GameStop Deutschland ist nun endgültig am Ende: Wie Gameswirtschaft.de berichtet, schließen am heutigen Donnerstag die letzten Stores an zehn Standorten im Bundesgebiet (Bochum, Dortmund, Essen, Leipzig, Nürnberg, Oberhausen, Trier, Erfurt, Braunschweig und Aschaffenburg).
Damit ist die Ära des GameStop-Geschäfts in Deutschland endgültig vorbei.
Angekündigt wurde der vollständige Rückzug und die Entlassung von rund 500 Beschäftigten im November 2024, nachdem im Vorjahr bereits zahlreiche hiesige Stores geschlossen worden waren.
Der deutsche Online-Shop von GameStop wurde ebenfalls eingestellt und ist seit dem 10. Januar nicht mehr zu erreichen.
Aufstieg und Fall von GameStop
Die Handelskette GameStop war in den 2000er Jahren stark expandiert und begann Außenstellen und Tochtergesellschaften in über sechs Ländern außerhalb der USA zu eröffnen.
Ein besonderes Merkmal der GameStop-Shops weltweit war die Option von Wiederverkauf und Tausch gebrauchter Spiele und Konsolen, wodurch Kunden oft deutlich unter dem üblichen Marktpreis an neue Spiele kamen.
In den 2010er-Jahren wurden bereits zahlreiche Standorte aufgrund wirtschaftlicher Probleme geschlossen. Verschärft wurde die Krise nach Unternehmensangeben durch die Covid-Pandemie sowie die zunehmende Verlagerung der Branche auf digitale Käufe und Abo-Modelle wie Game Pass
2021 kam es zu einer künstlich herbeigeführten kurzzeitigen Kursexplosion der GameStop-Aktie, die für große Schlagzeilen, politischen Ärger und eine große Klage sorgte.
Garantiefälle nur noch bis März
GameStop-Kunden in Deutschland, die noch Garantiefälle geltend machen oder Gutscheine einlösen wollen, sollen sich bis Ende März mit dem entsprechenden Kundenservice in Verbindung setzen.
GameStop hatte sich bereits 2023 aus dem Österreich-Geschäft vollständig zurückgezogen. Wie es mit GameStop in anderen Ländern weitergeht, bleibt abzuwarten.
Einschlägige Börsenwebseiten berichten aktuell einen monatlichen Marktwertverlust von rund 15 Prozent für das Unternehmen - ohne Perspektive auf Besserung. Ein Versuch, sich durch einen NFT-Marktplatz ein Standbein im Blockchain-Bereich aufzubauen, war 2024 gescheitert.
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