Fallout 76 - Alles zum PvP: Wer wehrlose Spieler erschießt, wird ein gesuchter Mörder

Der PvP in Fallout 76 schützt Spieler, die keinen Bock auf PvP haben. Wer jeden erschießt, ist bald ein gesuchter Mörder mit saftigem Kopfgeld.

von Elena Schulz,
11.08.2018 19:43 Uhr

Wer in Fallout 76 im PvP wehrlose Spieler tötet, muss sich dafür im Spiel verantworten.Wer in Fallout 76 im PvP wehrlose Spieler tötet, muss sich dafür im Spiel verantworten.

Fallout 76 mischt PvE und PvP. Das weckte bei vielen Spielern die Angst vor Griefern, also hochrangigen Spielern, die rumlaufen und niedrigrangige Spieler einfach töten, um ihnen die Lust am Spiel zu nehmen. Auf der QuakeCon 2018 erklärten die Entwickler nun wie der PvP funktioniert und wie sie dieses Problem vermeiden wollen.

Zunächst soll man nicht einfach jemanden aus dem Hinterhalt oder großer Entfernung erschießen können. Der erste Schuss macht kaum Schaden und ist mehr wie eine Einladung zum Kampf zu verstehen. Erst wenn man dann weiter macht und näher kommt, richtet man mehr gegen andere Spieler aus.

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Wer sich mit höherleveligen Spielern anlegt und sie besiegt, erhält eine größere Belohnung. Wird man besiegt, erhält man wiederum die doppelte Belohnung, wenn man Rache nimmt und den Schuldigen erledigt. Das soll dem PvP eine spannende Dynamik verleihen.

Laut Todd Howard sollen sich die Begegnungen mit Spielern immer bedeutsam anfühlen, weil man nicht weiß, was einen erwartet. Das Aufeinandertreffen mit anderen Spielern ersetzt dann sozusagen die herkömmliche Geschichte der Fallout-Spiele, weil es in Fallout 76 keinerlei NPCs und damit auch keine Dialoge von Bethesda gibt. Unterhalten kann man sich über Voice-Chat im Team oder auch über einen offenen Voice-Chat mit allen Spielern in der näheren Umgebung.

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Wer ungefragt tötet, handelt sich nur Ärger ein

Aber was ist, wenn man keine Lust auf PvP hat? Auch dafür hat der Entwickler eine Lösung. Zwar kann man den PvP nicht abstellen, man kann sich aber weigern, indem man nicht zurückschießt. Wird man dann getötet, erhält der Übeltäter keine Belohung. Im Gegenteil: Er wird als Mörder gesucht und erscheint für alle Spieler als roter Stern auf der Karte. Erledigt man ihn, gibt es ein schönes Kopfgeld, das der Gesuchte auch noch mit Kronkorken aus eigener Tasche bezahlen muss. Er selbst sieht seine Jäger nicht auf der Karte angezeigt. Schon vorher war bekannt, dass Spieler auf den ersten vier Rängen im PvP gewissermaßen unsterblich sind, um sie zu schützen.

Damit wollen die Entwickler »Idioten«, die anderen das Spiel vermiesen wollen, zu einem spannenden Gameplay-Element machen. Tötet man andere Spieler, gibt es neben Kronkorken auch ihren Müll als Belohnung, den man für das Bauen von Camps und Rüstungen benötigt.

Man kann seine Waffe übrigens extra auf pazifistisch gegenüber Spielern stellen. Das sorgt dafür, dass andere Spieler nicht einfach in einem PvE-Kampf vor unsere Flinte hüpfen können, um PvP zu provozieren. Die Waffen-Balance wird im Vergleich zum PvE außerdem angepasst. Schwache Waffen wie Messer machen mehr schaden und wuchtige Kanonen weniger. Das V.A.T.S. ist wiederum vom Perception-Skills abhängig und wird nur wirklich nützlich, wenn wir Punkt in ihn investieren.

Zusätzlich zum PvP wurde auf der QuakeCon auch das neue Charakter-System vorgestellt. Bei dem dürfen jetzt Perks über Karten verteilen. Alle weiteren Infos zu Fallout 76 könnt ihr in unserer Preview nachlesen.

Fallout 76 - Vault-Boy-Trailer von der QuakeCon 2018 stellt das Perk-System vor 2:41 Fallout 76 - Vault-Boy-Trailer von der QuakeCon 2018 stellt das Perk-System vor


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