Blizzard zieht in Diablo 4 bald die Daumenschrauben an: Mit Season 8 des Action-Rollenspiels krempeln die Entwickler das Loot-System nämlich gehörig um – und zwar so drastisch, dass Boss-Drops um satte 91 Prozent reduziert werden.
Diese Entscheidung sorgt in der Community für heftige Diskussionen, denn damit verabschiedet sich das Spiel weiter von seiner bisherigen Philosophie der massiven Loot-Explosionen und schlägt eine härtere, grindlastigere Richtung ein.
Ein radikaler Schnitt bei Unique Items
Das Ziel hinter diesem drastischen Nerf lautet offenbar, die Progression im Spiel zu verlangsamen. David Brevik, der einst Diablo miterschuf, hatte Anfang Februar arg kritisiert, dass Diablo 4 die Spieler zu schnell mit mächtigen Items überhäuft und dadurch die Langzeitmotivation leidet. Blizzard scheint nun auf diese Kritik zu reagieren – mit einer Kehrtwende, die kaum drastischer ausfallen könnte.
Mit Season 8 werden nicht nur die legendären Drop-Raten zwischen Level 1 und 60 reduziert, sondern auch die Affixe von magischen und seltenen Items angepasst. Doch noch härter trifft es die Bossgegner wie Andariel und Duriel.
Vor Season 8 lief das Boss-Farming nach einem klaren Prinzip: Jeder Kill im Schwierigkeitsgrad Qual 4 garantierte sechs Unique-Drops aus dem spezifischen Loot-Pool des jeweiligen Bosses.
Im neuen System gibt es hingegen nur noch fünf Uniques – und davon sind nur noch zwei garantiert aus dem Boss-spezifischen Loot-Pool. Die anderen drei stammen aus einem allgemeinen Pool, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, nutzlose Items zu bekommen.
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Im Koop-Modus noch härter
Besonders hart trifft es Vierergruppen. Da die Beute nicht mehr pro Kill, sondern pro verbrauchtem Beschwörungsmaterial berechnet wird, fällt ein weiterer Vorteil weg: Vorher war es möglich, durch Rotationen innerhalb der Gruppe schneller an Loot zu kommen. Diese Strategie wird mit Season 8 vollständig eliminiert.
Ein Spieler namens DMTdreams liefert im Blizzard-Forum ein Beispiel anhand des Bosses Grigoire:
- Altes System: Jeder Spieler farmt 12 Lebendigen Stahl (eine Währung für Bossbeschwörungen), beschwört den Boss einmal, und in vier Runs gibt es insgesamt 24 garantierte Uniques aus dem spezifischen Loot-Pool des Bosses.
- Neues System: Jeder Spieler farmt 12 Stahl, beschwört den Boss einmal, und in vier Runs gibt es insgesamt nur noch zwei garantierte Uniques aus dem spezifischen Loot-Pool des Bosses – ein Einbruch um rund 92 Prozent.
Eure Koop-Helfer können euch zwar beim Erlegen des Bosses helfen, Beute gibt's aber nur noch für den Spieler, der seine Materialien für die Beschwörung verwendet. Ob sich die drastische Änderung durchsetzt oder Blizzard noch einmal nachjustiert, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Mit diesen neuen Drop-Raten würde das Farmen von Bossen zu einem extrem langwierigen Prozess.
DMTdreams zieht ein vernichtendes Fazit: Für ihn ist die Änderung nichts weiter als eine schamlose Streckung
der Spielzeit. Denn am Ende farmt ihr in Season 8 genau dieselbe Ausrüstung wie zuvor – nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass es jetzt deutlich länger dauert, bis ihr die perfekten Items für euren Build zusammenhabt.
Doch wie seht ihr das? Freut ihr euch darauf, dass Season 8 euch länger beschäftigt und Diablo 4 wieder mehr zu einem Grind-Fest wird? Oder fandet ihr es bislang eigentlich ganz angenehm, nach ein paar Wochen alles erreicht zu haben und eure Zeit anderen Spielen oder Hobbys zu widmen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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