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Seite 2: Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, September 2018

800-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

AMD Ryzen 5 2600

160 Euro

CPU-Kühler

EKL Alpenföhn Sella

20 Euro

Mainboard

ASRock B450 Pro4

90 Euro

Arbeitsspeicher

Corsair Vengeance LPX - 8,0 Gbyte Kit

120 Euro

Grafikkarte

PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2

230 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1.000 GByte

40 Euro

SSD

Kingston A400 SSD - 240 GByte

40 Euro

Gehäuse

Cooltek TG-01 Basic

45 Euro

Netzteil

be quiet! Pure Power 10 - 400 Watt

50 Euro

Insgesamt

795 Euro

Für 800 Euro spielt ihr bereits eine Klasse höher als mit unserer 550-Euro-Konfiguration. Prozessor und Grafikkarte sind spürbar schneller, die Leistungsreserven entsprechend höher. Dazu kommt eine flotte SSD für schnelleren Programmzugriff und kürzere Ladezeiten in Spielen.

• Prozessor Sockel AM4 – AMD Ryzen 5 2600

AMDs Ryzen 5 2600 überzeugt durch eine Kombination aus hoher Leistung und sehr fairem Preis. Für derzeit etwa 160 Euro bekommt ihr sechs Kerne samt virtueller Kernverdoppelung. Gepaart mit einem maximalen Turbotakt von 3,9 GHz ist der Ryzen 5 2600 dadurch sowohl in Spielen als auch in Anwendungen flott unterwegs. Die Energieeffizienz stimmt ebenfalls und dank verlöteten Metalls zwischen CPU-Die und Heatspreader (statt günstigerer Wärmeleistpaste) lässt sich die Ryzen-5-CPU vergleichsweise einfach und leise kühl halten.

Intels Core i5 8400 mit ebenfalls sechs Kernen ist in Spielen zwar tendenziell noch etwas flotter unterwegs. Momentan machen allerdings auch dieser CPU von Intel hohe Preise schwer zu schaffen: Statt für ehemals 160 Euro ist der 8400 momentan erst für 280 Euro lieferbar. Da er außerdem keine virtuelle Kernverdoppelung zu bieten hat und etwas höheren Kühlaufwand erfordert, empfehlen wir den Ryzen 5 2600.

• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Sella

Der günstige EKL Alpenföhn Sella ist dank drei Heatpipes leistungsstark und dennoch relativ kompakt, was die Kompatibilität mit Gehäusen und hohen Arbeitsspeicher-Riegeln erhöht. Der mitgelieferte 92-mm-Lüfter kühlt leise, aber ausreichend stark. Wenn euch die Lautstärke eures PCs nicht so wichtig ist, könnt ihr stattdessen auch den Standard-CPU-Kühler verwenden, der beim Prozessor mitgeliefert wird.

• Mainboard Sockel AM4 – ASRock B450 Pro4

ASRock hat mit dem B450 Pro4 ein gut ausgestattetes Mainboard zum fairen Preis im Programm. Neben zwei M.2-Schnittstellen (1x PCIe x4, 1 x PCIe x2) finden sich auch zwei USB 3.1-Ports auf der Platine (1 x Typ-C, 1 Typ-A). Der Arbeitsspeicher darf per Übertaktung bis 3.200 MHz erreichen, bis zu sechs Datenträger können per SATA3 angeschlossen werden und Extras wie RAID-Verbindungen (für vier der sechs-SATA-Ports) und CrossFireX für den Einsatz von zwei Grafikkarten werden ebenfalls unterstützt.

• Arbeitsspeicher DDR4-3200 – Corsair Vengeance LPX / 8,0 GByte Kit

Wer ganz auf der sicheren Seite sein möchte, der setzt auf 16,0 GByte RAM. Aufgrund der aktuell relativ hohen Preise (trotz gewisser Entspannung in den letzten Wochen) entscheiden wir uns bei dem 800-Euro-Paket momentan aber für 8,0 GByte, die in den meisten Fällen problemlos für flüssigen Spielspaß genügen (siehe auch unseren Artikel RAM-Benchmarks in Spielen - Wieviel Arbeitsspeicher braucht man?).

Wir empfehlen euch Corsairs Vengeance LPX-Kit (CMK8GX4M2B3200C16) mit einer vergleichsweise Taktrate von 3.200 MHz, da Ryzen-Prozessoren davon erfahrungsgemäß vergleichsweise stark profitieren. Für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

• Grafikkarte – PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2

Mit Blick auf die Leistung sind für diesen PC AMDs Radeon RX 580 und Nvidias Geforce GTX 1060 die Hauptkonkurrenten. Wir konnten lange Zeit keine Empfehlung für die RX 580 aussprechen, weil sie durch die hohe Mining-Nachfrage schlicht zu teuer war. Das hat ich sich jetzt endlich wieder geändert: Auch in der Variante mit 8,0 GByte (die dem etwas günstigeren Modell mit 4,0 GByte klar vorzuziehen ist) gibt es inzwischen wieder RX-580-Modelle, die mit einem Preis von ungefähr 250 Euro ähnlich teuer sind wie der Hauptkonkurrent von Nvidia.

Die GTX 1060 hat zwar die etwas bessere Energieeffizienz zu bieten, aufgrund des größeren VRAM (8,0 GByte statt 6,0 GByte) empfehlen wir an dieser Stelle aber eher die AMD-Grafikkarte. Die PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2 zählt aktuell zu den günstigsten Modellen. Nennenswerte Übertaktung von Haus aus hat sie zwar nicht zu bieten, ihre Leistung genügt aber dennoch, um aktuelle Titel in Full HD bei hohen bis sehr hohen Details flüssig darzustellen.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

• SSD – Kingston A400 SSD / 240 GByte

Die Kingston A400 SSD ist eine der günstigsten SSDs mit 240 GByte Speicherplatz, ihre Leistung stimmt aber dennoch. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu teureren Konkurrenten fallen höchstens in Ausnahmefällen spürbar auf und die 240 GByte bieten genug Platz für Windows und mehrere Spiele.

Die SATA3-SSD liest Daten mit bis zu 500 Megabyte pro Sekunde und schreibt diese mit maximal 350 Megabyte pro Sekunde. Kingston gewährt drei Jahre Garantie auf die A400. Habt ihr noch 30 Euro zusätzlich übrig, ist auch das Modell mit 480 GByte oder die genau so große, aber Daten etwas flotter lesende SanDisk SSD Plus aus dem 1.050-Euro-PC eine Überlegung wert.

Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 45 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit drei vorinstallierten Frontlüfter mit LED-Beleuchtung (wahlweise in grün, rot, blau oder als RGB-Variante).

• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 800 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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