Auf die vierte Staffel von Invincible habe ich gewartet - und sie gleichzeitig gefürchtet.
Die Superhelden-Serie auf Prime Video startet am 18. März 2026 in Season 4 und wird nach den ersten drei Episoden dann jede Woche um eine weitere Folge ergänzt.
Season 1-3 haben fast perfekte Reviews auf Rotten Tomatoes, aber mir war sie oft zu fragmentiert, mit zu vielen Einzelgeschichten - und fehlenden Konsequenzen. Gerade in Staffel 3 fühlte es sich so teils so an, als würde in Invincible niemand wirklich tot bleiben - und dann gab's doch eine schmerzhafte Ausnahme von dieser scheinbaren Regel.
Aber vermutlich bin ich mit diesem Kritikpunkt in der Minderheit, schließlich lassen Superhelden-Comics seit Anbeginn der Zeit ihre Protagonisten wiederauferstehen. Es muss immer weitergehen! Das ist auch das Motto in Staffel 4 von Invincible. Ich habe die ersten sechs Folgen vorab gesehen und ziehe ein spoilerfreies Fazit: Das hat mir deutlich besser gefallen als Staffel 3!
Innerliches Nachbeben
Nach dem verheerenden Invincible War und dem dramatischen Endkampf gegen Conquest am Ende von Season 3 ist Protagonist Mark einmal mehr in ein emotionales Loch gefallen. Zu zeigen, ob und wie er sich da wieder raushievt, dafür nimmt sich die Serie diesmal viel Zeit.
Muss Mark töten, um Unschuldigen das Leben zu retten? Fällt ihm das aufgrund seines Viltrumit-Erbes leichter als anderen? Und lässt sich das Blut am Ende abwaschen - oder bleibt das Cape schmutzig?
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Aber auch Freundin Atom Eve sieht sich mit existenziellen Fragen konfrontiert: Was ist eine Superheldin ohne Superkräfte? Welche Zukunft erwartet die beiden als Paar? Solche philosophischen Themen wirken in Invincible weitaus diffiziler gehandhabt als anderswo.
Ja, die Serie ist auch in Staffel 4 wieder ähnlich brutal und schockierend wie The Boys - aber Staffel 4 regt mehr zum Nachdenken an, wirkt trotz all der blutigen Faustkämpfe intelligenter als die Amazon-interne Konkurrenz.
Pointierte Dialoge mit genau der richtigen Spur Humor lassen die lieb gewonnenen Charaktere plastisch erscheinen. Die Serie nimmt sich dabei auch für Nebenfiguren Zeit und vergisst etwa nicht die Guardians of the Globe.
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