Mittelerde: Schatten des Krieges - Die internationalen Wertungen im Pressespiegel

Die Test-Wertungen für Shadow of War sind da! Wir zeigen, wie internationale Magazine werten und warum Uneinigkeit über die Mikrotransaktionen herrscht.

von Johannes Rohe,
06.10.2017 14:15 Uhr

Es wird heiß für Mittelerde: Schatten des Krieges, denn die internationalen Testwertungen sind da. Unser Pressespiegel gibt eine Übersicht. Es wird heiß für Mittelerde: Schatten des Krieges, denn die internationalen Testwertungen sind da. Unser Pressespiegel gibt eine Übersicht.

Das Test-Embargo für Mittelerde: Schatten des Krieges ist gefallen, einige Tage vor dem Release am 10. Oktober kann die Spielepresse damit ihre Reviews und Wertungen veröffentlichen.

Nachdem der Vorgänger, Schatten von Mordor, wie aus dem nichts kam und mit seinem Nemesis-System für eine echte Überraschung sorgen konnte, sind die Erwartungen an den zweiten Teil ungleich höher. Gelingt es dem Entwickler Monolith erneut, mit cleveren Ideen zu punkten oder baut man nur auf den bekannten Systemen auf?

Mittelerde: Schatten des Krieges im Test auf GameStar.de

Bevor wir internationale Tester zu Wort kommen lassen, hier der Wertungsspiegel:

Mittelerde: Schatten des Krieges - die Review-Scores im Überblick

Publikation

Wertung

Polygon

7.5/10

Game Informer

9.5/10

God is a Geek

10/10

PC Gamer

73/100

Gamespot

7/10

Usgamer

4/5

IGN

9.0/10

DualShockers

8.5/10

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GameStar

PC Games

81/100

GamersGlobal

8.5/10

Spieletipps

87/100

Games.CH

88/100

Computerbild Spiele

Note: 1,7 (gut)

Mittelerde: Schatten des Krieges - Screenshots ansehen

»Großartiges Fantasy-Abenteuer« mit Lootboxen

Matt Miller zeigt sich im Test für Game Informer, eines der bekanntesten internationalen Magazine, von Schatten des Krieges begeistert und vergibt 9.5 von 10 Punkten:

"Schatten des Krieges erfüllt das Versprechen seines Vorgängers und schließt die dunkle, brutale Geschichte im Herr-der-Ringe-Universum ab. Zu Beginn stießen mir die Freiheiten, die sich Monolith in der Geschichte gönnt, noch sauer auf, doch schließlich gab ich mich der Absurdität der Geschichte hin und erlebte ein großartiges Fantasy-Abenteuer."

Am anderen Ende des Wertungsspiegels finden wir die Meinung von Phil Kollar, der gemeinsam mit seinem Kollegen Chris Plante auf Polygon eine 7.5 vergeben hat:

"Wenn man sich mit den Mikrotransaktionen abfinden kann, bietet Schatten des Krieges eine viel umfangreichere Spielerfahrung als sein Vorgänger. Doch nahezu jeder Teil des Spiels hat kleine Probleme oder einen Haken, über den man hinwegsehen muss, um das immer noch großartige Spiel dahinter genießen zu können. Das Nemesis-System sucht immer noch Seinesgleichen. Die Bewegungen und die Kämpfe sind mitreißend."

Lootboxen & Charity-Fail - Video: Warum die Spieler bei Mittelerde: Schatten des Krieges schon vor Release sauer sind 12:04 Lootboxen & Charity-Fail - Video: Warum die Spieler bei Mittelerde: Schatten des Krieges schon vor Release sauer sind

Beim Thema Mikrotransaktionen und Lootboxen, das schon vorab für hitzige Diskussionen sorgte, zeigen sich die Tester uneins. Einige bemängeln, das Schatten des Krieges dem Spieler am Ende des Spiels einen unnötig langen, langweiligen Grind abverlangt - mit der klaren Absicht, zum Kauf von Lootboxen zu verleiten. So etwa Peter Bathge von PC Games, der eine 81 von 100 vergeben hat:

"Im Test fühlten wir uns nie dazu genötigt, Geld auszugeben. Oder besser: fast nie. Denn die erwähnten Schattenkriege und der stetig gleiche Grind auf dem Weg zur Endsequenz brachten unseren Geduldsfaden mehrmals an die Grenze der Belastbarkeit. Warum also nicht einfach ein paar hochstufige, epische Orks im Shop kaufen, damit die eigene Festung bestücken und so die auf Dauer immer gleichen Abwehrschlachten schneller hinter sich bringen?

Dass Monolith und Warner Bros. Interactive diesen Schlussakt so gestaltet haben, ist eine bedenkliche Entwicklung. Denn hier wird ganz eindeutig aus wirtschaftlichen Gründen in Gameplay-Mechaniken eingegriffen und gerade die treuesten Fans (die natürlich die echte Schlusssequenz sehen wollen) werden auf die Folter gespannt und dazu verführt, vielleicht doch mal im Shop vorbeizuschauen.

Dabei sei noch einmal betont: Das Kaufen von Lootboxen, egal ob mit echtem Geld oder der (reichlich vorhandenen) Ingame-Währung, geschieht auf komplett freiwilliger Basis. Wer den Grind nicht scheut und sich die Verbündeten lieber auf, sagen wir "ehrliche" Weise besorgt, erlebt das komplette Spiel, ihm wird nichts weggenommen. Außer vielleicht seine Zeit, das Free2Play-Konzept lässt grüßen."

Ganz anders sieht es etwa Benjamin Braun von Gamersglobal (Wertung: 8.5/10), er schreibt:

"Überhaupt nicht gestört haben mich die Mikrotransaktionen. Man braucht sie nämlich nicht. Ich habe nicht eine einzige Lootbox erworben und dadurch nie einen Nachteil oder das Gefühl gehabt, irgendwo grinden zu müssen. Und durch penetrante Bewerbung im Spiel aufgezwungen werden einem die Lootboxen ebenfalls zu keiner Zeit - das war in Assassin's Creed Unity ganz anders."

Diesen Eindruck hatte auch unser Tester Maurice Weber. In unserem GameStar-Test von Mittelerde: Schatten des Krieges urteilt er:

"Schatten des Krieges bietet handfeste spielerische Vorteile gegen Echtgeld. Wir kaufen uns Kisten mit zufälligen Orks oder Waffen im Shop. Die gute Nachricht: Die Mikrotransaktionen lassen sich leicht ignorieren. Das Spiel geizt nicht mit starker Beute und es macht Spaß, sich seine Armee selbst aufzubauen. Wir hatten nie das Gefühl, Geld ausgeben zu müssen, um weiterzukommen oder frustrierenden Grind zu überspringen. "

Mittelerde: Schatten des Krieges - Test-Video: Das können selbst Lootboxen nicht ruinieren 12:28 Mittelerde: Schatten des Krieges - Test-Video: Das können selbst Lootboxen nicht ruinieren


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