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Mortal Kombat 11 im Test - Auch auf dem PC ein blutrünstiges Umfangsmonster

Mortal Kombat 11 übertrumpft seine Vorgänger in Sachen Brutalität und Umfang. Doch erst im tödlichen Test-Zweikampf wird sich zeigen, ob es auch spielerisch besser hinlangen kann.

von Kai Schmidt, Valentin Aschenbrenner,
26.04.2019 10:37 Uhr

Natürlich betreten im elften Teil von Mortal Kombat auch die Serienveteranen Sub-Zero und Scorpion wieder den Ring.Natürlich betreten im elften Teil von Mortal Kombat auch die Serienveteranen Sub-Zero und Scorpion wieder den Ring.

Update
Durch einen Patch hat Entwickler Netherrealm Studios sowohl den Grind beim Freischalten von Boni als auch den Schwierigkeitsgrad der Türme der Zeit entschärft. Wir haben den Testartikel und die Wertung entsprechend angepasst.

Mit Mortal Kombat 11 veröffentlichen die Netherrealm Studios von Serienvater Ed Boon das bisher wohl ambitionierteste Spiel der Reihe. Die Kämpfe sind gewohnt überspitzt-blutig inszeniert, mit zumeist makabrem Ende für den Verlierer. So weit, so bekannt. Doch das Drumherum mit aufwändigem Storymodus, neuen Turmherausforderungen, individualisierbaren und aufrüstbaren Outfits sowie einer komplett überarbeiteten Krypta stellt alle bisherigen Serienteile in den Schatten.

Dennoch überwiegen zumindest zum Launch auf Steam die negativen Kritiken. Das liegt jedoch nicht unbedingt an der Performance der PC-Version - Netherrealm scheint seine Lehre aus dem Mortal Kombat X-Desaster gezogen zu haben - sondern am grind-lastigen Gameplay und exzessiven Mikrotransaktionen.

Rein spielerisch zählt Mortal Kombat 11 zum besten, was es in Sachen PC-Prügler je gegeben hat. Rein spielerisch zählt Mortal Kombat 11 zum besten, was es in Sachen PC-Prügler je gegeben hat.

Unabhängig davon handelt es sich bei Mortal Kombat 11 um das bisher blutigste Kapitel der Reihe und kommt - dem Urteil zum nachträglich freigegebenen zehnten Teil sei Dank - dennoch völlig ungekürzt in deutsche Läden. Wenn man die bisherige Geschichte der Konflikte zwischen Mortal Kombat und dem deutschen Jugendschutz Revue passieren lässt, kommt man als alteingesessener Fan der Prügelsaga wohl nicht umhin, eine Träne der Rührung aus dem Augenwinkel zu wischen.

Mikrotransaktionen
Alle Boni, die ihr in den Türmen oder in der Krypta freischalten könnt, sind leichter und verführerischer im Ingame-Store gegen Kristall-Währung verfügbar. Kristalle bekommt ihr zwar in kleinen Mengen im Spiel selbst, doch Warner Bros. bietet sie auch als Mikrotransaktion an und lässt sich das fürstlich bezahlen. Die Extras sind allerdings nicht kriegsentscheidend in Bezug auf das Spielerlebnis, ihr verpasst also nicht allzu viel, wenn ihr nicht grinden oder mikrotransaktionieren möchtet.

Mortal Kombat 11 - Screenshots ansehen

Tödliche Schläge

Gehen wir gleich mal ans Eingemachte: Die Kämpfe selbst wirken sofort vertraut: Zwei Kombattanten stehen sich im tödlichen 2,5D-Duell gegenüber und beharken sich mit Special-Moves und Kombos, bis eine Gesundheitsleiste zur Neige geht. Wer zwei Runden gewinnt, darf den Verlierer mit einem spektakulär-splatterig inszenierten Fatality in die Hölle der lebendig Zerstückelten schicken - wenn er denn in einem kurzen Zeitfenster die Tastenkombination dafür hinkriegt.

Das Gameplay fühlt sich im direkten Vergleich zu Mortal Kombat X deutlich entspannter an: Das Tempo ist etwas reduziert, die Kampfmechanik nicht mehr übermäßig auf das Meistern von Kombos ausgelegt. In alter Serientradition bestehen diese Kettenangriffe auch im elften Teil aus Tastenkombinationen, die ihr auswendig lernen müsst, um sie gezielt einzusetzen. Praktisch ist dabei die erneut jederzeit einblendbare Move-Liste, die euch diesmal sogar Tastenfolgen als Einblendung über den laufenden Kampf legen lässt, damit ihr nicht ständig pausieren müsst.

Wer an die beiden Vorgänger zurückdenkt, dem fallen wohl sofort die spektakulären X-Ray-Moves ein. Die sind in Mortal Kombat 11 zwar Geschichte, doch eine Evolution davon hat es dennoch ins Spiel geschafft. Statt während des Kampfs eine Leiste aufzuladen, die einen X-Ray freischaltet, sind diese Special-Moves nun auf einen speziellen Zeitpunkt beschränkt: Sobald eure Gesundheit in den kritischen Bereich geprügelt wurde, löst ihr durch Druck auf zwei Schultertasten den neuen »Fatal Blow« aus.

Der Fatal Blow funktioniert ähnlich wie der X-Ray: Er geht unter die Haut.Der Fatal Blow funktioniert ähnlich wie der X-Ray: Er geht unter die Haut.

Vorausgesetzt euer Gegner blockt nicht rechtzeitig ab, startet nun eine Sequenz, in der euer Kämpfer dem Gegenüber nach allen Regeln der Kunst den Kühler verbeult. Ach was, eigentlich sind die Fatal Blows in ihrer Brutalität mit Knochenbrüchen und durchbohrten Körperteilen bereits kleine Fatalities - doch ziehen sie dem Gegner »lediglich« ein Drittel seiner Energie ab. Die Naturgesetze der MK-Reihe besagen wohl, dass niemand tot sein kann, der nicht irgendwie zerstückelt wurde. Anschließend geht der Kampf weiter.

Beim ersten Anspielen von MK 11 im Januar waren wir skeptisch, ob dieser Verzweiflungs-Move nicht vielleicht zu mächtig sein und der Balance schaden könnte. Seitdem hat Entwickler Netherrealm Studios zwar noch einmal an der Mechanik geschraubt. Fatal Blows sind nun nur noch einmal pro Kampf statt in jeder Runde möglich, was ein gewisses taktisches Element ins Spiel bringt.

Allerdings scheinen uns die Attacken immer noch einen Tick zu mächtig. Da gefiel uns die Mechanik aus Teil Zehn deutlich besser. Immerhin lassen sich die Fatal Blows im 2-Spieler-Duell deaktivieren. Die Leisten, die sich während des Kampfs aufladen, gibt es indes immer noch: Sie sind aufgeteilt in einen Verteidigungs- sowie einen Angriffsbereich und lassen euch besonders starke Manöver ausführen.

Die kleinen Extraleisten in den unteren Bildschirmecken geben euch aufgefüllt besondere Kraft für eure Aktionen.Die kleinen Extraleisten in den unteren Bildschirmecken geben euch aufgefüllt besondere Kraft für eure Aktionen.

Mortal Kombat hat dazugelernt

Was Mortal Kombat 11 im Vergleich zu Mortal Kombat X jedoch erheblich besser macht, ist der technische Zustand der PC-Version. Der ist zwar immer noch nicht makellos, aber eine deutliche Verbesserung zu dem des Vorgängers. Wir erinnern uns: Abstürze, aber vor allem Lags bei Online-Matches zählten zu den größten Problemen von MKX.

Hinzu kamen etliche Bugs, deren Aufzählung in einem Test zum Nachfolger unseren Kopf wie bei einem Fatality platzen lassen würde. Bei Mortal Kombat 11 hat sich die Situation dann doch deutlich gebessert: Während unserer Test-Phase (und darüber hinaus) begegneten wir kaum technischen Problemen, die den Spielspaß beeinträchtigen würden.

Im Übrigen peilt die integrierte Benchmark mit anschließender Leistungsauswertung eine konstante Performance von 60 Bildern pro Sekunde an, die gilt es in Mortal Kombat 11 für ein durchweg flüssiges Erlebnis auch zu halten. Sofern euer System in der gewählten Detailstufe weniger fps erreicht, schlägt euch das Spiel eine niedrigere Grafikstufe vor. Darüber hinaus lassen sich per manuellem Feintuning insgesamt zehn Grafik-Optionen beliebig anpassen, die über mehrere Reglerstufen verfügen und mit hilfreichen(!) Hinweistexten erklärt werden.

Während der festgelegten Sequenzen – wie Fatalities oder Fatal Blows – reduziert Mortal Kombat 11 das Gemetzel auf 30 Bilder pro Sekunde.Während der festgelegten Sequenzen – wie Fatalities oder Fatal Blows – reduziert Mortal Kombat 11 das Gemetzel auf 30 Bilder pro Sekunde.

Irritierend ist jedoch, dass bestimmte Szenen - wie zum Beispiel Fatalities, Brutalities und Fatal Blows - auf 30fps beschränkt wurden. Dadurch entsteht zwar kein drastischer Qualitätsverlust, doch das geübte Auge nimmt schon mal den Unterschied inmitten einer Keilerei wahr.

Bei den Menüs und der Erkundung der Krypta läuft Mortal Kombat 11 ebenfalls nur mit 30fps, zusätzlich geht in dem Bonus-Level die Performance in die Knie, sobald man eine höhere Grafikeinstellung nutzt. Auf mittlerer Leistung klappt es besser, allerdings fällt dabei so manch matschige Textur furchterregender als jeder Fatality aus. Der Online-Modus hat in unserem Test problemlos funktioniert, weder längere Ladezeiten noch zu hohe Latenzen haben wir dabei festgestellt.

Mortal Kombat 11 - Im neuen Trailer trifft Old Skool auf New Skool 2:32 Mortal Kombat 11 - Im neuen Trailer trifft Old Skool auf New Skool

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