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Ein neues Strategiespiel auf Steam lockte mich mit historischen Schlachten wie in Total War, überzeugte mich aber mit etwas ganz anderem

In Master of Command befehligt ihr Armeen aus dem 18. Jahrhundert. Neben Echtzeitstrategie steckt im Spiel aber auch eine spannende Kampagne.

In Master of Command treffen tausende Soldaten aufeinander. In Master of Command treffen tausende Soldaten aufeinander.

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In Total War habe ich römische Legionen, Dschingis Khans mongolische Reiter, Armeen aus Orks, Elfen und Dämonen und auch Napoleons Grande Armée befehligt. Total War: Napoleon ist vermutlich der Grund, warum mein Blick beim Durchstöbern der Demos zum Steam Next Fest an Master of Command hängen geblieben ist.

Bilder von gut positionierter Artillerie, geschickten Flankenangriffen der Kavallerie und Regimentern von sich aufeinander zu bewegenden Linieninfanterie - es war an der Zeit, mal wieder den Säbel zu gürten und den Dreispitz aufzusetzen.

Hier geht's zur Demo auf Steam
Daniel Hartmann
Daniel Hartmann

In Hunderten Stunden in diversen Total-War-Teilen hat Daniel schon viel Erfahrung als Armlehnen-General gesammelt. Gerade die historischen Settings haben es ihm angetan, immerhin wollte er mal Geschichtslehrer werden. Statt für die Armeen eines ganzen Reiches ist er nun für eine einzelne Streitmacht verantwortlich. Mal sehen, ob das gut geht.

Echtzeitstrategie mit Armee-Management

Master of Command wählt den Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) als historisches Setting. In diesem Konflikt kämpften die europäischen Großmächte um Macht und territoriale Gewinne, sowie um den Einfluss auf die Kolonien in Nordamerika, Indien und Afrika.

Im fertigen Spiel könnt ihr zwischen fünf dieser Großmächte als eure Fraktion wählen. In der Demo dürft ihr als Preußen spielen, in der Vollversion kommen dann Großbritannien, Frankreich, Österreich und Russland dazu.

Der Feldzug beginnt

Startet ihr eine Kampagne, könnt ihr zwischen unterschiedlichen Startarmeen wählen, die alle eine eigene Doktrin, also Boni wie höhere Moral oder bessere Offiziere, haben.

In jedem Akt dürft ihr aus drei Optionen wählen, in welche Region ihr eure Armee entsenden wollt. Jede Wahlmöglichkeit stellt euch vor unterschiedliche Aufgaben und gewährt individuelle Belohnungen.

Zu Beginn eines Aktes müsst ihr entscheiden, in welche Region ihr eure Truppen schickt. Zu Beginn eines Aktes müsst ihr entscheiden, in welche Region ihr eure Truppen schickt.

Auf der Regionalkarte bewegt ihr eure Armee in Echtzeit. Ihr trefft auf Städte und Dörfer, in denen ihr Vorräte und Munition auffüllen, Kriegsbeute verkaufen und Ausrüstung für eure Regimenter kaufen könnt.

Außerdem zieht ihr hier neue Reservisten ein, werbt Offiziere und auch neue Regimenter an. Auf der Map findet ihr zudem Außenposten, Konvois oder Wildtierherden, die euch unter Einsatz eurer Ressourcen Belohnungen bescheren. Natürlich trefft ihr auch auf feindliche Armeen, Forts und Festungen.

Video starten 1:23 Master of Command kombiniert Schlachten wie in Total War mit detailliertem Armee-Management

Nachschub, Ausrüstung und Ausbildung

In eurem Lager managt ihr eure Armee. Eure Offiziere können eine Brigade aus vier Regimentern führen. Neue Brigaden müssen gegen Geld (Thaler) gekauft werden, die Soldaten und Offiziere dafür rekrutiert ihr in den Städten.

Eure Ressourcen müsst ihr gut im Auge behalten. Gehen euch Geld und Rationen aus, desertieren die Soldaten, habt ihr keine Reservisten mehr, könnt ihr eure Verluste nicht ausgleichen und Musketen und Kanonen sind ohne Munition eher nutzlos.  

Jedes Regiment kann mit Ausrüstungsgegenständen verbessert werden, die ihr kauft oder erbeutet. Ein Musiker erhöht die Moral und Bewegungsgeschwindigkeit, bessere Waffen erhöhen Schaden und Nachladetempo und Rum-Rationen machen die Soldaten zwar glücklicher, aber verringern ihre Ausdauer.

In eurem Lager könnt ihr die einzelnen Regimenter mit Ausrüstung versehen, neue Brigaden kaufen und eure Ressourcen im Blick behalten. In eurem Lager könnt ihr die einzelnen Regimenter mit Ausrüstung versehen, neue Brigaden kaufen und eure Ressourcen im Blick behalten.

Wenn ihr in einer Schlacht ein Regiment komplett verliert, kann das eurer Armee einen schweren Schlag versetzen. Ihr verliert nicht nur Ausrüstung, sondern auch kampferprobte Veteranen.

Infanterie, Kavallerie und Artillerie sammeln in Kämpfen Erfahrung und können verbessert werden. Manchmal müsst ihr euch zwischen zwei Wegen entscheiden. Entwickelt ihr eure Reiterei zu den im Nahkampf starken Husaren weiter oder zu den mit Schusswaffen ausgestatteten Dragonern?

Auch eure Offiziere steigen im Rang auf und erhalten so neue Boni, die eure Truppen auf dem Schlachtfeld boosten, wenn der Kommandant in der Nähe ist.

Auf dem Schlachtfeld

Wer schon mal ein Total War gespielt hat, wird sich in den Echtzeitschlachten direkt zu Hause fühlen. Vor dem Schlachtbeginn wählt ihr eine Aufstellung und nehmt das Gelände in Augenschein.

Wo sind Hügel, um einen Höhenvorteil zu bekommen? Wo sind Wälder und Gebäude, die als Deckung dienen könnten? Wo stelle ich meine Kanonen am klügsten auf und wo findet sich die beste Chance für einen Flankenangriff der Kavallerie?

Beginnt die Schlacht, befehligt ihr eure Regimenter einzeln auf der Karte. Ihr legt Formationen fest, bildet eine Front und reagiert auf Bewegungen des Gegners.

Der rote Bereich zeigt an, wie weit und in welchem Winkel eine Einheit feuern kann. Der rote Bereich zeigt an, wie weit und in welchem Winkel eine Einheit feuern kann.

Der wichtigste Faktor ist die Moral der Truppen. Fällt diese unter einen bestimmten Wert, türmen die Soldaten vom Schlachtfeld und können nur vom Offizier wieder gesammelt werden. 

Schlecht für die Moral sind Salven von gut ausgebildeten Truppen, heftiges Artilleriefeuer und ein Sturmangriff der Kavallerie. Hier werden die Wichtigkeit von Ausrüstungsgegenständen und Veteranenstatus deutlich.

Auch zwei Regimenter Rekruten haben keine Chance gegen eine Truppe preußischer Leibgarde, die mit zahlreichen Upgrades ausgestattet ist. Selbst zusätzlicher Artilleriebeschuss lässt diese Soldaten nur langsam den Mut verlieren.

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