Lost Ark: Schwerer Schlag gegen Bots gelungen - und das ist erst der Anfang

Wellen von Bots brechen seit Wochen über die Server von Lost Ark ein. Jetzt spielen die Entwickler den Wellenbrecher.

von Christian Just,
05.03.2022 15:05 Uhr

Wer aktiv Lost Ark spielt, dürfte die Massen an Bots kennen: Meistens als Paladin oder Zauberin unterwegs, strömen sie roboterhaft von Quest zu Quest, werben mit kryptischen Chatnachrichten für dubiose Goldseller-Websites und stören die Immersion im Action-Rollenspiel doch erheblich.

Jetzt gelang den Entwicklern bei Amazon und Smilegate RPG ein harter Schlag gegen die Bot-Konten. Über eine Million Accounts wurden aus Lost Ark ausgeschlossen. An den großen Zahlen zeigt sich, welche Ausmaße das Problem inzwischen angenommen hat.

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Problem gelöst?

Lost Ark gelingt damit ein schwerer Schlag gegen Bots, aber die Bannwelle soll erst den Anfang der Bemühungen für ein faires und sicheres Spielerlebnis darstellen. Amazon und Smilegate wollen mehrere Maßnahmen ergreifen, um der Problematik Herr zu werden.

So sollen neue Anticheat-Maßnahmen entwickelt, eine bessere Erkennung von Bots vorangetrieben und, falls nötig, weitere Konten in Lost Ark ausgesperrt werden. Im offiziellen Forum erklären die Entwickler:

In Zukunft werden wir unsere Arbeit fortsetzen, um Botting, Cheating und schädliches Verhalten in Lost Ark in großem Umfang aufzuspüren und zu entfernen. Dazu gehören die Erweiterung unserer Anti-Cheat-Tools, die Verbesserung der Methoden zur Identifizierung von Bots und die Einführung weiterer Bannwellen in regelmäßigen Abständen.

Wie konnte das MMORPG überhaupt zum Riesenerfolg auf Steam werden? Das analysieren wir im Video:

Lost Ark - Der Preis und die Gründe für den unglaublichen Steam-Rekord 15:32 Lost Ark - Der Preis und die Gründe für den unglaublichen Steam-Rekord

Möglicherweise auch Nicht-Bots gebannt

Indes geben die Entwickler von Lost Ark zu bedenken, dass es in Einzelfällen vorkommen kann, dass auch ehrliche Spieler von der Bannwelle betroffen sind. Falls es euch so ergangen sein sollte, könnt ihr euch an den Kundendienst wenden.

Bei Free2Play-Spielen wie Lost Ark ist es üblicherweise einfach und eben kostenlos, nach einem Bann ein neues Konto zu erstellen und das schädliche Verhalten fortzusetzen. Auch Bans der Hardware-ID, beispielsweise gegen Cheater, können oft mithilfe sogenannter Spoofer umgangen werden. Ob Amazon und Smilegate die Botter nachhaltig in die Schranken weisen können, muss also erst die Zeit zeigen.

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