Es ist nicht das erste Mal, dass sich Sony an einem eigenen Marvel-Universum probiert und mit Pauken und Trompeten scheitert: Filme wie Morbius, Madame Web und Kraven the Hunter wurden nicht nur von Kritikern und Fans in der Luft zerrissen, sondern gingen auch an den Kinokassen baden.
Die Venom-Filme mit Tom Hardy machten zumindest ordentlich Geld ein, aber qualitativ ließen auch die zu wünschen übrig. Und das machte sich dann auch in den immer überschaubareren Einspielergebnissen bemerkbar, je mehr Teile rauskamen.
Mit dem Marvel Cinematic Universe hatte Sonys Spider-Verse (ohne Spider-Man) bis auf ein paar ungelenke Post-Credits-Szenen nichts zu tun. Und nach dem enttäuschenden Ergebnis von Kraven gilt dieses Film-Universum aktuell als tot oder zumindest auf Eis gelegt.
Sollten Superhelden-Filme vielleicht doch gut sein?
Jetzt zieht der Sony-CEO Ravi Ahuja das Fazit, dass das goldene Zeitalter der Superhelden-Filme vorbei ist. Und dass es durchaus eine gewisse Qualität benötigt, um die Zuschauer dafür noch ins Kino zu locken. Denn im folgenden Zitat hat er durchaus einen guten Punkt, dass während der 2010er das nicht unbedingt das wichtigste Kriterium war - wie TheWrap berichtet:
Es gab eine Zeit, in der alles, was mit Superhelden zu tun hatte, fast garantiert ein Erfolg war. Ich denke, dass die Messlatte für Superheldenfilme relativ niedrig lag. Mitte der 2010er waren so gut wie alle Filme unglaublich erfolgreich, aber heute müssen sie ein gewisses Maß an Originalität aufweisen. Sie müssen etwas Neues bieten. Sie müssen eine emotionale Verbindung herstellen. Es muss sich um popkulturelle Events handeln, die entsprechend vermarktet werden müssen.
Sony arbeitet gemeinsam mit den Marvel Studios momentan an Spider-Man: Brand New Day und damit den vierten Spider-Man-Film mit Tom Holland in der Hauptrolle. Außerdem soll noch Spider-Man: Beyond the Spider-Verse der dritte Teil der äußerst erfolgreichen Animationsreihe kommen.
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Die animierten Spider-Verse-Filme zeigen, dass Sony auch qualitativ hochwertige Superhelden-Filme hinbekommt
Auch das MCU und DC hatten bzw. haben ihre Probleme
Fairerweise hatte in den letzten Jahren aber nicht nur Sony mit seinen Superhelden-Filmen neben Into the Spider-Verse und Across the Spider-Verse zu kämpfen. Selbst bei den MCU-Produktionen lassen viele Bilanzen zu wünschen übrig, wenn selbst bessere Produktionen wie zum Beispiel Thunderbolts nicht mehr die Kassen klingeln lassen.
Außerdem ist nicht nur Sonys Spider-Verse ohne Spider-Man, sondern auch das alte DCEU gestorben. Das Universum, das sich aus Filmen wie Man of Steel, Batman v Superman, Justice League, Black Adam, Shazam und Co. zusammengesetzt hat, kam aus der eigenen Flop-Spirale nicht mehr heraus.
Mittlerweile hat James Gunn als neuer DC-Chef das Ruder spürbar herumgerissen: Sein Superman legte einen so erfolgreichen Start hin, dass sein neues DCU erstmal weiterlaufen darf. Erst kürzlich wurde mit Man of Tomorrow sogar schon eine Quasi-Fortsetzung zu Superman angekündigt.
Währenddessen will sich auch das MCU neu erfinden. Nach Avengers: Doomsday und Secret Wars soll ein Neustart für das Marvel Cinematic Universe stattfinden. Ob der von Erfolg gekrönt sein wird, muss sich aber noch zeigen.
Mehr zur Zukunft der Superhelden-Filme im Kino könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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