Lost Ark: Warum der neue Mega-Raid interessant, aber noch nicht wichtig genug ist

In Südkorea erhält Lost Ark bald einen neuen Raid, der das Genre voranbringen soll. Ein ambitioniertes Ziel, welches für europäische Spieler noch in weiter Ferne ist.

von Sören Wetterau,
22.06.2021 09:15 Uhr

Mit der Sorceress gibt es in Lost Ark bald eine neue Klasse - zumindest in Südkorea. Mit der Sorceress gibt es in Lost Ark bald eine neue Klasse - zumindest in Südkorea.

Seit der diesjährigen E3 ist bekannt: Lost Ark schafft erstmals den Sprung nach Europa. In Südkorea ist das Action-Rollenspiel hingegen schon seit einigen Jahren erhältlich und bekommt regelmäßig neue Inhalte spendiert.

Passend zur Jahreszeit und den Temperaturen kündigten die Entwickler nun für die koreanische Version ein großes Sommer-Update an, welches sowohl eine neue Klasse als auch einen neuen Raid beinhaltet. Letzterer soll, so heißt es von einem der Lead-Entwickler, »das Raiden im MMO-Genre nach vorne bringen«.

Große Worte - noch wenig Taten

Raids gehören in Lost Ark zu den schwierigsten und umfangreichsten Endgame-Inhalten, die sich an hochstufige Spieler richten. Ähnlich wie in World of Warcraft oder The Elder Scrolls Online gibt es hier knackige Bosskämpfe und natürlich heiß begehrte Beute.

Mit dem Sommer-Update Astalgia folgt nun am 28. Juli, so eine Fan-Zusammenfassung eines Entwickler-Livestreams, ein neuer Raid mit dem nicht gerade eingängigen Namen »Abrelldshud«. Dieser sei der bisher längste Raid in Lost Ark und bietet sechs verschiedene Phasen. In einem ersten Trailer gewähren die Entwickler einen kleinen Einblick:

Link zum YouTube-Inhalt

Was macht den Raid besonders? Eine Frage, auf die es bislang keine Antwort gibt. Laut einem der Lead-Entwickler (via resetera) sei der Raid jedoch »so ambitioniert, dass wir die Optik und die Mechanik von MMO-Raids für das gesamte Genre vorantreiben wollen und jeder MMO-Entwickler und -Spieler darauf achten sollte.«

Wie genau die Entwickler das umsetzen wollen, das haben sie noch nicht verraten. Bislang sind es also vor allem große Worte, die Smilegate in den Raum wirft, aber noch fehlt der entsprechende Beweis. Vor allem, weil die Konkurrenz im MMO-Genre im Vergleich zu Lost Ark über deutlich mehr Erfahrung in Sachen Raids verfügt und wohl kaum so einfach zu beeindrucken ist.

Interessant sind die Ankündigung und die Ambitionen des Entwicklers aber allemal und es wird spannend, wie genau Smilegate die eigenen großen Pläne umsetzen möchte. Ob das Produkt den eigens hoch gesteckten Erwartungen gerecht wird, muss sich erst zeigen.

Wie steht es um die europäische Version?

Vorerst kein Sommer-Update für europäische Spieler? Astalgia mitsamt des Raids und der neuen spielbaren Klasse Sorceress ist bislang nur für die koreanische Version angekündigt. Ob es das Update selbst oder zumindest Teile davon pünktlich in den europäischen Release schaffen, ist bislang unklar, wenn auch recht unwahrscheinlich.

Publisher Amazon, der sich um die westliche Version von Lost Ark kümmert, kündigte bereits an, dass das Action-Rollenspiel bei der Veröffentlichung einen Mischmasch aus Inhalten der anderen Regionen bieten wird. Komplett inhaltsgleich mit der koreanischen Originalversion wird Lost Ark hierzulande zumindest zu Beginn nicht sein.

Wie genau Lost Ark sonst noch im Westen angepasst wird, haben uns die Entwickler im Plus-Interview verraten:

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