Als ihr euch in Fallout: New Vegas am Ende für eine Fraktion entscheiden musstet, wen habt ihr genommen? Habt ihr die Kontrolle über den Strip Caesar’s Legion oder New California Republic (NCR) überlassen? Oder habt ihr euch entweder mit Mr. House oder Yes Man verbündet?
Seit Jahren beschäftigt Fans die Frage nach dem perfekten Ende für das vierte große Hauptspiel der Rollenspiel-Reihe. Umso gespannter waren sie, als Amazon enthüllte, dass es in Staffel 2 der Fallout-Serie nach New Vegas geht.
Es wurde viel spekuliert, welches Ende denn nun in der Live-Action-Welt Kanon sein wird. Jetzt kennen wir endlich die Antwort: gar keins.
Krieg, Krieg, den gewinnt jeder
In einem Interview mit IGN machen Showrunnerin Geneva Robertson-Dworet und der ausführende Produzent Jonathan Nolan reinen Tisch. Von Anfang an war für die beiden und ihren Kollegen Graham Wagner klar, dass sie sich aus der Kanon-Diskussion heraushalten und die Erfahrungen aller Spieler ehren.
Ihren eigenen Ansatz nennen sie »der Nebel des Krieges.« Der bietet ihnen die beste Möglichkeit, um die Kanon-Frage »ein wenig zu umgehen.« Genau sagt Robertson:
Das war eine sehr frühe Entscheidung, die Graham, Jonah und ich gemeinsam getroffen haben. Nämlich dass wir in unserer Serie so weit wie möglich versuchen wollten, die Erfahrungen aller Spieler und alle Entscheidungen, die sie beim Spielen treffen können, zu würdigen. Deshalb wollten wir es immer vermeiden, ein einziges kanonisches Ende zu einem Ende zu machen, das zu den Ereignissen der Serie führte.
Nolan ergänzt derweil, wie genau die Problematik eines kanonischen Endes denn nun umgangen wurde. In Staffel 2 denken jetzt alle Parteien, dass sie den Konflikt am Hoover-Staudamm gewonnen haben.
Wir hatten die reizvolle Idee, dass am Ende eines Konflikts, 15 Jahre später, jede Fraktion denken könnte, sie habe gewonnen. Das hat meiner Meinung nach etwas Poetisches.
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Fans zeigen gemischte Reaktionen
Auf Reddit wird die Lösung der Produktion bereits heiß diskutiert. Während einige die Entscheidung als »den richtigen Weg« betiteln, sind andere mehr als unzufrieden. Sie fragen sich, warum man sich dann überhaupt für New Vegas als Handlungsort entschieden hat.
Hier sind ein paar Beispiele:
- »Ich denke, das ist auch der richtige Weg, um es zu versuchen. Ich hoffe nur, dass dadurch nicht eine Menge Fragen zur Weltgestaltung aufkommen und wir uns über den Zustand der Welt unsicher sind.« - User spiceunerfherdeguy
- »Die Frage ist, wie sie das schaffen wollen. Nolan sagte: »Sie alle glauben, sie hätten gewonnen«, aber das klingt eher so, als hätten sie alle gegen eine Naturkatastrophe verloren, die wir ihnen aufgezwungen haben.« - User RedviperWangchen
- »Ich weiß nicht, warum sie ausgerechnet New Vegas gewählt haben, obwohl sie aus allen möglichen Schauplätzen wählen konnten, sogar solchen mit bestätigten Enden.« - User Jwabalaba
- »Ich bin absolut nicht damit einverstanden, das macht die Entscheidungen sinnlos. Vielleicht bin ich ein alter Mann, der gegen Windmühlen kämpft, aber für mich liegt der Reiz von Fallout darin, dass Entscheidungen und ihre Konsequenzen eine Rolle spielen. Hoffentlich werde ich eines Besseren belehrt, aber das ist kein Respekt gegenüber den Spielern, sondern Angst vor ihrer Gegenreaktion. Ugh.« - User dej0ta
Wie genau das Szenario »Alle denken sie haben gewonnen« aussieht, werden wir ab dem 17. Dezember 2025 auf Amazon Prime Video sehen. Denn dann startet Staffel 2 von Fallout und uns erwartet jede Woche eine neue Folge aus dem Ödland.
Die Wartezeit könnt ihr euch bis dahin mit unseren Fallout-Artikel vertreiben, die wir euch in der obigen Box verlinken.
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