Elite hat mich erst frustriert, 200 Stunden später fühle ich mich wie Zuhause

Ursprünglich erlebte Sascha Elite: Dangerous mit einer Mischung aus Faszination, Langeweile und nackter Angst. Inzwischen ist er dem Spiel vollkommen verfallen.

Anfangs konnte sich Sascha nicht vorstellen, dass er Elite: Dangerous so lieben könnte wie nach 200 Stunden im Spiel. Anfangs konnte sich Sascha nicht vorstellen, dass er Elite: Dangerous so lieben könnte wie nach 200 Stunden im Spiel.

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Ich wünschte, ich könnte nachvollziehbar beschreiben, was Elite: Dangerous mit mir macht. Seit Jahrzehnten waren Videospiele immer meine Flucht vor der Realität, dem Alltag und vor mir selbst. In Spielen kann ich sein, wer oder was ich will, kann unvorstellbare Dinge tun, die im richtigen Leben niemals möglich wären. Sie sind mein »Happy Place«, wenn ich mich zurückziehen will, weil die Welt um mich herum zu laut und zu deprimierend ist.

Und die Zuflucht meiner Wahl ist seit Wochen ausgerechnet dieses halbgare, frustrierende, unvorstellbar umständliche Elite: Dangerous. Dort war ich anfangs vollkommen hilflos und überfordert, verstand nichts, kam ohne Autopilot kaum aus der Raumstation. Mittlerweile führe ich dort eine Art virtuelles Leben.

Ich habe meinen Alltag im Spiel, habe mir einen Job ausgesucht, kenne mich in meiner Ecke der Galaxie aus und beherrsche mein Schiff, die MARDUK, völlig blind. Das ist auch gut so, sonst wäre ich in VR ziemlich aufgeschmissen.

Ich fliege komplett manuell, starte und lande das Teil von Hand, irgendwelchen Docking-Computern traue ich nicht. Dieses Schiff liebe ich, ich fühle mich darin wohl und würde darin pennen, wenn ich könnte. Dabei ist es der wahrscheinlich hässlichste Pott im gesamten Spiel, aber das macht mein virtuelles Zuhause nur noch reizvoller für mich.

Der Autor

Sascha Penzhorn spielt bevorzugt in VR. An manchen Tagen verbringt er acht oder mehr Stunden am Stück unterm Headset, er wird davon nicht seekrank und bekommt überhaupt nicht genug davon, seine Spiele hautnah zu erleben. Trotzdem ist er überzeugt davon, dass VR niemals massentauglich sein und für immer ein Nischending bleiben wird. Elite: Dangerous beäugte er anfangs nur misstrauisch, die Odyssey-Erweiterung erntete von ihm einen Verriss, zu dem er weiterhin steht. Doch in über 200 Stunden mit dem Hauptspiel entwickelte sich unerwartet Liebe und eine gewisse Sucht. Das liegt zu einem bedeutenden Teil an der hervorragenden VR-Unterstützung für das Spiel – zumindest abseits von Odyssey.

Die Type-10 Defender aus Elite: Dangerous ist so sexy und ergonomisch geformt wie ein Backstein, aber ich liebe sie. Die Type-10 Defender aus Elite: Dangerous ist so sexy und ergonomisch geformt wie ein Backstein, aber ich liebe sie.

Penzhorn’s Moving Castle

Die MARDUK ist eine Type 10 Defender. Das ist ein zur mobilen Waffenplattform konvertierter schwerer Frachter, bei dem sämtlicher Stauraum für Panzerung und Waffenhalterungen draufging. Das Ding ist riesig, klobig, maximal uncool. Die Community bezeichnet es spöttisch als Meme-Ship.

In seiner Preisklasse bekommt man Schiffe, die haben wesentlich besseres Handling, viel schickere Designs und mehr Einsatzmöglichkeiten als die Type 10. Aber genau darum mag ich dieses Schiff so sehr – es wird größtenteils ignoriert, nicht so ganz ernst genommen und gelegentlich unterschätzt.

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