Obsidian & InXile - Microsoft kauft die Studios hinter Fallout: New Vegas und Wasteland 2

Rollenspieloffensive im Hause Xbox: Microsoft hat den Kauf von Obsidian (Fallout: New Vegas) und InXile (Wasteland 2) nach Gerüchten auf der X018 bestätigt.

von Elena Schulz,
11.11.2018 10:44 Uhr

Obsidian und InXile Entertainment gehören jetzt zu Microsoft.Obsidian und InXile Entertainment gehören jetzt zu Microsoft.

Die Gerüchte um den Kauf von Obsidian Entertainment haben sich bewahrheitet. Und nicht nur das: Microsoft kauft gleich noch InXile. Damit gehören dem Publisher zwei große Rollenspiel-Entwickler, die sich unter anderem für Fallout: New Vegas, Pillars of Eternity, Wasteland 2 und Torment: Tides of Numenera verantwortlich zeigten.

Das wurde auf dem Fan-Event X018 in Mexiko bekanntgegeben. Auf Youtube gibt es außerdem zwei Videos der Entwickler, in denen sie sich zum Kauf äußern. Wir binden sie hier in die News ein. Obsidian begründet die Partnerschaft im Video mit finanzieller Stabilität - es sei einfach härter als früher, Spiele zu machen. Man könne sich so mehr auf die Titel selbst, als auf finanzielle Aspekte konzentrieren. Aus ähnlichen Gründen wurde auch schon Ninja Theory, der Entwickler hinter Hellblade, ein Teil von Microsoft.

Auch InXile betont, dass ihnen der Verkauf mehr Kreativität ermöglicht und sie durch die finanzielle Unterstützung ihre eigene Produktionsqualität erhöhen können. Beide Entwickler halten fest, dass Microsoft nichts an ihrer Firma und ihrer Vorgehensweise bei Spielen ändern will, sondern sie nur unterstützen - schließlich habe man sie ja gerade wegen ihrer Spiele gekauft.

Mehr Exklusiv-Titel für Xbox und PC?

Beide Studios mussten bislang immer wieder auf Crowdfunding zurückgreifen (zum Beispiel bei Pillars of Eternity 2 oder Wasteland 3, das gerade entwickelt wird). Der Schritt macht also durchaus Sinn, um sich in Zukunft nicht mehr drauf verlassen zu müssen, um Spiele zu finanzieren. Zudem waren Torment: Tides of Numenera und The Bard's Tale 4 nicht die erhofften Hits für InXile. Gerade letzteres ging unter, obwohl wir im Test (bis auf technische Probleme) positiv gestimmt sind.

Bleibt abzuwarten, inwiefern Microsoft letztlich Einfluss auf die Studios nimmt - vielleicht erwarten uns ab jetzt eher moderne Rollenspiele als Oldschool-Varianten? Die beiden Entwickler waren nicht die einzigen Neukäufe der Firma, dieses Jahr kamen neben den Hellblade-Machern auch noch der Forza-Entwickler Playground Games, Undead Labs (State of Decay) und Compulsion Games (We Happy Few) dazu.

Damit will Microsoft sich wahrscheinlich auch bei den Konsolen gegenüber Sony behaupten, was Exklusiv-Titel angeht. Bislang hatte die Playstation hier mit Spielen wie The Last of Us, Uncharted oder Bloodborne klar die Nase vorn. Vielleicht ändert sich das ja bei der nächsten Konsolengeneration. Das würde dann allerdings bedeuten, dass die Studios nur noch für PC und Xbox entwickeln.

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