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Seite 3: Interview mit Josef Kraus - "Killerspiele" gehören verboten

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Maßnahmen des Lehrerverbands

GameStar Welche Maßnahmen ergreift der Lehrerverband?

Josef Kraus Der Lehrerverband bündelt die Erfahrungen seiner Mitglieder, und leitet daraus Vorschläge an die Kultusministerien ab. Nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 haben wir eine Denkschrift vorgelegt, in der wir die Ursachen der Tat analysiert haben. Wir haben ein Maßnahmenbündel vorgeschlagen, um Gewalt an Schulen einzudämmen -- darunter auch schärfere rechtliche Regelungen, was Mediengewalt betrifft.

GameStar Wurden Ihre Vorschläge umgesetzt?

Josef Kraus Es ist nach Erfurt verdammt wenig passiert. Man hat damals leidenschaftlich diskutiert. Ich selbst war bei Fernsehdebatten und sogar bei Anhörungen im Bundestag, bei denen es um die Novellierung des Jugendschutz- und Medienrechts ging. Am Ende blieb davon wenig übrig. Im Grunde sind wir durch den Amoklauf von Emsdetten vor Erfurt zurückgeworfen worden, die Diskussion beginnt von Neuem.

GameStar Sie haben nichts erreicht?

Josef Kraus Das einzige, was wir erreicht haben, sind Evakuierungspläne für die Schulen. Die waren auch in Emsdetten hilfreich. Doch ansonsten bleiben unsere Forderungen unerfüllt, etwa die nach mehr Sozialpädagogen und Psychologen an den Schulen. Auch die Gesellschaft ist nach dem Amoklauf relativ schnell wieder zur Tagesordnung zurückgegeangen. Dabei ist es notwenig, dass Gewalt gesellschaftlich geächtet wird.

GameStar Eine Maßnahme hat die Politik nach Erfurt aber ergriffen: die Verschärfung des Jugendschutzrechts. Seitdem legt die USK die Altersfreigabe jedes Spiels verbindlich fest. In einem Kommentar bezeichnen Sie diese Kennzeichnungspflicht dennoch als zu lasch.

Josef Kraus Die USK reicht hier nicht aus. Denn wir wissen, dass auch 13- und 14jährige an Gewaltspiele herankommen. Zum Beispiel, weil sie andere Menschen kennen, die solche Programme besitzen.

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