Es ist ein Szenario, das wir in den letzten Jahren leider viel zu oft gesehen haben, aber im Fall von Highguard wirkt die Geschwindigkeit des Absturzes besonders brutal.
Der Free2Play-Shooter, entwickelt von ehemaligen Respawn-Veteranen, die an Apex Legends und Titanfall gearbeitet haben, ist erst am 26. Januar 2026 gestartet. Kaum zwei Wochen später scheint der Traum vom neuen Service-Game-Hit bereits geplatzt zu sein, denn Studio Wildlight Entertainment hat eine massive Entlassungswelle eingeleitet.
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Der beste Moment in Highguard: Wir zerlegen eine feindliche Basis in unter 6 Minuten
»Der Großteil des Teams wurde heute entlassen«
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer über LinkedIn, wo betroffene Entwickler ihren Frust und ihre Trauer teilten. Allen voran Level Designer Alex Graner fand deutliche Worte für die Situation.
In einem Post erklärte er, dass er zusammen mit dem »Großteil des Teams bei Wildlight« entlassen wurde. Besonders bitter: Laut Graner gab es bereits fertiggestellte, aber noch unveröffentlichte Inhalte, auf deren Release er sich gefreut hatte. Dass diese nun jemals das Licht der Welt erblicken, ist fraglich.
Wildlight Entertainment hat die Entlassungen mittlerweile in einem offiziellen Statement auf Social Media bestätigt, vermeidet dabei aber konkrete Zahlen.
»Heute haben wir die unglaublich schwere Entscheidung getroffen, uns von einer Anzahl unserer Teammitglieder zu trennen, während eine Kerngruppe von Entwicklern verbleibt, um das Spiel weiterhin zu unterstützen und daran zu arbeiten.«
Unsere Einschätzung: Die Formulierung »Kerngruppe« klingt stark nach minimalem Rumpfbetrieb, der nötig ist, um die Server am Laufen zu halten, während die Weiterentwicklung drastisch zurückgefahren wird. Wenn wirklich »der Großteil« der kreativen Köpfe gehen musste, solltet ihr eure Erwartungen an künftige Content-Updates (wie die geplante Roadmap für 2026) wohl massiv herunterschrauben.
Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind
Zum Launch sah es dabei kurzzeitig gut aus: Rund 100.000 Spieler tummelten sich laut SteamDB gleichzeitig auf den Servern. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuß.
Technische Probleme, Kritik am 3v3-Format (das hektisch durch einen 5v5-Modus ergänzt wurde) und eine generelle Hero-Shooter-Müdigkeit bei vielen Spielern ließen die Zahlen in den Keller rauschen. Zuletzt waren kaum noch 4.000 Spieler gleichzeitig online – zu wenig für ein Spiel, das auf Mikrotransaktionen und volle Lobbys angewiesen ist.
Zudem stand das Projekt von Anfang an unter keinem guten Stern: Der Reveal bei den Game Awards 2025 im Dezember erntete überwiegend negative Reaktionen, und das Marketing konnte nie wirklich einen Hype entfachen, der über die ersten Tage nach der Veröffentlichung hinausging.
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