Erfolglos an der Kinokasse - Justice League lief sogar noch schlechter als Man of Steel

Nach einem enttäuschenden Kinostart verabschiedet sich der schwächste DC-Film nun aus den Lichtspielhäusern. Ist Justice League der schlechteste DCEU-Film?

von Vera Tidona,
20.03.2018 18:05 Uhr

Justice League - Finaler Trailer mit Batman, Superman, Wonder Woman & Co. 2:50 Justice League - Finaler Trailer mit Batman, Superman, Wonder Woman & Co.

Während Marvel mit seinen Comic-Verfilmungen einen Kinohit nach dem anderen produziert und fast schon regelmäßig die Eine-Milliarde-Dollar-Marke an den Kinokassen knackt, sieht es beim größten Konkurrenten DC Comics nicht gut aus. Im Gegensatz zu den beliebten Marvel-Helden Iron Man, Hulk, Thor und Captain America können die Comic-Verfilmungen mit Batman, Superman & Co. beim Publikum nicht wie gehofft punkten.

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Die rote Laterne für Justice League

So zeigt es sich, dass der letzte DC-Film Justice League trotz der populären Superhelden den schwächsten Kinostart im DC Extended Universe hinlegte. Im Hinblick auf den baldigen Release der DVD und Blu-ray fürs Heimkino steht nun fest: Justice League kommt weltweit auf gerade einmal 657 Mio. Dollar Kino-Einnahmen.

Die Rangliste der Comic-Verfilmungen aus dem DCEU (laut BoxOfficeMojo):

  1. Batman v Superman: Dawn of Justice (2016) mit $873 Mio.
  2. Wonder Woman (2017) mit $821 Mio.
  3. Suicide Squad (2016) mit $746 Mio.
  4. Man of Steel (2013) mit $668 Mio.
  5. Justice League (2017) mit $657 Mio.

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In den US-Kinos sieht es nicht besser aus

In den US-Kinos sieht es ähnlich dramatisch aus: Hier kommt Justice League als Schlusslicht der Filmreihe auf gerade einmal rund 229 Mio. Dollar Kino-Einnahmen. Dem stehen schätzungsweise rund 300 Mio. Produktionskosten gegenüber, ohne die Marketingkosten eingerechnet.

Hinzu kommt die turbulente Entstehungsgeschichte des Films: Nach dem Rückzug von Regisseur Zack Snyder während der Filmarbeiten springt Joss Whedon als neuer Regisseur ein. Es folgte eine komplett neue Ausrichtung des Films, massive Änderungen am Drehbuch und der damit einhergehenden Nachdreharbeiten. Das Ergebnis kam jedoch weder bei den Kritikern noch den Comic-Fans gut an. Nach den vielen negativen Kritiken folgte ein eher enttäuschender Kinostart im November letzen Jahres.

Nun hofft das Filmstudio Warner Bros., dass der Erlös aus den Heimkino-Verkäufen noch etwas Geld in die Kasse spülen wird. Währenddessen fordern zahlreiche Fans per Petition einen Zack Snyder Director's Cut des Films, der wohl nie erscheinen wird.

Eine weitere Neuausrichtung des DCEUs?

Inzwischen hat Warner intern auf den enttäuschenden Kinostart von Justice League reagiert und personelle Änderungen für die Verantwortlichen des DCEU vorgenommen. Erst letztes Jahr wurde nach Suicide Squad und den negativen Kritiken zu Batman v Superman der DC Comic-Autor Geoff Johns als neuer kreativer Kopf des Filmuniversums berufen. Zwar bleibt Johns jetzt weiterhin dem DCEU erhalten, wurde jedoch kurz nach dem Kinostart von Justice League als verantwortlicher kreativer Kopf von Produzent Walter Hamada (Stephen Kings ES) abgelöst.

Derzeit stehen die vielen angekündigten und geplanten DC-Comic-Verfilmungen auf dem Prüfstand. Es gibt zwar Pläne für viele weitere DC-Filme. Jedoch ist noch völlig unklar, ob auch alle tatsächlich kommen werden.

Einzig fest stehen die derzeit in Produktion befindlichen Filmen Aquaman (Kinostart am 20. Dezember 2018), Shazam! (2019) und Wonder Woman 2 (2019).

Mehr dazu: Die meisterwarteten Comic-Verfilmungen bis 2020


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