Spieler stecken 20 Jahre in die Erschaffung eines Diablo-Remakes – mit drei Versionen, die für Streit sorgen

Von den Entwicklern durchgepeitscht, von Blizzard vergessen, von Fans zum Diamanten geschliffen. Diablo: The Hell ist eine Mod, die an ein Remake grenzt.

An Diablo: The Hell arbeiten Fans seit 20 Jahren. Ihr Ziel: Das erste Diablo fit für die Zukunft zu machen. Doch dabei kam es zu Meinungsverschiedenheiten - wir blicken hinter die Kulissen. An Diablo: The Hell arbeiten Fans seit 20 Jahren. Ihr Ziel: Das erste Diablo fit für die Zukunft zu machen. Doch dabei kam es zu Meinungsverschiedenheiten - wir blicken hinter die Kulissen.

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Während die Gaming-Welt gerade den Release von Lord of Hatred feiert, dem neuen Addon für Diablo 4, sind die Vorgänger keineswegs vergessen. Und damit meinen wir nicht nur Diablo 2, das durch Resurrected einen zweiten Frühling erlebt.

Unterm Strich hat jedes Diablo eine Fanbasis. Die Diablo-3-Apologeten mögen ihr ausbalanciertes A-RPG im Comic-Look, die Diablo-2-Fraktion den düsteren Crawler mit Oldschool-Feeling. Aber wie sieht es eigentlich mit dem ersten Diablo von 1997 aus?

Video starten 1:16 Jemand macht Diablo 1 seit 20 Jahren immer besser - jetzt ist für 2028 endlich ein Ende in Sicht

Auch wenn dem Urgestein das Fundament der Reihe zu verdanken ist, wird das Spiel heute eher selten erwähnt. Was doppelt bitter ist: Sein Vermächtnis ist genauso düster wie seine Entstehung. Eigentlich kann sich Original-Entwickler Condor in den Neunzigern glücklich schätzen, dass ein großer Player wie Blizzard Interesse an seinem kleinen RPG-Experiment zeigt, das Studio kauft und daraus Blizzard North macht.

Doch gleichzeitig führt die Übernahme zu sehr viel Zeitdruck und Chaos, weil Blizzard  Diablo 2 gar nicht schnell genug herausbringen kann. Der vernachlässigte Erstling findet einen unschönen Abschluss: mit einer von Synergistic Software entwickelten Erweiterung namens Hellfire, die so fehlerhaft und unausgegoren auf den Mark kommt, das sie ihrem Namen auf andere Weise gerecht wird.

Aber wo eine Fanliebe ist, da ist auch ein Weg: Die Modder hinter dem Projekt The Hell haben zwanzig Jahre in eine Version gesteckt, die nicht nur die Hellfire-Katastrophe von damals ausbügelt, sondern auch das erste Diablo mit so vielen neuen Inhalten ausstattet, dass es gleichermaßen für Jubel und Streit sorgt. Wir haben mit dem Chef-Modder gesprochen.

Michael Sonntag
Michael Sonntag

Michael ist Gaming-Journalist, Dozent, Geschichtenjäger und Podcaster bei EnLiven. Seiner Meinung braucht Diablo dringend eine weitere Charakterklasse, nämlich Modder. Diese Personen strotzen nur so vor Ausdauer und Leidenschaft. Ihr einziger Makel: Eine obsessive Detailversessenheit. Nein, wartet, das wäre ja nur ein weiterer Pluspunkt.

Ein steiniger Weg

Diablo im Frühling 1999. Der Spieler Mordor durchstreift mit seinem Krieger die Grabkammer von König Leoric. »Plötzlich fand ich eine Waffe mit einer höheren Stufe. Ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt, dass es jede Waffe nur einmal im Spiel gibt – aber nein, es gibt unzählige!«, beschreibt der heutige Chef-Modder hinter The Hell den unscheinbar wirkenden Moment, der seine große Liebe für Diablo entfacht. »Da wusste ich, dass eine ganze Welt auf mich wartet.«

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