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Seite 8: MMO Kontrollbesuch 2010 - Was machen eigentlich Vanguard, Anarchy Online & Co?

Was macht eigentlich ...

Anarchy Online

Unter den Online-Rollenspielen gehört Anarchy Online zu den Opas: Das Scifi-Abenteuer läuft seit neun Jahren, in letzter Zeit mehr schlecht als recht. Das Spiel steckt in der Highlevel-Falle.

Als das Wort »Free2Play« noch nicht mal erfunden war, setzte Anarchy Online bereits ein Zeichen: Seit 2004, drei Jahre nach dem Start als klassisches Abo-MMO, gibt es das Science-Fiction-Rollenspiel auch als Gratis-Version. Damals knüpfte der Hersteller Funcom den kostenlosen Zugang an Werbeeinblendungen, später kam der typische Free2Play-Shop dazu, in dem man echtes Geld gegen Spielvorteile tauscht. Darüber hinaus nahm Funcom das Erfolgsprinzip von Guild Wars vorweg: Das Basisspiel blieb gratis, aber die Addons (insgesamt gibt es fünf Stück) muss man separat dazukaufen.

Anarchy Online - Screenshots ansehen

Nach diesem Prinzip läuft Anarchy Online bis heute, seit nunmehr neun Jahren. Die Gratis-Version gab dem norwegischen Online-Rollenspiel 2004 ordentlich Auftrieb, innerhalb der ersten zehn Monate spülte sie 400.000 neue Kunden in die Zukunftswelt Rubi-Ka. Statt der genreüblichen Fantasy-Welten und Knuddelmonster herrscht auf dem Planeten kühle Techno-Atmosphäre, der Mega-Konzern Omni-Tek kämpft gegen Rebellen um den Rohstoff Notum. Die monolithischen Städte, außerirdischen Kreaturen und High-Tech-Ausrüstung heben Anarchy Online nach wie vor von Konkurrenzspielen ab, zumal das Charaktersystem immer noch als eines der umfangreichsten des Genres gilt.

Allerdings: Die Glanzzeiten von Anarchy Online sind lange her. Ende 2004 füllten 700.000 Spieler Rubi-Ka. Seitdem ging es kontinuierlich bergab; inzwischen ist Anarchy Online ein Paradebeispiel dafür, wie MMOs im Endstadium vergreisen. Rubi-Ka gehört zum größten Teil eingeschworenen Veteranen, die mit Hochlevel-Charakteren durch Endspiel-Gebiete ziehen. Von 930 Spielern, die am Sonntag, den 19.12. online waren, führten nur 46 einen Charakter unter Level 100 (die Maximalstufe ist 220). Wer neu einsteigt, noch dazu als »Froob«, wie die Gratis-Spieler geringschätzend genannt werden, kann auf wenig Hilfe rechnen. Entsprechend fehlt dem Spiel junges Blut.

Zwar pflegt Funcom Anarchy Online nach wie vor mit wöchentlichen Updates, aber die richten sich weitgehend darauf, die verbliebenen Abo-Kunden bei Laune zu halten. Das bislang letzte Addon, der Booster-Pack Legacy of the Xan vom Februar 2009, brachte ausschließlich Highlevel-Inhalte. Inzwischen darf die Community sogar kleinere Arbeiten zum Spiel beisteuern, etwa Icons. Einen Fan holte Funcom als Programmierer ins Team.

Die eigentliche Hoffnung für Anarchy Online liegt aber in der grafischen Runderneuerung. Die hatte Funcom schon vor drei Jahren angekündigt, dann aber immer wieder hinausgeschoben. Der Hausputz soll AO auf die Technologie von Funcoms zweitem (sehr ansehnlichen) Online-Rollenspiel Age of Conanumstellen. Momentan überarbeiten die Norweger alle Nanos (die AO-Version von Zaubersprüchen) im Spiel. Danach, so der Plan, kommt das Grafik-Update. Angepeilt ist das Frühjahr 2011.

Ob das für nachhaltigen Spielerzustrom reicht, darf bezweifelt werden. Denn Anarchy Online ist auch in seinen Spielmechanismen überholt, Altlasten wie nerviges Warten auf Boss-Respawns, massives Grinding und eine Flut nutzloser Loot-Gegenstände wirken im Vergleich zu aktueller Free2Play-Konkurrenz ebenso altmodisch wie das umständliche Interface. Kaum anzunehmen, dass Funcom das gesamte Grundgerüst überarbeitet; der Aufwand stünde in keinen Verhältnis zum Ertrag. Deshalb dürfte für Anarchy Online das Gleiche wie für den Super-Oldie Ultima Online gelten: Solange genügend Fans zahlen, läuft der Spezialisten-Spielplatz weiter. Wenn auch weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Titel: Anarchy Online

Entwickler: Funcom
Publisher: Bigben Interactive
Genre: Science Fiction
Erschienen: Juni 2001
GameStar-Wertung: 69 Punkte (GS 09/01)

Offizielle Webseite: www.anarchy-online.com

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