CoD Warzone: Gratis-Cheat-Aktionen lösen Wut und Hilflosigkeit aus

Profis und Spieler von Call of Duty: Warzone sind frustriert. Offenbar bietet ein Cheat-Portal ein "kostenloses Probewochenende" an, Betrüger überrennen die Server.

von Stephanie Schlottag,
11.07.2021 14:31 Uhr

Cheater verderben gerade vielen Spielern den Spaß an CoD Warzone. Cheater verderben gerade vielen Spielern den Spaß an CoD Warzone.

Call of Duty: Warzone kommt einfach nicht zur Ruhe. In den letzten Tagen häufen sich die schlechten Nachrichten, was das massive Cheater-Problem betrifft. Zum Beispiel könnte ein neuer Aimbot die Lage noch weiter verschlimmern. Und jetzt auch noch das: Insider warnen aktuell davor, dass ein großer Cheat-Anbieter gerade ein kostenloses Probewochenende für seine illegalen Dienste anbietet.

Unter den Berichten schreiben viele Spieler frustriert, warum sie es gerade fast unerträglich finden, Warzone zu spielen.

Das ist in Warzone passiert

Laut dem bekannten und meist sehr gut informierten CoD-Portal ModernWarzone bietet eine beliebte Cheat-Webseite am Wochenende kostenlose »Services« an. Daher sollen sich Spieler besser auf besonders holprige Tage einstellen:

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Unter dem Tweet stellt ModernWarzone klar, warum diese Info mit der Community geteilt wird, obwohl es einzelne Skrupellose auf das Angebot aufmerksam machen könnte (der Name des Anbieters wird nirgendwo genannt):

"Tendiere dazu, diese Dinge aus offensichtlichen Gründen nicht zu tweeten, aber die Cheater sind gerade in unerreichten Massen unterwegs, auch schon vor diesem Wochenende. Mein Job ist es, die Community über Warzone-Neuigkeiten zu informieren und über den massiven Schwall von Hackern bescheid zu wissen, rettet an diesem Wochenende vielleicht eure geistige Gesundheit."

Mit der düsteren Prognose scheint ModernWarzone Recht behalten zu haben. Viele Spieler melden sich zu Wort und berichten von ihrer Wut und Enttäuschung über den aktuellen Zustand des Battle Royale.

Es ist leider nicht das erste Mal, dass so etwas in Warzone passiert: Schon im Juni berichtete die Webseite Dexerto von solchen Cheater-Aktionen.

So reagieren Profis und Spieler

Der bekannte Youtuber und Streamer CouRage postete bei Twitter, es sei eine Schande, dass das Problem in Warzone 487 Tage nach Release schlimmer denn je wäre. Ein Anti-Cheat sei nicht in Sicht.

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Auch Westie, ebenfalls ein Streamer, der sich hauptsächlich mit CoD beschäftigt, meldet sich zu Wort: »Kann es kaum erwarten, mein Leben das ganze Wochenende über zu hassen.« Und Profi-Spielerin FaZe Kalei, die vor kurzem ein Interview mit einem Cheater auf ihrem Kanal veröffentlichte, beklagt:

"Habe im Stream Solos zugeschaut und einer nach dem anderen, Cheater in jeder Lobby. Lmao, es ist so traurig, was aus diesem Spiel geworden ist."

Natürlich sind nicht nur Streamer und Profis betroffen, sondern auch zahlreiche Hobby-Spieler. In vielen Kommentaren klingt eine gewaltige Portion Frust durch. Zum Beispiel so:

"Jedes einzelne Match, das ich spiele, hat nach dem ersten Gaskreis nur noch 30 Spieler. Außerdem wurde ich in diesen Spielen mindestens dreimal von offensichtlichen Cheatern getötet."

"Aber was ist die Lösung? Es tauchen immer mehr auf, auch auf Rebirth Island. Es wird erst etwas in Richtung Anti-Cheat getan werden, wenn der Geldfluss versiegt! Scheinbar sehen die nicht, dass das Spiel unspielbar ist, in fast jedem Match ist ein Cheater."

Viele äußern sich kritisch über den CoD-Publisher Activision. Obwohl zehntausende Accounts von Hackern und Cheatern gesperrt wurden, kommen immer wieder neue nach - leider wenig überraschend in einem Free2Play-Spiel wie Warzone. Ein spürbar wirksames Präventionssystem gegen Hacker gibt es trotz der regelmäßigen Bann-Wellen bis heute nicht.

Die Entwickler sind laut eigener Aussage ebenfalls extrem genervt von den Betrügerhorden, die ihr Spiel kaputt machen:

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Paranoia bei Profis: Aufgrund der anhaltenden Spannungen werden auch immer öfter große Streamer verdächtigt, zu schummeln. Profi-Spieler MuTeX hat daher zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen, um seine Unschuld zu beweisen: Er spielte live vor fünf Kameras.

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