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Gears 5 im Test - Die Definition eines Action-Blockbusters

Gears 5 setzt im Test auf die brachialen Kernstärken der Reihe, probiert sich aber auch an Neuerungen wie Open-World- und Rollenspiel-Elementen. Wir analysieren, was davon wie gut funktioniert.

von Robin Rüther,
04.09.2019 15:01 Uhr

Gears 5 im Test - Der spektakulärste Shooter des Jahres 7:52 Gears 5 im Test - Der spektakulärste Shooter des Jahres

Marcus Fenix ist alt geworden. In seinem Gesicht zeichnen sich die Strapazen der letzten Jahre ab. Der Kampf gegen die Locust. Die Verluste. Doch an den Ruhestand ist nicht zu denken: Auf die Locust folgte der Schwarm. Die Menschen sind wieder einmal im Krieg gegen einen Gegner mit schier unendlich vielen Larven, Scions und anderen monsterartigen Kreaturen.

Aber nicht nur Marcus ist alt geworden. Auch die Gears-of-War-Reihe ist mit dem Erscheinen von Gears 5 fast 13 Jahre alt. Da stellt sich die Frage: Machen die Kernstärken der Reihe - Laufen, Deckung suchen, schießen, zur nächsten Deckung laufen, noch mehr schießen und zwischendurch mal kettensägen - auch heute noch Spaß?

Diese Frage haben sich wohl auch die Entwickler des neuesten Serienteils gestellt und versucht mit mehreren größeren Neuerungen, Wind in die Serie zu bringen. Das funktioniert teils großartig, teils nur bedingt.

Wo bekommt man Gears 5 überhaupt?

Anders als bei vielen anderen Microsoft-Spielen setzen die Entwickler bei Gears 5 direkt zum Launch auf möglichst viele Vertriebsplattformen. Ihr könnt das Spiel auf Steam erwerben, alternativ natürlich über den Windows Store oder ganz klassisch als Ladenversion. Doch darüber hinaus gibt's auch die Möglichkeit, den auf dem PC recht jungen Game Pass Ultimate zu abonnieren, um das Spiel im Rahmen einer monatlichen 12-Euro-Gebühr in der Vollversion zu zocken. Und wer die digitale Xbox-Fassung erwirbt, erhält die PC-Version automatisch dazu.

Es wird nicht langweilig!

Die Handlung von Gears 5 ist schnell zusammengefasst: Der Schwarm, ein Volk aus teils humanoiden, teils insektenartigen Kreaturen, führt einen Krieg gegen die Menschen. Im Vordergrund der Kampagne stehen wie schon im Vorgänger JD, Kait und Del und Marcus, die sich mit großen Wummen und dicken Rüstungen gegen die Brut behaupten.

Das Gegnerdesign ist durchweg gelungen und abwechslungsreich. Wir müssen unseren Spielstil stets an den Schwarm anpassen.Das Gegnerdesign ist durchweg gelungen und abwechslungsreich. Wir müssen unseren Spielstil stets an den Schwarm anpassen.

Und hier spielt Gears 5 die bekannten Stärken der Reihe aus. Gears 5 ist ein Spiel, das sich trotz seines recht starren Gameplay-Korsetts aus Laufen und Ballern nie eindimensional anfühlt. Das merkt man bereits in den ersten Kapiteln der in vier Akte aufgeteilten und komplett im Koop spielbaren Kampagne: Mal spielen wir einen klassischen Deckungsshooter, in dem wir einen Gegner nach dem anderen mit einer ordentlichen Dosis Kugeln niederstrecken und anschließend mit Kettensäge ins Pixel-Jenseits schicken.

Dann finden wir uns in einer Art Horror-Szenario wieder: Dutzende kleine Schwarmkreaturen, sogenannte Larven, springen uns in einem engen Tunnel entgegen und zwingen uns zurück. Haben wir das überlebt, schleichen wir an infizierten Robotern vorbei und entreißen ihnen in bester Stealth-Manier ihre Antriebskerne - alternativ könnten wir sie aber auch jederzeit über den Haufen schießen.

Die Umgebung ist nicht nur Kulisse, sondern eine Erweiterung unseres Waffenarsenals: Wir aktivieren einen Tank und verbrennen Gegner mit heißem Dampf. Im Sturm bläst der Wind unsere Granaten weg, aus dem Himmel zucken Blitze und erschaffen wenige Meter vor uns neue Deckung. In Schneegebieten schießen wir das Eis von zugefrorenen Seen auf und lassen den Schwarm ertrinken. Und an Geschütztürmen entledigen wir uns gleich ganzen Armeen von Gegnern. Der Einfallsreichtum der Entwickler ist beeindruckend.

Kreative Schlachtfelder: Hier kämpfen wir im Theater, die Drehscheibe in der Mitte ist ständig in Bewegung.Kreative Schlachtfelder: Hier kämpfen wir im Theater, die Drehscheibe in der Mitte ist ständig in Bewegung.

Kein Pay2Win in Gears 5

In Gears 5 gibt es einige Mikrotransaktionen. Für die Echtgeld-Währung Eisen könnt ihr euch Skins und Boosts kaufen, mit denen ihr für eine bestimmte Zeit mehr Erfahrungspunkte am Ende eines Multiplayermatches erhaltet. In den Koop-Modi Horde und Escape levelt ihr so eure Figuren schneller auf, grundsätzlich lassen sich alle Fähigkeiten aber auch ohne Boost freispielen. Im Versus-Modus könnt ihr keinerlei Fähigkeiten oder Waffen freischalten, alle Spieler starten hier unter den gleichen Voraussetzungen.

Über DLCs und die Ultimate-Edition schaltet ihr weitere Charaktere für die Koop-Modi frei, die eigene Talente und Fähigkeiten besitzen, allerdings nichts übermächtig sind. Da die Spielbalance so nicht beeinträchtigt wird und kein Vorteil gegenüber nichtzahlenden Spielern besteht, liegt bei Gears 5 kein Pay2Win vor nach unserer Definition.

Kreatives Gegnerdesign

Beeindruckend sind ebenfalls Gegnerdesign und -vielfalt. Zu den bereits aus Teil 4 bekannten Schergen des Schwarms reihen sich auch einige neue Kreaturen, die sich irgendwo zwischen »widerlich«, »grotesk« und »furchteinflößend« einordnen.

Unser Favorit: Ein fliegender Schwarm aus monströsen Blutegeln, der in wilden Formationen durch die Luft jagt, auf seine Opfer hinabstürzt und sie entweder zerfetzt oder in »Schwarm-Zombies« verwandelt. Einzelne Egel kriechen über den Boden zu uns und explodieren, wenn wir sie sie nicht vorher mit ein paar Kugeln aufplatzen lassen.

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein Schwarm widerlicher Blutegel!Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein Schwarm widerlicher Blutegel!

Die riesigen Schwarm-Geschöpfe sind nicht minder beeindruckend: Im Kampf gegen Zwischen- und Endbosse wie einen haushohen und von Felskristallen gepanzerten Riesen ist immer wieder auch etwas Taktik gefragt. Mussten wir gegen die Blutegel stets in Bewegung bleiben und mit Ausweichrollen Sturzflügen entkommen, wäre es gegen den Kristallriesen tödlich, die Deckung zu verlassen.

Denn der Koloss setzt uns mit zwei Geschützen unter Dauerfeuer. Da die Umgebung aber auch teilweise zerstörbar ist, können wir uns nie wirklich sicher fühlen, was den Spannungspegel in den Schießereien auf einem deutlich höheren Niveau hält als in den vorherigen Serienteilen.

Die Gegnervielfalt sorgt ebenfalls dafür, dass wir uns nie auf eine einzige Taktik festlegen können und stattdessen das breite Waffenarsenal von Gears 5 voll ausreizen sollten. Neben dem klassischen Kettensägen-Lancer bietet uns das Spiel Schrotflinten, Revolver, Scharfschützengewehre, Maschinenpistolen, Kettensägen- und Granatwerfer, Miniguns, Kryowaffen, Nahkampkeulen und mehr an.

Neben kleineren Gegnern kämpfen wir auch gegen riesige Minibosse.Neben kleineren Gegnern kämpfen wir auch gegen riesige Minibosse.

Die Action präsentiert sich dabei in einer bombastischen Grafikpracht, die wir auf dem PC über zahlreiche Optionen frei anpassen können. Die FPS sind auf der Xbox One X auf 60 beschränkt, auf dem PC gibt es keine Framerate-Grenze. Das Zielen geht dank Maussteuerung einfach von der Hand, wir können die Steuerung zudem frei belegen. Wer mag, kann aber auch mit Gamepad spielen.

Ein blecherner RPG-Sidekick

Auch außerhalb der Kämpfe spielt Gears 5 mit seinem Action-Blockbuster-Charme: Die Zwischensequenzen und geskripteten Events sind fantastisch inszeniert und lassen stellenweise selbst Hollywood vor Neid erblassen. Die Hauptfiguren lassen einen humorvollen Spruch nach dem anderen ab und sorgen so für eine angenehme Portion Comic Relief neben dem doch eigentlich ziemlich düsteren Setting.

Ebenfalls etwas Comic Relief, vor allem aber eine wichtige neue Spielmechanik, ist der fliegende Roboter Jack. Der begleitet uns über die gesamte Kampagne und unterstützt uns mit seinen Fähigkeiten, die wir wie in einem Rollenspiel Light nach und nach freischalten.

Die Fähigkeiten von Roboter Jack bauen wir wie in einem RPG aus.Die Fähigkeiten von Roboter Jack bauen wir wie in einem RPG aus.

Darunter fällt etwa ein Scanner, der nahe Gegner aufdeckt und markiert oder ein Lichtblitz, der einen Gegner betäubt und aus der Deckung scheucht. In der Spielwelt finden wir neben Sammelobjekten, die die Hintergrundgeschichte anreichern, auch Komponenten, mit denen wir Jacks Fähigkeiten weiter ausbauen und beispielsweise deren Länge verbessern.

Der Bot bringt uns außerdem Munition und Waffen, wenn wir auf sie zeigen, sodass wir auch in brenzligen Situationen unsere sichere Deckung nicht verlassen müssen. Wir schicken ihn außerdem regelmäßig durch Lüftungsschächte, damit er Schalter bedienen und Zugänge öffnen kann und nutzen seine Fähigkeiten, um seichte Rätsel zu lösen - beispielsweise tarnen wir uns, um nicht von Lasern erfasst zu werden.

Trotz all seiner Talente: einen wirklichen Mehrwert hat die Blechbüchse nicht. Die Rätsel fühlen sich aufgezwungen an und eher lästig an. Die Kämpfe bekommen durch ihn zwar eine weitere Komponente, funktionieren aber auch ohne ihn ausgezeichnet. Daraus folgt: Wer keine Lust auf Jack hat, kann die Suche nach Komponenten ignorieren und das gut getaktete Tempo der Kampagne genießen. Das gilt auch für die zweite große Neuerung.

In den Kämpfen ist immer etwas los. Während wir hier auf einen Feind schießen, fliegen uns plötzlich Trümmer um die Ohren.In den Kämpfen ist immer etwas los. Während wir hier auf einen Feind schießen, fliegen uns plötzlich Trümmer um die Ohren.

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