Das 2019er Reboot von Call of Duty: Modern Warfare feiert aktuell absolute Spitzenzahlen. Mit rund 62.000 gleichzeitig aktiven Spielerinnen und Spielern erreichte es auf Steam am vergangenen Sonntag sogar den höchsten Player Count jemals.
Kleine Einschränkung: CoD Modern Warfare ist erst seit 2023 auf Steam verfügbar, davor beschränkte es sich über Jahre exklusiv auf Battle.net, dessen Zahlen nicht öffentlich einsehbar sind.
Trotzdem: Mit einem Steam-Peak von 62.000 überflügelt es das aktuelle CoD Black Ops 7 samt Warzone fast um das Doppelte (rund 39.000 im Tageshöchststand). Das heißt zwar nicht, dass MW über alle Plattformen hinweg wirklich größer ist, zeigt aber trotzdem sehr deutlich, dass hier etwas außergewöhnliches passiert.
Liegt's nur am Rekord-Sale? Nein!
Für diesen Hype gibt's ein paar Gründe. Der offensichtliche: MW 2019 ist historisch stark reduziert. Im aktuellen Steam Sale bekommt ihr das Spiel um 90 Prozent (!) reduziert für schlappe 6 Euro.
Und sowas kommt im gesamten CoD-Franchise eigentlich nie vor!
Selbst uralte Kamellen wie Black Ops 2 kosten noch 20 Euro, sogar das allererste Call of Duty von 2003 ist mit 10 Euro derzeit teurer als das 2019er Modern Warfare.
Aber dahinter steckt noch mehr. Schauen wir uns die Situation also genauer an!
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Alles bloß Marketing-Masche?
Viele Fans wittern dahinter natürlich einen bewussten Marketing-Trick: Allen Leaks zufolge soll im Herbst 2026 Infinity Wards großes Modern Warfare 4 als Quasi-Reboot das geplagte CoD zurück zu alter Form bringen.
Da schadet ein bisschen Hype um das 2019er MW, das damals genau den gleichen Effekt hatte, freilich nicht. Selbst Infinity Ward stachelt die Stimmung im positiven Sinne an und spendiert dem alten Multiplayer-Shooter während der Sale-Aktion doppelte Erfahrungspunkte für Waffen und Spielerrang:
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Doch so ein Sale resultiert ja nicht automatisch in gigantischen Spielerzahlen. Hinter dem kurzfristigen Erfolg von Modern Warfare (2019) steckt mehr als das: Die Leute feiern es für Stärken, die sie im aktuellen Call of Duty vermissen.
Wieso feiern alle Modern Warfare (2019)?
Auf Reddit häufen sich die Kommentare. »Ich habe die Mission Clean House acht Stunden lang gespielt, beste Mission überhaupt«, schreibt User thenotoriousmng. »Kein alberner futuristischer, gehetzter Movement-Quatsch«, sagt Kinger8938. Und User KingRaphion schwärmt von den Waffen: »Ah, meine geliebte AMAX ... und die GRAU, das waren noch Zeiten.«
Ein bisschen ironisch mutet das schon an, denn Modern Warfare (2019) galt und gilt für viele kritischen Stimmen nicht nur als problematisches Call of Duty, sondern auch als Ursprung für diverse schlechte Entwicklungen aktueller Serienteile.
MW wurde damals harsch kritisiert für sein entschleunigtes Movement, für seine viel zu großen Maps, das aggressive skillbasierte Matchmaking, für die entschlackte beziehungsweise sogar entfernte Minimap sowie die Abschaffung persistenter Lobbys. Erst mit dem Release des ersten Warzone Anfang 2020 drehte sich der Wind in Richtung Hype.
Gleichzeitig dürften selbst die Skeptiker zustimmen, dass Modern Warfare (2019) in puncto Atmosphäre, Inszenierung, Sound und Technik genau ins Herz dessen trifft, was ein Modern-Military-CoD ausmacht.
Die Singleplayer-Kampagne glänzte mit starken Missionen, einprägsamen Charakteren, einer spektakulären Inszenierung und vollbrachte das Kunststück, die damals völlig überdrehte Marke einerseits etwas in Bodennähe zurückzuholen, ohne auf der anderen Seite in puncto Schauwert einzubüßen.
Bleibt also spannend, was sich ein eventuelles Modern Warfare 4 davon abschaut – und was es lieber sein lässt. Bald wissen wir mehr: Gerüchten aus Insider-Kreisen zufolge, soll der Reveal des neuen CoD-Teils bereits im April stattfinden.

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