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Seite 2: Green Hell im Test – Wenn Survival richtig eklig wird

Frei zu leben, frei zu sterben

Hier steht uns die ganze Amazonas-Karte zur Verfügung und wir haben - außer zu überleben - keine übergeordneten Spielziele. Und hier glänzt Green Hell als eines der besten Einzelspieler-Survivalspiele neben Subnautica und The Forest.

Man merkt Green Hell an, dass es sich stark vom Horror-Survivalspiel The Forest inspirieren lässt. Die Ähnlichkeiten betreffen vor allem das Notizbuch, aus dem heraus wir Blaupausen für Bauten in der Spielwelt platzieren, die wir dann mit benötigten Ressourcen füttern. Außerdem setzt Green Hell auf ein diegetisches Inventar- und Crafting-System. Wir sehen also statt einem öden Menü alle gesammelten Items in einem Rucksack und kombinieren Zutaten auf einer Crafting-Unterlage, um etwas herzustellen. In beiden Spielen erhöht das die Immersion und lässt die Survival-Erfahrung glaubhafter erscheinen.

Bei Spielstart fangen wir ganz klein an. Gut, wir haben zumindest immer unsere praktische Smartwatch dabei, die mit Uhrzeit, einem Kompass und einem Nährstoff-Messgerät daherkommt, welches unsere Bedürfnisse anzeigt. Und wir lernen dieses Stück Technik im sonst weitgehend naturbelassenen Amazonas-Regenwald schnell zu schätzen - abgesehen davon starten wir aber ohne Items.

Echte Handarbeit: Wir lernen, in Steinzeitmanier ein Lagerfeuer mit Ästen aufzubauen und dann mit trockenem Vogelnest und Feuerbohrer eine Glut zu entfachen. Echte Handarbeit: Wir lernen, in Steinzeitmanier ein Lagerfeuer mit Ästen aufzubauen und dann mit trockenem Vogelnest und Feuerbohrer eine Glut zu entfachen.

Die Spielwelt präsentiert sich lebendig und wimmelt vor kleinen Tieren wie niedlichen Gürteltieren, bunten Paradiesvögeln und flinken Echsen. Aber auch gefährliche Klapperschlangen und Jaguare durchstreifen den Regenwald. Somit sperren wir die Ohren stets nach gefährlichen Geräuschen auf und wählen jeden Schritt mit Bedacht.

Müssen wir uns trotzdem mal zur Wehr setzen, fällt jedoch negativ auf, dass sich das Kampfsystem zu schwerfällig anfühlt. Schläge mit der selbstgebauten Axt wirken unpräzise und gehen manchmal ins Leere, obwohl wir eigentlich hätten treffen müssen. Hier wäre mehr Polishing schön gewesen.

Der Kampf gegen kriegerische Ureinwohner fühlt sich schwerfällig an. Am liebsten meiden wir die rotbemalten Krieger und brechen ein Lager auch schon mal ab, um ihnen zu entkommen. Der Kampf gegen kriegerische Ureinwohner fühlt sich schwerfällig an. Am liebsten meiden wir die rotbemalten Krieger und brechen ein Lager auch schon mal ab, um ihnen zu entkommen.

Nacktes Überleben

Aber Raubtiere sind längst nicht unsere einzige Sorge. Green Hell versteht sich als richtige Survival-Simulation, und das heißt: Ernährung ist alles! Und damit meinen wir nicht einfach nur regelmäßig futtern, um satt zu bleiben. Nein, wir müssen bei der Nahrungsaufnahme auf die richtige Balance zwischen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen achten - und zudem stets genügend trinken.

Für Eiweiß stellen wir eine Kleintierfalle auf, die wir aus einem großen Stein und Ästen herstellen. Später jagen wir größere Tiere mit Pfeil und Bogen und braten sie über dem Lagerfeuer. Fett bekommen wir zudem von gesammelten Nüssen, Kohlenhydrate von Bananen.

Die Smartwatch bietet eine genaue Übersicht über unsere Bedürfnisse nach Nahrung und Wasser. Lebenspunkte, Ausdauer und geistige Gesundheit dagegen zeigt uns das UI an. Die Smartwatch bietet eine genaue Übersicht über unsere Bedürfnisse nach Nahrung und Wasser. Lebenspunkte, Ausdauer und geistige Gesundheit dagegen zeigt uns das UI an.

Wasser trinken wir möglichst nicht aus Flüssen, sonst fangen wir uns ungesunde Parasiten ein. Lieber halbieren wir eine Kokosnuss mit unserem selbstgebauten Beil und stellen sie auf, um Regenwasser zu sammeln. Das komplexe Nahrungs-System von Green Hell reiht sich in die anderen Aspekte ein, die wir mikromanagen müssen, um im Dschungel zu überleben. Und das ist nicht etwa mühselig und langweilig, sondern hält uns einfach stets beschäftigt und fühlt sich zudem belohnend an.

Nicht bekloppt werden

Geistige Gesundheit spielt in allen bis auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad von Green Hell eine wesentliche Rolle. Etwa verlieren wir ein wenig von unserem Verstand, wenn wir als Eiweißquelle eklige Maden verspeisen. Erbeuten wir dagegen industriellen Käse und nehmen eine zivilisierte Mahlzeit wie daheim zu uns, tut das unserem Seelenheil gut. Wenn die Bildschirm-Anzeige für geistige Gesundheit in den Keller geht, bekommen wir gruselige Halluzinationen, was Green Hell ein Stück weit in ein Horrorspiel verwandelt. Auch The Forest hatte ein vergleichbares Psycho-Feature.

Zudem nagt im wahrsten Sinne etwas an unserem Verstand, wenn wir von Blutegeln befallen werden. Wir kontrollieren also regelmäßig in einer eigenen Spezial-Ansicht unsere vier Gliedmaßen und zupfen die saugenden Viecher manuell mit der Maus ab, woraufhin unsere Spielfigur ein schmerzerfülltes Stöhnen ausstößt - widerlich!

Regelmäßig überprüfen wir unsere Arme und Beine nach Verletzungen und Blutegeln und leiten passende Gegenmaßnahmen ein. Regelmäßig überprüfen wir unsere Arme und Beine nach Verletzungen und Blutegeln und leiten passende Gegenmaßnahmen ein.

Auf ähnliche Weise behandeln wir auch Verletzungen in Green Hell. Hat uns etwa ein Kaiman oder eine Klapperschlange gebissen, finden wir eine Wunde vor, die wir schnellstmöglich geeignet behandeln müssen! Dafür hält unser Notizbuch einige praktische Vorlagen bereit. So suchen wir bei einfachen Wunden eine spezielle Pflanze und stellen daraus einen antiseptischen Verband her. Auch Gegengift bei Schlangenbissen finden wir in der Spielwelt. Es macht richtig Spaß, auf jedes auftauchende Problem in Green Hell nach der richtigen Antwort zu suchen. Vorausgesetzt natürlich, derlei Gameplay trifft euren Geschmack.

Schaffe, schaffe, Speicherpunkt baue

Wer langfristig im Dschungel überleben will, kommt ähnlich wie in The Forest und Subnautica nicht drumherum, eine eigene Basis aufzuschlagen. Die stellt enorm viele hilfreiche Funktionen bereit. Sie dient als Speicherpunkt, wir können ein Bett aufstellen und Ausdauer regenerieren, ein Gerüst zum Trocknen von erjagtem Fleisch und Fisch bauen und einiges mehr.

Der Basenbau in Green Hell ist von The Forest inspiriert, aber nichtsdestoweniger klasse umgesetzt! Neben dem Spaß am Bauen lernen wir dabei auch einiges über Survival-Techniken. Der Basenbau in Green Hell ist von The Forest inspiriert, aber nichtsdestoweniger klasse umgesetzt! Neben dem Spaß am Bauen lernen wir dabei auch einiges über Survival-Techniken.

Das Besondere beim Bauen: Wir lernen tatsächlich, wie man die Gebäude herstellt. Zuerst müssen wir jedes Einzelteil in der Spielwelt finden. Für einen Unterschlupf rammen wir erst zwei dicke Holzscheite in den Boden, bauen dann aus langen Ästen das Gerüst für das Schrägdach, knoten die Äste an den Schnittpunkten mit Lianen zusammen und decken das Ganze dann mit Palmblättern ab. Das macht Spaß und man hat das Gefühl, wirklich etwas über das Überleben in der Wildnis zu lernen.

Auch das Crafting erinnert stark an The Forest. Und auch hier lernen wir etwas, weil wir alle Komponenten etwa für ein Werkzeug händisch zusammenfügen müssen. Auch das Crafting erinnert stark an The Forest. Und auch hier lernen wir etwas, weil wir alle Komponenten etwa für ein Werkzeug händisch zusammenfügen müssen.

Green Hell ist ein sehr gutes Survivalspiel, das aber in puncto Story und Kampfsystem einige Schwächen aufweist. Trotzdem können Fans von The Forest hier endlich mal wieder eine richtige Herausforderung erwarten. Wer gerne lernt und Survival mal aus einer authentischen Perspektive erleben will, dürfte mit Green Hell seine helle Freude haben.

Green Hell - Ankündigungstrailer zum Dschungel-Survival 1:05 Green Hell - Ankündigungstrailer zum Dschungel-Survival

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