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Fazit: Hitman 3 angespielt: Dieses Spiel verdient mehr Aufmerksamkeit

Fazit der Redaktion

Dimitry Halley
@dimi_halley

Selbst als Fan ist es mir schwergefallen, mich im Vorfeld für Hitman 3 zu begeistern. Denn der erste Trailer macht schnell klar: Ihr bekommt hier schlicht mehr von dem, was es die letzten Jahre bereits gab. Neue Schauplätze, aber gleiches Gameplay, gleiche Marotten. Und die ersten zwei Level bestätigen diesen Eindruck: Dartmoor und Dubai lassen sich ziemlich rasch durchspielen, wenn ich's drauf anlege. KI, Technik, Waffenverhalten - all das bleibt auf dem Niveau des Vorgängers, und die neue Kamera wirkt aufgesetzt und überflüssig. Die Tricks von früher funktionieren eins zu eins: Münzen werfen, Wachen ausschalten, Kamerasysteme löschen, Story-Gelegenheiten abklappern. Wer sich wie ich an Hitman (2016) und Hitman 2 Dutzende Stunden sattgespielt hat, wird den eigenen Appetit erstmal selbst wieder anregen müssen.

Und trotzdem hocke ich am Ende der Demo vor dem Bildschirm und denke mir: Verdammt, ich will weiterspielen! Denn Hitman 3 erbt natürlich auch alle Stärken der Vorgänger, ergänzt sie um umfangreichere Nebenmissionen innerhalb der eigentlichen Aufträge. Besonders Dartmoor fordert den Attentatskünstler in mir heraus: In den dunklen Sümpfen und noch dunkleren Flügeln des alten Anwesens gibt es so viel zu entdecken, so viel zu experimentieren. Und rauszufinden, wer hier wen ermordet hat, ist tatsächlich gar nicht so einfach.

Was ich damit sagen will: Hitman 3 spielt den Ball sehr konservativ. Und das hat Vor- und Nachteile. Ein Gameplay-Gerüst von 2016 lässt das Feuer 2021 einfach nicht mehr so hell lodern wie damals - selbst bei Fans. Aber IO Interactive kreiert hier dennoch handwerklich herausragende Missionen, Herausforderungen und Hitman-Fantasien. Wer sich darauf einlässt, verliert sich zumindest in der Demo direkt wieder im Sog aus »Hmm, kann ich das da runterstürzen lassen?«. Und das ist super! Aber ich sehe das Risiko, dass Hitman 3 sich mit seinem konservativen »More of the same« niemals den Platz im Rampenlicht erkämpft. Wäre wirklich schade drum.

Mary Marx
@zaizencosplay

Anders als Kollege Dimi freue ich mich schon seit der ersten Ankündigung mörderisch auf Hitman 3. Das grundsolide Konzept von »Töte deine Zielperson, egal wie« funktioniert für mich immer und in meinen Augen braucht es da auch keine bahnbrechenden Innovationen. Ein Spiel, das sich traut, auch mal nicht alles anders zu machen, muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Ganz nach dem Spruch »Never Change a Killing System«.

Auf der einen Seite beweist Hitman in seiner konservativen Entscheidung Mut, auf der anderen Seite nimmt es sich dadurch aber auch eine unglaublich große Chance. Denn während es zwar keine gigantischen Neuerungen braucht, hätte man die Zeit für das Trilogie-Finale nutzen sollen, um an den Ecken und Kanten zu schleifen, an denen man sich schon seit 2016 immer schmerzhaft den Zeh stößt. Nehmen wir beispielsweise die KI. Die soll zwar berechenbar, aber nicht vollkommen dumm sein. So schüttle ich bis heute den Kopf, dass meine Zielpersonen keinen Verdacht schöpfen, wenn auf einmal ihre engsten Vertrauten ein zwei Meter großer Schrank mit Barcode-Tattoo sind oder dass ich seelenruhig Leichen in eine Gefriertruhe stecken kann, während einen Meter weiter ein Mitarbeiter munter vor sich hinbrabbelt und mich nicht bemerkt, weil er mir den Rücken zugewandt hat.

Statt schlauerer KI gibt es dafür eine Digitalkamera, die Agent 47 mit sich führt. Ich meine ... wir haben 2021 - wer von euch macht denn noch Fotos mit einer Digicam (und fällt damit nicht auf)! Und warum hat unser Superagent zwar einen Fallschirm, kann Computer und Server hacken, führt aber kein Smartphone mit sich? Mit so einem kleinen Gerät hätte man doch eine ganze Reihe an spannenden Möglichkeiten ins Spiel speisen können, als mit veralteter Kameratechnik.

Aber ihr seht schon: Der Agent in mir meckert auf hohem Niveau, während er trotzdem voller Freude den nächsten armen Tropf in den Schrank befördert und ihm seine Hose klaut. Ich weiß nach diesen zwei Missionen, dass mir Hitman 3 ebenso viel, wenn nicht sogar danke Ideen wie dem Murder-Mystery noch ein bisschen mehr Spaß machen wird, als Hitman . Ich bin außerdem sehr gespannt, wie sich das Agent 47 in VR spielen könnte. Sobald sich die Chance ergibt, werde ich mich wohl auch mal in der virtuellen Realität auf die Lauer legen.

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