Intel Core i9 9900K & Co. günstiger denn je: Doch lohnt sich der Kauf wirklich?

Intels Core i 9000 fallen immer weiter im Preis. Doch wie schlagen sie sich gegen die Core i 10000 Comet Lake und AMD Ryzen 3000?

von Alexander Köpf,
12.08.2020 13:15 Uhr

Angesichts starker Konkurrenz aus eigenem Haus und auch von AMD: Lohnen sich die Core i 9000 zum günstigeren Preis? Angesichts starker Konkurrenz aus eigenem Haus und auch von AMD: Lohnen sich die Core i 9000 zum günstigeren Preis?

Die Preise für Intels Core i 9000 fallen spätestens seit die Core i 10000 verfügbar sind merklich. Aktuell befinden sich Core i9 9900K und Co. auf ihrem bislang niedrigsten stabilen Preisniveau.

Da mag der ein oder andere vielleicht darüber nachdenken, sich eines der Acht- oder Sechskern-Modelle zum besseren Preis zu ergattern. Doch lohnt sich der Kauf wirklich?

Core i9 9900K(F)

Ein Drittel günstiger als zum Marktstart: Das Flaggschiff für den Mainstream-Desktop der letzten Generation kann derzeit ab etwa 400 Euro erworben werden. Noch im Mai 2020 musste man dafür rund 530 Euro hinblättern, gestartet war der Achtkerner mit 16 Threads einst bei 600 Euro.

Preisentwicklung Intel Core i9 9900K. (Bildquelle: Geizhals.de) Preisentwicklung Intel Core i9 9900K. (Bildquelle: Geizhals.de)

Die Variante ohne integrierte Grafikeinheit in Form des Core i9 9900KF fällt aktuell ungefähr zehn bis 20 Euro günstiger aus.

Preis noch zu hoch? Doch auch 380 Euro dürften angesichts der Konkurrenz aus eigenem Haus und auch von AMD noch zu hoch ausfallen. Den Intel Core i7 10700K, der ebenfalls acht Kerne und 16 Threads bietet, gibt es hierzulande um 10 Euro günstiger, für rund 370 Euro.

Hinzu kommt, dass der 10700K auch etwas höhere Taktraten bietet (10700K: 3,8/5,1 GHz; 9900K: 3,6/5,0 GHz). Laut Userbenchmark begegnen sich die beiden Core-i-Prozessoren in puncto Performance ungefähr auf Augenhöhe.

Wie gut der 9900K im Duell mit Intels aktuellem Top-Modell 10900K mit zehn Kernen abschneidet, lest ihr in unserem Test:

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AMD bietet in der Preisklasse mehr Kerne: Außerdem ist da noch der AMD Ryzen 9 3900X, den es derzeit ab 410 Euro gibt. Zwar hat der 9900K in Sachen Spiele-Leistung die Nase teils leicht vorne, gerade bei höheren Auflösungen egalisieren sich die Unterschiede jedoch beinahe, da hier die Grafikkarte eher der limitierende Faktor ist. Der 3900X bietet dazu vier Kerne und acht Threads mehr, was Vorteile bei rechenintensiven Mehrkernanwendungen bringt.

Core i7 9700K(F)

Der 9700K ist im Wesentlichen ein 9900K ohne virtuelle Kernverdoppelung und mit etwas geringerem Takt (3,6/4,9 GHz gegen 3,6/5,0 GHz). Hier einen passenden Gegenspieler zu finden, ist nicht ganz leicht.

Preislich liegt der 9700K aktuell bei 310 Euro, im Mai waren es noch 379 Euro, das KF-Modell ohne integrierte Grafikeinheit ist preislich ähnlich gelagert. Der 9700K befindet sich daher genau zwischen dem 10600K mit sechs Kernen (250 Euro) und dem 10700K mit acht Kernen (370 Euro). Die beiden Comet Lake-S-Prozessoren bieten allerdings virtuelle Kernverdoppelung.

Preisentwicklung Intel Core i9 9700K. (Bildquelle: Geizhals.de) Preisentwicklung Intel Core i9 9700K. (Bildquelle: Geizhals.de)

Interessant für eine spezifische Gruppe: Der Ryzen 7 3700X kostet zudem aktuell mit 279 Euro klar weniger und bietet ebenfalls virtuelle Kernverdoppelung. Wer jedoch explizit nach acht Kernen und höchstmöglicher Spiele-Leistung sucht, könnte mit dem Core i7 9700K fündig werden.

Core i5 9600K(F)

Den 9600K kann man aktuell ab 196 Euro erwerben, ohne integrierte Grafikeinheit sind es im Falle des Core i5 9600KF ungefähr zehn Euro weniger. Beide Modelle bieten sechs Kerne, verzichten aber ebenfalls auf virtuelle Kernverdoppelung.

In dieser Preisklasse Klasse konkurriert der 9600K mit dem neuen Core i5 10500. Er hat ihm die virtuelle Kernverdoppelung voraus und eine nur um 100 MHz niedrigere Turbo-Taktrate. Auf einfaches Übertakten per freiem Multiplikator müsst ihr beim Core i5 10500 aber verzichten (auch wenn das zusätzlich ein teurere Mainboard voraussetzt).

AMDs wohl begehrteste CPU als Konkurrenz: Sehr erwähnenswert ist außerdem der Ryzen 5 3600: Er kostet mit ungefähr 170 Euro etwas weniger und bietet sechs Kerne mit virtueller Kernverdoppelung. In unseren jüngsten Spielebenchmarks ist er dabei nur minimal langsamer als der 9600K unterwegs und damit eine sehr gute Wahl.

Neue Prozessoren kommen bald

Zu guter Letzt ist nicht zu vergessen, dass neue Ryzen-4000-Prozessoren von AMD für das Ende des Jahres bereits bestätigt sind und in Form von Rocket Lake auch Intel wohl noch nachlegen wird. Es gibt also Gründe, die generell dafür sprechen, mit dem Kauf einer CPU noch zu warten.

Eine ausführliche Einschätzung des CPU-Duells zwischen AMD und Intel lest ihr in unserem Plus-Report zu dem Thema:

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Wie seht ihr die Preisentwicklung bei Core i 9000? Und würdet ihr generell jetzt noch einen Prozessor kaufen oder eher auf die neuen CPUs von AMD und Intel warten? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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