So »entgoogelt« ihr euer Handy: 14 Tricks und Alternativen zu den klassischen Google-Apps

Es gibt zahlreiche Apps und Tricks, mit denen ihr Google ein Stück weit von eurem Handy verbannen könnt.

Es gibt verschiedene Wege, um euer Handy zu entgoogeln. (Bildquelle: GameStar Tech; DenPhoto Adobe Stock) Es gibt verschiedene Wege, um euer Handy zu entgoogeln. (Bildquelle: GameStar Tech; DenPhoto / Adobe Stock)

Google hat sich schon lange den Platz als die Nummer eins der Suchmaschinen gesichert und ist mit Apps wie Gmail, Google Maps oder auch Gemini in vielen Bereichen vertreten.

Dabei gibt es immer wieder Kritik am Unternehmen – etwa zu den Kontroll-Plänen für Android – und viele von euch wünschen sich smarte Alternativen, die ein ähnliches Erlebnis bieten, ganz ohne Kompromisse.

Einige Plattformen wie YouTube sind dabei nur schwer zu ersetzen, weil viele Content-Creator dort ihr Zuhause haben und andere Plattformen kaum genutzt werden.

Durch die enorme Größe von Google ist ein kompletter Umstieg selten ohne Abstriche möglich. Doch dank der aktiven Open-Source- und App-Community gibt es mittlerweile viele starke Alternativen für euer Smartphone.

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14 Tricks und Apps, mit denen ihr Google von eurem Handy verbannt

Nur weil Google eine verbreitete Marke ist und viele Android-Apps schon beim Kauf vorinstalliert sind, heißt das nicht, dass es keine soliden Alternativen gibt.

Diese können etwa komplett quelloffen und kostenlos sein oder von europäischen Anbietern stammen, die euch mehr Datenschutz versprechen.

Generell kann es nie schaden, sich nach anderen Angeboten umzusehen und nicht immer bei den großen Marken wie Google Chrome zu bleiben.

Info: Bei den App-Alternativen handelt es sich um eine Auswahl zur Orientierung, die in Zukunft weiter ausgebaut wird. Es gibt noch weit mehr Wege, wie ihr euer Gerät von den Google-Tools befreien könnt. Eine klare Empfehlung zum Entgoogeln ist beispielsweise das entsprechende Subreddit »degoogle«.

Alternative Browser: Es muss nicht immer Chrome sein

Chrome gehört zu den meistgenutzten Browsern der Welt und hält aktuell einen Marktanteil von über 60 Prozent. Und das, obwohl der Browser wegen Datensammlungen und seinem hohen RAM-Hunger in der Kritik steht.

In den App-Stores lassen sich jedoch zahlreiche Angebote finden, die eine echte Konkurrenz darstellen.

Browser wie Vivaldi bieten euch beispielsweise umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Buttons, Fenster und Leisten. Er basiert zwar auf Chromium, verspricht aber besonderen Datenschutz und liefert gewohnte Features.

Der Vivaldi-Browser ist eine beliebte Alternative zu Google Chrome. (Bildquelle: GameStar Tech Duy Linh Dinh) Der Vivaldi-Browser ist eine beliebte Alternative zu Google Chrome. (Bildquelle: GameStar Tech / Duy Linh Dinh)

Wollt ihr Chrome komplett den Rücken kehren, ist Firefox eine solide Alternative mit einer treuen Community sowie schier endlosen Erweiterungen und Themes.

Tschüss Google-Suche: Das sind die besten Alternativen

Falls eure Beziehung zu Google, ähnlich wie bei Jan, am Tiefpunkt angekommen ist, solltet ihr im Browser eine andere Suchmaschine nutzen – etwa wenn euch KI-Zusammenfassungen, SEO-Spam und Verkaufslinks nerven.

Eine Option ist der Kagi-Browser: Er erinnert optisch an Google, kommt aber völlig ohne Werbung sowie Tracking aus und liefert sehr präzise Ergebnisse.

Der Haken: Der Dienst ist kostenpflichtig. Ihr habt lediglich 100 kostenlose Test-Suchanfragen zur Verfügung, bevor ein Abo nötig wird.

Als kostenlose Alternativen bieten sich Ecosia an, das Einnahmen teils an Umweltorganisationen spendet, oder der Klassiker DuckDuckGo. Letzterer ist spätestens seit 2017 besonders für seinen Datenschutz bekannt, auch wenn die Suchergebnisse manchmal nicht ganz so präzise ausfallen wie bei der Konkurrenz.

Übrigens: Wenn ihr bei Google bleiben wollt, aber keine Lust auf die KI-Zusammenfassungen habt, lassen sich diese mit wenigen Klicks deaktivieren.

Maps-Alternativen für Ausflüge, Radtouren und Wanderungen

Karten-Apps gibt es wie Sand am Meer. Viele haben dabei etwas gemeinsam, was auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich ist – im Hintergrund läuft oft dieselbe Basis: OpenStreetMap.

Das quelloffene, lizenzfreie und kostenlose Programm OpenStreetMap lässt sich nämlich leicht in andere Dienste einbinden. Die freie Weltkarte eignet sich direkt zur Navigation und zusammen mit Tools wie Brouter oder der ÖPNV-Karte deckt sie Bereiche ab, wo Google an Grenzen stößt.

Wer keine Lust auf langes Suchen hat, greift zu Apps wie Topo GPS. Diese hat Marinus im Test bereits überzeugt, da sie kleinere Wald- und Feldwege anzeigt, die bei Google oft fehlen und auch bei der Offline-Nutzung deutlich Vorteile hat.

Es gibt zahlreiche Alternativen zu Google Maps. Etwa Brouter für Fahrradtouren, Wanderungen oder klassische Navigation. (Bildquelle: GameStar Tech) Es gibt zahlreiche Alternativen zu Google Maps. Etwa Brouter für Fahrradtouren, Wanderungen oder klassische Navigation. (Bildquelle: GameStar Tech)

F-Droid: Die beste Alternative zum Google Play Store

Der Google Play Store ist mit über 2,3 Millionen Apps regelrecht überflutet. Allein das ist für viele ein Grund, nach einer übersichtlicheren Alternative zu suchen.

Der F-Droid-Store ist eine solche Alternative und bietet ein schlankes Angebot aus rein quelloffenen Apps. Die sind für euch vollkommen kostenlos und durch regelmäßige Prüfungen auch sicher. Zumindest, solange Google den Betrieb solcher Stores erlaubt, was sich mit einer geplanten Änderung für Android jedoch ändern könnte.

Große Apps wie WhatsApp sucht ihr dort zwar vergebens, doch mit kleinen Kniffen lassen sich auch externe Quellen ganz ohne Google einbinden.

Proton Mail: Sichere E-Mail-Alternative aus Europa

Proton Mail hat sich einen festen Namen als datensicherer E-Mail-Dienst gemacht. Genau wie bei Gmail ist das Angebot kostenlos und bietet reichlich Speicherplatz.

Mittlerweile ist Proton zu einem ganzen Ökosystem herangewachsen: Neben Mail gibt es VPN, Kalender, Passwort-Manager und die KI Lumo, die Linh bereits ausführlich getestet hat.

Zusätzlich bietet Proton eine Post-Quanten-Verschlüsselung an. Das ist zwar aktuell noch kein Muss, setzt aber ein deutliches Zeichen für den Datenschutz.

Tschüss Google Cloud: So sichert ihr eure Fotos lokal

Die Google Cloud ist weitverbreitet, da sie tief im System und in der Galerie-App verankert ist. Doch eure Daten sind am sichersten, wenn sie lokal gespeichert werden.

Eine einfache Lösung ohne tiefes Tech-Wissen sind Netzwerkspeicher wie der AI NAS iDX6011 Pro von Ugreen, den Nils vor einigen Monaten getestet hat.

Wer Geld sparen möchte, baut sich einen eigenen kleinen Heimserver oder nutzt begrenzte Cloud-Alternativen wie Proton Drive oder Filen.io.

DeepL statt Google Übersetzer: Präzisere Texte dank KI

Der Name DeepL steht für »Deep Learning«. Für die Übersetzung nutzt die Plattform spezialisierte KI-Netzwerke und liefert verlässlichere Ergebnisse als der Google-Übersetzer.

Zwar lassen sich auch KI-Modelle wie ChatGPT für Übersetzungen nutzen, doch DeepL bietet in der Regel den natürlicheren und authentischeren Satzbau.

Vollständige Entgoogelung: Diese Smartphones kommen ohne Android

Mittlerweile gibt es für uns ein umfangreiches Angebot an Smartphones, die allesamt unterschiedliche Funktionen anbieten und teilweise völlig andere Ansätze verfolgen – wie das faltbare Galaxy Z Fold8 von Samsung oder das Nothing Phone (4a) als Flaggschiff-Konkurrent zu Apple.

Wer Smartphones ohne Googls Android sucht, hat zwar eine kleinere Auswahl, findet aber dennoch spannende Alternativen. Eine Option ist das Fairphone 6 mit dem Betriebssystem /e/OS, das zudem voll auf Nachhaltigkeit setzt.

Eine weitere deutsche Alternative ist das Volla Phone Quintus aus Solingen. Das Smartphone setzt wahlweise auf Ubuntu Touch oder das hauseigene Volla OS. Damit basiert das Gerät im Kern komplett auf einem klassischen Linux-System. Ihr erhaltet so ein mobiles Betriebssystem, das eher einem PC als Android gleicht.

Ein langer und teilweise umständlicher Weg

Der Schritt weg von Google erfordert anfangs zwar etwas Umgewöhnung, belohnt euch aber mit deutlich mehr Kontrolle über eure eigenen Daten. 

Ob ihr direkt das komplette Betriebssystem wechselt oder erst einmal nur einzelne Apps ersetzt, bleibt dabei völlig eurem eigenen Tempo überlassen. 

Probiert die Dienste einfach Schritt für Schritt aus und entscheidet selbst, wie viel Google ihr auf eurem Smartphone im Alltag wirklich benötigt. Am Ende hat es ja auch seine Vorteile, bei Google zu bleiben – trotz bestimmter Probleme.


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