Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Inhaltsverzeichnis
1
2

Was passiert mit Dota 2? Sinkende Spielerzahlen & unzufriedene Fans

Einst war Dota 2 eines der populärsten Spiele überhaupt, heute kämpft Valves Moba mit sinkenden Spielerzahlen und dem Ruf, die toxischste Community überhaupt zu haben. Was steckt hinter dem Sinkflug - und was macht League of Legends besser?

von Dom Schott,
01.02.2020 05:00 Uhr

Ist Dota 2 tot? Mitnichten, aber Valves Moba steckt dennoch in der Krise - warum, das verraten Profispieler im Interview mit GameStar Plus. Ist Dota 2 tot? Mitnichten, aber Valves Moba steckt dennoch in der Krise - warum, das verraten Profispieler im Interview mit GameStar Plus.

Rund 30.000 Zuschauer beobachten die Streamerin Hishiko dabei, wie sie ihr Heldenteam zu einem weiteren Sieg führt. Triumphierend brüllt die 23-Jährige Malaysierin schließlich in die Webcam, während der Chat von Herz-Emojis geflutet wird. Seit 2014 spielt Hishiko täglich mehrere Stunden Defense of the Ancients 2 - kurz Dota 2 - auf höchstem Niveau, viele Jahre war es ihr Lieblingsspiel. Heute aber ist das trotz regelmäßiger Erfolgserlebnisse anders:

»Die Stimmung in den meisten Matches ist wirklich extrem toxisch. Das Matchmaking funktioniert längst nicht mehr ordentlich. Und die Einstiegshürde für neue Spieler ist zu hoch, die Community wächst nicht mehr.«

Die Zahlen scheinen der Streamerin Recht zu geben: Während im Februar 2017 noch über eine Millionen Spieler online um den Sieg kämpften, sind es im Januar 2020 nur noch etwas mehr als 600.000. Immer wieder gibt es starke Monate, die außergewöhnlich viele Spieler auf die Server locken, doch der Langzeittrend verweist Dota 2 ganz klar auf den berühmten absteigenden Ast.

Wie konnte es dazu kommen? Warum hat der einst so erfolgreiche E-Sport-Titel so große Probleme, seine Community zu halten? Und was machen die erfolgreicheren Konkurrenten wie League of Legends anders, besser?

GameStar hat sich auf die Suche nach den Antworten auf diese Fragen begeben und mit Langzeitfans, Anfängern und Dota-Profispielern gesprochen. Auch dem Entwicklerteam bei Valve wollten wir Gelegenheit zur Stellungnahme geben, auf unsere Interview-Anfragen antwortete man uns allerdings nicht.

»Dota 2 ist heute nicht mehr das Spiel, das damals so erfolgreich war.«

Die Menschen, die während der Recherchen für diese Reportage von uns interviewt wurden, könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie kommen aus der ganzen Welt, sind Teenager oder längst berufstätig, spielen auf den niedrigsten Rängen oder seit Jahren in der Oberklasse. Und doch hören wir immer wieder die gleiche Antwort auf unsere Frage, wo es bei Dota 2 momentan ganz besonders hakt: Dota 2 habe vergessen, was es einst so beliebt gemacht habe.

Mehr Community-Einblicke:

Wie funktioniert Dota 2?
Dota 2 ist ein Teamspiel. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielern treten auf einem immergleichen Schlachtfeld gegeneinander an, das dem Genre seinen Namen gegeben hat: der »Multiplayer Online Battle Arena«(Moba). Jeder spieler steuert einen Helden mit besonderen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, der außerdem im Level aufsteigen, Items kaufen und neue Fertigkeiten freischalten kann. Ziel des Spiels ist die Zerstörung des gegnerischen Hauptgebäudes, was nur mit viel Absprache gelingen kann. Nicht selten dauert ein Match 60 Minuten oder länger.

Ein Blick zurück: 2002 veröffentlicht Blizzard den Strategie-Hit Warcraft 3: Reign of Chaos. Mit im Gepäck: ein umfangreicher Karten-Editor, der die Community bald zum Experimentieren anregt. So entstehen auch die ersten Prototypen des späteren Moba-Spielprinzips, aufbauend auf der Starcraft-Karte Aeons of Strife. 2003 setzt sich schließlich eine Variantes des Modders Steve Feak alias Guinsoo namens »Allstars«durch. Schnell sammelt sich eine stetig wachsende Community um Dota Allstars, das in den kommenden Jahren von Fans und Hobby-Entwicklern betreut, erweitert und gepatcht wird.