Obsidian - Microsoft soll kurz davor stehen, den Rollenspiel-Entwickler zu kaufen

Angeblich soll Microsoft gerade Obsidian kaufen. Den Rollenspiel-Entwickler kennt man für Fallout: New Vegas und Pillars of Eternity.

von Elena Schulz,
10.10.2018 11:13 Uhr

Der Entwickler hinter Pillars of Eternity 2 könnte bald Microsoft gehören.Der Entwickler hinter Pillars of Eternity 2 könnte bald Microsoft gehören.

Wie Kotaku berichtet, befindet sich Microsoft Quellen zufolge gerade in den letzten Zügen des Kaufs von Obsidian. Den Rollenspiel-Entwickler kennt man unter anderem für Pillars of Eternity, Knights of the Old Republic 2 oder Fallout: New Vegas.

Das bestätigen dem Artikel zufolge drei Quellen, die Obsidian nahestehen. Einer der Personen zufolge, sei der Deal zu 90 Prozent gelaufen. Es sei nur noch eine Frage nach dem wann, nicht ob. Obsidian war seit seiner Gründung 2003 unabhängig. Sowohl Microsoft, als auch Obsidian äußern sich auf Nachfrage von Kotaku aber nicht zum Kauf, womit es keine offizielle Bestätigung gibt.

Dem Kotaku-Artikel zufolge soll Obsidian allerdings schon öfter unter finanziellen Problemen gelitten und 2012 schon einmal kurz vor dem Aus gestanden haben. Crowdfunding rettete anscheinend das Studio - beide Pillars-Titel wurden darüber mitfinanziert. Ähnlich wie im Fall der Hellblade-Entwickler Ninja Theory, die Microsoft dieses Jahr gekauft hat, könnte der Deal für Stabilität und finanzielle Sicherheit bei der Entwicklung von Spielen sorgen.

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Setzt Microsoft auf bessere Exklusivtitel?

Seit 2017 ist bekannt, dass Obsidian an einem neuen Rollenspiel arbeitet (von dem bislang nur bestätigt wurde, dass es keine Mikrotransaktionen enthält). Publisher ist Private Division, eine Abteilung von 2K Games für mittelgroße Spiele. Auch bei Private Division will man sich nicht zu den Gerüchten äußern, gibt aber an, dass man sich darauf freue, das Rollenspiel mit Obsidian zu veröffentlichen. Sollte der Kauf wirklich stattfinden, könnte es sein, dass die Publisher-Rechte weiter bei Private Division verbleiben.

Microsoft hat dieses Jahr bereits ordentlich eingekauft und mit Undead Labs (State of Decay 2), Playground Games (Forza Horizon 4), Compulsion (We Happy Few) und Ninja Theory (Hellblade) bereits vier Studios erworben. Obsidian könnte das nächste sein und Teil eines Plans, sich bei First-Party-Spielen besser aufzustellen - beispielsweise mit einem exklusiven Rollenspiel. Bislang musste sich Microsoft hier immer Sony mit Exklusivtiteln wie Uncharted, The Last of Us oder Bloodborne geschlagen geben.

Eine Quelle bei Microsoft behauptet Kotaku gegenüber außerdem, man wolle die Entwicklung für den PC stärken, wozu Obsidian natürlich passen würde. Dazu passt auch, dass zum Beispiel das neue Halo für PC erscheinen soll. Beide arbeiteten zudem bereits vor dem Launch der Xbox One an einem Xbox-exklusiven Rollenspiel namens Stormlands zusammen. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten wurde das Spiel zwar 2012 eingestellt, allerdings wechselte die Leitung beim Xbox-Team seitdem, sodass frühere Streitereien dem Deal nicht im Weg stehen dürften.

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