Dass Elden Ring nicht Dark Souls 4 heißt, hat einen simplen Grund

Elden Ring erinnert so stark an Dark Souls, dass sogar George R.R. Martin es mit einem Sequel verwechselt. Dabei verzichtet From Software extra für ihn auf Dark Souls 4.

von Elena Schulz,
20.06.2021 11:04 Uhr

Elden Ring übernimmt viel von Dark Souls, wird aber ein eigenständiges Spiel. Elden Ring übernimmt viel von Dark Souls, wird aber ein eigenständiges Spiel.

George R.R. Martin ist der Autor von Game of Thrones und unterstützte das Team von From Software bei Elden Ring, indem er Mythologie, Legenden und Historie der düsteren Fantasy-Welt beisteuerte. In einem Interview sprach er kürzlich über die Zusammenarbeit:

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Dabei entfuhr ihm ein interessanter Versprecher, als er Elden Ring als »Nachfolger zu Dark Souls« bezeichnet. Denn laut Game Director Hidetaka Miyazaki stimmt das nur zum Teil. Elden Ring ist irgendwie ein Dark Souls 4 im Geiste, ausgerechnet für den Game-of-Thrones-Autor entschied man sich aber bewusst gegen ein direktes Sequel.

Elden Ring soll Dark Souls weiterentwickeln

In unserer Analyse zum Gameplay-Trailer stellen wir bereits fest, dass Elden Ring Dark Souls in vielen Aspekten gleicht. Die Welt ist düster und zerfällt, die Kämpfe sind unbarmherzig und zeichnen sich durch langsame, wuchtige Schläge oder verstörende Gegnerdesigns aus.

Mit der Zeit kamen noch mehr Infos dazu: Verwinkelte Dungeons voller Abkürzungen kehren genauso zurück wie Speicherpunkte im Stil der Leuchtfeuer, die Waffenkünste aus Dark Souls 3 oder Beschwörungen als Koop-Modus.

Darüber können auch viele Neuerungen wie das Pferd als Reittier, eine Sprungtaste oder Schleichen als Option nicht hinwegtäuschen.

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Laut Souls-Schöpfer Miyazaki soll Elden Ring aber nicht nur Altbekanntes neu aufgießen, sondern die natürliche Evolution von Dark Souls werden, indem es Action, Leveldesign und Worldbuilding in einem größeren Rahmen zusammenführt.

Genau hier kommt auch George R.R. Martin ins Spiel: Weil die Welt so viel größer und tiefer werden soll als bei den bisherigen Rollenspielen des Studios, benötigt man auch eine dichtere und umfangreichere Hintergrund-Lore, die alles wie Kleber zusammenhält.

Darum heißt es trotzdem nicht Dark Souls 4

Eine direkte Fortsetzung zu Dark Souls scheint dafür eigentlich gut geeignet. Einem Interview mit Miyazaki zufolge, wollte man den Autor aber nicht einschränken, indem man ihm ein bestehendes Universum vorsetzt:

"Als George R.R. Martin dem Projekt beitrat, wollten wir verhindern, dass ihn die Welt von Dark Souls limitiert. Außerdem erlaubt uns das mehr Freiheit bei unseren eigenen Vorstellungen. Wir sind nicht sklavisch an den Dark-Souls-Stil gebunden, im Gegenteil: Wir wollen vermeiden, uns zu sehr an Dark Souls zu orientieren, während wir unser Know How nutzen, um eine neue Dark-Fantasy-Welt zu kreieren."

Dass From Software die eigenen Stärken auf andere Szenarien übertragen oder sie mit neuen Konzepten würzen kann, hat der Entwickler schon bei Bloodborne und Sekiro bewiesen. Letzteres verzichtete zum Beispiel auf die Ausdauerleiste, um die Schwertduelle flotter und dynamischer zu gestalten.

Spannend im Fall von Elden Ring wird, wie sich die Dark-Souls-Formel auf eine offene Welt übertragen lässt. Eine Analyse dazu, wie das gelingen kann, liefern wir bei GameStar Plus.

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