten wie im regulären Battle Royale. Und ja, natürlich gelten alle obigen Punkte auch für den Solo-Modus von PUBG. Aber ich find's immer wieder bemerkenswert, wie anders sich ein Spiel doch anfühlt, wenn ich plötzlich auf meine Freunde verzichten muss.

Eigentlich interessiert mich jedoch vor allem eure Meinung! Was sind eure absurdesten Battle-Royale-Geschichten? Spielt ihr Warzone lieber solo oder mit Freunden? Zockt ihr mit Randoms oder im TS mit Freunden? Koordiniert ihr euch oder sucht das wilde Abenteuer? Und welcher Modus gefällt euch warum am meisten/wenigsten. Schreibt's mir gerne in die Kommentare, dann vertreiben wir uns die Quarantäne-Zeit mit Diskussionen.

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