Mittelerde: Schatten des Krieges - Nach Verwirrung um Charity-DLC: Forthog Orcslayer wird gratis

Ursprünglich sollte der Erlös des Forthog-DLCs gespendet werden. Weil das für Unklarheiten sorgte, geht Monolith nun einen anderen Weg: Der DLC wird kostenlos sein und Publisher Warner spendet unabhängig.

von Elena Schulz,
27.09.2017 12:48 Uhr

Der DLC »Forthog Orkschlächter«, der den verstorbenen Entwickler Mike Forgey ehren soll, wird nun doch kostenlos sein. Monolith entschuldigt sich, für die Verwirrung.Der DLC »Forthog Orkschlächter«, der den verstorbenen Entwickler Mike Forgey ehren soll, wird nun doch kostenlos sein. Monolith entschuldigt sich, für die Verwirrung.

Eigentlich eine gute Sache: Monolith und Warner kündigten einen DLC-Charakter an, um den während der Entwicklung an Krebs verstorbenen Mikey »Forthog« Forgey zu ehren. Sein »Forthog Orkschlächter«, sollte fünf Euro kosten, wovon 3,50 Euro an die Familie des kranken Entwicklers gehen sollten.

Hier begannen allerdings die Probleme: Die Spendenaktion galt nur für die USA und dort auch nur für manche Staaten. Die Spieler fragten sich also, was mit den Erlösen aus anderen Ländern passiert und wenn die auch gespendet werden, warum das vom Entwickler nicht klar kommuniziert wird. Der selbst an Krebs erkrankte Youtuber John »TotalBiscuit« Bain reagiert mit scharfer Kritik an der DLC-Politik.

Nun ändern Warner und Monolith ihr Vorgehen: Der DLC wird doch kostenlos angeboten und der Publisher spendet einfach direkt an Forgeys Familie. Wie ein Blog-Post erklärt, hatte die Verwirrung rechtliche Gründe. Es sei aber zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen, dass der Entwickler in irgendeiner Form vom DLC profitiert.

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Rechtliche Probleme

Man habe die Spendenaktion nur in ausgewählten Gebieten der USA bewerben können, um nicht gegen einzelne Gesetze hinsichtlich der Bewerbung von Charity-Aktionen zu verstoßen. Das wurde im Vorfeld bereits als Grund für die mangelnde Kommunikation vermutet. Schon das Beantworten der Fragen hätte laut Warner für rechtliche Probleme sorgen können. Man habe gehofft, so möglichst viel Geld für die Familie zusammen zu bekommen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Verschlimmert habe sich die Situation dann durch einen irreführenden Tweet, der fälschlicherweise behauptete, die internationalen Erlöse für den DLC würden nicht an die Familie Forgey gehen. Deshalb betont Warner noch einmal, dass definitiv alle Einnahmen weltweit immer als Spende gedacht waren - man habe es nur nicht direkt sagen können. Deshalb entschuldigt sich der Publisher für die Verwirrung.

"Wir verstehen nun, dass unser Plan die Spende mit den Verkäufen des DLCs zu verknüfen, nicht das beste Vorgehen war, um unser Ziel zu erreichen, die Familie finanziell zu unterstützen und ein bleibendes Denkmal für Michael Forgey zu erschaffen. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei den Fans und der Forgey-Familie für die so entstandene Verwirrung."

Die Höhe der Spende steht aktuell noch nicht fest. Wer möchte, kann die Familie aber über die Seite YouCaring selbst unterstützen.

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