Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Days Gone im PC-Test: Open-World-Spaß mit einem Alleinstellungsmerkmal

Nach knapp zwei Jahren PS4-Exklusivität landet Days Gone endlich auf dem PC. Wie sich das Open-World-Spiel mit Zombie-Horden darauf schlägt, erfahrt ihr im GameStar-Test.

von Vali Aschenbrenner,
18.05.2021 06:00 Uhr

Die Postapokalypse, ein grummeliger Antiheld und viele, viel Zombies - das alles klingt nach Elementen, die wir eigentlich schon mal gesehen haben. Und im Falle von Days Gone könnte dies kaum besser zutreffen! Denn nachdem das Open-World-Spiel um Biker-Hauptfigur Deacon St. John bereits 2019 exklusiv für die Playstation 4 erschien, ist jetzt - knapp zwei Jahre später - endlich der PC dran.

Ob es das wirklich gebraucht hätte oder PC-Spieler getrost drauf verzichten könnten, klären wir in unserem Test. Denn Days Gone hat allemal seinen Reiz und wird nicht ohne guten Grund von seinen Fans gerne mal als »sträflich unterschätzte Perle« bezeichnet. Dennoch wird Days Gone mit seinem PC-Release nicht automatisch all seine Probleme los.

Days Gone: Screenshots der PC-Version ansehen

Worum geht's in Days Gone?

In Days Gone schlüpft ihr in die Biker-Kutte von Deacon St. John: ein sogenannter Drifter, der sich in der zombieverseuchten Endzeit von Siedlung zu Siedlung durchschlägt und Aufträge für die verzweifeltsten Gestalten ausführt.

Dabei bleibt die eigentliche Geschichte von Days Gone rudimentär, vorhersehbar und plätschert recht unspektakulär vor sich hin. Recht halbherzig werden unterschiedliche Themen wie Liebe und Freundschaft, Hoffnung und Verzweiflung im Angesicht des Weltuntergangs angerissen, aber nie wirklich vertieft. Andere Open-World-Spiele wie The Witcher 3: Wild Hunt oder Horizon: Zero Dawn erreichen hier definitiv ein anderes Niveau.

Im Endeffekt lässt sich die Essenz von Days Gone auf das Folgende herunterbrechen: Wir sammeln vor allem Ressourcen, unser Motorrad am Laufen zu halten und träumen währenddessen von einer Reise in den Norden. Selbst spannendere Nebenfiguren wie Boozer, Tucker oder Iron Mike bleiben blass und spielen im Endeffekt keine allzu große Rolle. Gleichzeitig liefern uns zahlreiche Flashbacks Einblicke in die Vergangenheit von Deacon und Ehefrau Sarah, um uns so unsere Spielfigur näher zu bringen.

Days Gone: Story-Trailer zu Deacon St. Johns Endzeitabenteuer. 2:15 Days Gone: Story-Trailer zu Deacon St. Johns Endzeitabenteuer.

Wieso die Hauptfigur Probleme macht

Zumindest versucht Days Gone das. Denn Deacon bleibt fast über die gesamte Spielzeit hinweg unnahbar und teilweise richtig unsympathisch. Das äußert sich vor allem durch seinen unstillbaren Redebedarf, der selbst in der offenen Spielwelt so gut wie alles kommentieren muss. Und das meist in den absolut unpassendsten Momenten.

Beim Schleichen durch eine feindliche Basis oder ein von Zombies überranntes Städtchen empfiehlt es sich ja beispielsweise, einfach mal die Klappe zu halten. Aber nein, Deacon muss währenddessen vor sich hin murmeln, manchmal sogar lautstark darüber schimpfen, wie blöd er die »Freaker« genannten Zombies, Banditen oder einfach nur das Wetter findet.

Nochmal lästiger wird das vor allem in den ersten Spielstunden oder kurz nach dem Entdecken neuer Siedlungen, wenn sich Deacons Monologe mit den Funksprüchen oder Audiotagebüchern anderer Überlebender paaren - und im schlimmsten Fall sogar überschneiden.

Obwohl Days Gone eigentlich gar nicht so viel zu erzählen hat, wird im Spiel verdammt viel geredet - vor allem durch seine Hauptfigur. Und darunter leidet auch die ansonsten sehr stimmige Endzeit-Atmosphäre, die in der wunderschönen Spielwelt des nordamerikanischen Oregon aufkommt.

Selbst beim Schleichen auf leisen Sohlen kann sich Deacon seine Schimpftiraden nicht verkneifen. Das macht die Immersion kaputt - vor allem, weil uns Feinde nicht einmal hören. Selbst beim Schleichen auf leisen Sohlen kann sich Deacon seine Schimpftiraden nicht verkneifen. Das macht die Immersion kaputt - vor allem, weil uns Feinde nicht einmal hören.

Wie spielt sich Days Gone?

In der Welt von Days Gone ist nicht mehr allzu viel von der Zivilisation übrig. Wenige Überlebende verschanzen sich in kleinen und schwer bewaffneten Siedlungen. Umso mehr sind die darauf angewiesen, dass ihnen »Drifter« wie Deacon St. John Ressourcen liefern oder Gefahren ausschalten, die ihnen gefährlich nahe kommen.

So verdienen wir uns nicht nur den Respekt der insgesamt sechs verschiedenen Gemeinschaften, sondern auch neue Waffen, Upgrades für das Motorrad, Skillpunkte oder einfach nur Benzin oder Ressourcen für Medikits und dergleichen. Und das alles haben wir bitter nötig, um in der wunderschönen, wenn auch absolut tödlichen Open World von Days Gone zu überleben.

An jeder Ecke lauern Gefahren in Form von wilden Tieren, Banditen, Freakern oder ganzen Schwärmen letzterer. Wer hier nicht gut vorbereitet die sicheren vier Wände verlässt, zieht gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden schnell den Kürzeren. Zwar leidet Deacon keinen Durst, Hunger oder muss sich regelmäßig aufs Ohr hauen, trotzdem gehen uns Benzin, Munition oder Heilmittel schneller aus, als uns lieb ist.

Munition findet ihr in Polizeiwagen oder Militärtrucks, Medikits in Krankenwagen oder Feuerwehrautos. Das ist nicht nur stimmig, sondern führt uns natürlich durch die Endzeit von Days Gone. Munition findet ihr in Polizeiwagen oder Militärtrucks, Medikits in Krankenwagen oder Feuerwehrautos. Das ist nicht nur stimmig, sondern führt uns natürlich durch die Endzeit von Days Gone.

Und hier spielt Days Gone seine große Stärke aus: die Atmosphäre. Wenn wir beispielsweise hinter einer von Zombies überrannten Gaststätte von Auto zu Auto schleichen, Motorhauben und Kofferräume knacken, damit wir unser beschädigtes Bike reparieren, kommt selbst in den späten Spielstunden richtig viel Spannung aus. Ein einziger Fehler genügt- wie das Übersehen einer Autoalarmanlage - und prompt läuft Deacon eine Masse an Untoten hinterher, die glatt aus World War Z stammen könnte. Wenn wir dann auch noch unsere Benzinanzeige nicht im Blick behalten haben und auf einmal mit leerem Tank da stehen, ist schnell Schicht im Schacht.

Durch die Spielwelt von Days Gone ziehen nämlich sogenannten Horden (mit bis zu 500 Infizierten gleichzeitig!). Und die sind verflucht schnell. Wenn sich eine ganze Welle untoter Leiber einen Weg in unsere Richtung frisst, vergessen wir schnell alles, was wir bisher in Days Gone gelernt und freigespielt haben und es setzt absolute Panik ein.

Wie schwierig ist Days Gone?
Days Gone ist als Survival-Light-Spiel zu verstehen - und entfaltet gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden seinen Reiz. So müssen wir beispielsweise nicht auf Hunger, Durst, Kälte oder Wärme achten. Aber dafür auf den Zustand und den gefüllten Tank unseres Motorrads, während Munition, Medikits oder Crafting-Ressourcen für Fallen oder Wurfwaffen stets Mangelware bleiben. Wer sich gut vorbereitet und regelmäßig speichert, dürfte aber selbst mit der untotesten aller untoten Bedrohungen klar kommen.

Hier besticht ebenfalls die motivierende und befriedigende Lernkurve von Days Gone: Während in den ersten Spielstunden schon drei bis vier Untote auf einmal mit uns den Boden aufwischen, drehen wir später einfach den Spieß um. Mit verbesserten Molotovs, dicken Maschinengewehren und einem blitzschnellen Motorrad Gejagten zum Jäger und bald müssen sich die Freaker vor uns verstecken.

Allerdings leidet Days Gone im selben Atemzug unter Abwechslungsarmut und Monotonie. Nachdem wir zum hundertsten Mal Militärposten gesichert, feindliche Basen infiltriert, Zombiehorden zu Gulasch verarbeitet und die immer gleichen Zufallsevents absolviert haben, stellt sich langsam aber sicher Langeweile in der Freaker-Apokalypse ein.

Selbst das Freischalten von Forschungsstationen kann zu einer haarsträubenden Angelegenheit werden - warum, spoilern wir euch an dieser Stelle nicht. Selbst das Freischalten von Forschungsstationen kann zu einer haarsträubenden Angelegenheit werden - warum, spoilern wir euch an dieser Stelle nicht.

1 von 4

nächste Seite


zu den Kommentaren (223)

Kommentare(223)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.