Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

NUR FÜR KURZE ZEIT 
3 MONATE GRATIS

beim Abschluss eines 12-Monats-Abos

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

20% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Pro Evolution Soccer 2019 im Test - Grobes Foul an PC-Fußballern

Nach dem starken PC-Auftritt von PES 2018 im letzten Jahr verfällt Pro Evolution Soccer 2019 in alte Schwächen und zeigt sich in unserem Test als PC-Port mit einem großen Makel, weshalb wir zumindest Online-Kickern aktuell noch vom Kauf abraten.

von Tobias Veltin, Michael Herold,
07.09.2018 11:09 Uhr

Matija Nastasic im Zweikampf mit Kevin Volland. Schalke 04 und Bayer Leverkusen sind die einzigen deutschen Vereinsteams in PES 2019.Matija Nastasic im Zweikampf mit Kevin Volland. Schalke 04 und Bayer Leverkusen sind die einzigen deutschen Vereinsteams in PES 2019.

PC-Spieler und Pro Evolution Soccer haben seit jeher eine komplizierte Beziehung zueinander. In ihren frühen Jahren erschien Konamis Fußballsimulations-Reihe einfach überhaupt nicht auf dem PC, später litten die PC-Portierungen jahrelang unter deutlich schwächerer Technik als die jeweiligen Konsolenversionen. Letztes Jahr schien die Ungerechtigkeit dann endlich überwunden: Die PC-Version von PES 2018 entsprach technisch und optisch 1 zu 1 den PS4- und Xbox-One-Ausgaben.

Eigentlich also ein guter Startpunkt, um dieses Jahr mit Pro Evolution Soccer 2019 genau da weiterzumachen, wo man aufgehört hat, und einen einwandfreien PC-Port zu liefern. Aber eben nur eigentlich. Denn tatsächlich stolpert Konami auf der Fortschrittsleiter mindestens zwei Jahre nach hinten und liefert uns zum Release von PES 2019 nur ein halbes Spiel. Konkret lautet das Problem: Selbst eine Woche nach Veröffentlichung haben wir noch keinen Zugriff auf die Online-Modi des Spiels, wie myClub oder die Online-Divisionen. Woran das liegt und wann dieses Problem behoben wird, konnte Konami auch auf unsere telefonische Nachfrage hin nicht beantworten.

Wir standen für unseren Test nun also vor der Aufgabe, sowohl alle verfügbaren Inhalte von PES 2019 inklusive dem kompletten Gameplay fair zu bewerten, aber gleichzeitig euch zu warnen, dass ihr aktuell einfach kein komplettes PC-Spiel für euer Geld erhaltet. Unsere Lösung: Wir testen, was da ist, geben aber vorerst eine Abwertung in Höhe von 20 Punkten für die noch fehlenden Online-Funktionen, die bei einer Fußballsimulation naturgemäß deutlich schwerer wiegen als bei einem story-lastigen Rollenspiel.

Egal ob schnelle Überbrückung des Mittelfelds oder langsames Aufbauspiel: Ihr könnt euer Tempo in PES 2019 hervorragend variieren und somit für Überraschungsmomente sorgen. Egal ob schnelle Überbrückung des Mittelfelds oder langsames Aufbauspiel: Ihr könnt euer Tempo in PES 2019 hervorragend variieren und somit für Überraschungsmomente sorgen.

Selbstverständlich bedeutet das aber auch, dass wir diesen Test aktualisieren und unsere Wertung noch einmal anpassen werden, sobald Konami das Problem behoben hat. Wann auch immer das geschehen wird. Schaut deshalb am Besten immer wieder auf unserer Homepage vorbei, um den neuesten Stand der Wertung zu erfahren.

Wie ist der aktuelle Stand der Online-Probleme?
Wir haben am Morgen des 7.9.2018 erneut getestet, ob wir uns inzwischen in die PC-Server von PES 2019 einloggen können. Von zehn Versuchen schlugen neun fehl. Ein einziges Mal konnten wir ohne Probleme alle Online-Modi spielen. Auf Grund dieser Zahlen halten wir vorerst an unserer Abwertung fest. Auch auf Reddit beschweren sich viele PC-Spieler noch immer über die nervige Fehlermeldung »Error VNBP733«.

Nun aber erstmal zurück zu dem Pro Evolution Soccer 2019, das wir aktuell auf dem PC spielen können: Nach dem Verlust der Champions-League-Lizenz an den großen Konkurrenten FIFA, ist PES dieses Jahr im Vergleich der großen Fußballsimulationen nämlich ohnehin mehr Underdog denn je. Allerdings zeigt sich in unserem Test, dass Konami sowohl auf dem Platz als auch mit vielen neuen Partnerschaften aus dieser Not eine Tugend machen konnte - zumindest wenn man auf die derzeit noch nicht funktionierenden Online-Modi verzichten kann.

Die Stadionatmosphäre in PES 2019 ist wieder mal hervorragend, besonders wenn wir mit lizenzierten Mannschaften wie PSG und dem FC Liverpool auflaufen.Die Stadionatmosphäre in PES 2019 ist wieder mal hervorragend, besonders wenn wir mit lizenzierten Mannschaften wie PSG und dem FC Liverpool auflaufen.

Lizenz-Attacke

Die europäische Königsklasse - und damit ein echtes »Pfund« - hat PES also verloren, was Konami aber nicht daran gehindert hat, etliche andere Lizenzen ins Boot zu holen und damit eins der dicksten Pakete zu schnüren, das die Serie bislang hatte. Unter anderem sind neun neue komplett lizenzierte Ligen im Spiel (siehe Auflistung) und es gibt Premium-Partnerschaften mit Einzelteams wie dem FC Liverpool, Arsenal London und dem AC Mailand.

Über die Relevanz dieser Lizenzen lässt sich natürlich streiten, zumal auch die Bundesliga bis auf den FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen immer noch nicht adäquat vertreten ist. Fakt bleibt aber, dass es selten derart viele echte Teams und Spieler in Konamis Fußballserie gab wie in PES 2019.

So entstand unser PC-Test
Bereits vor dem Release der PC-Version von PES 2019 haben wir gemeinsam mit den Kollegen von der GamePro ausführlich die PS4-Variante Probe gespielt. Für unseren GameStar-Test haben wir anschließend große Teile des GamePro-Tests übernommen und leicht angepasst. Dies gilt insbesondere für Themen, die sich auf PC und Konsole kaum bis gar nicht unterscheiden, wie neue Lizenzen, Gameplay und Modiauswahl. Bei anderen Aspekten des Spiels dagegen, wie dem fehlenden Online-Modi und der Technik, lest ihr in diesem Test unsere Analyse der PC-Version.

Die Keeper sind recht herauslauffaul, was unserem Stürmer in dieser Situation einen leichten Torerfolg beschert.Die Keeper sind recht herauslauffaul, was unserem Stürmer in dieser Situation einen leichten Torerfolg beschert.

Keine wirkliche Überraschung indes: Auf dem Platz ist PES 2019 wie schon seine Vorgänger eine echte Macht, was vor allem an der tollen Mischung aus enorm realistischen Animationen, nachvollziehbarem Spielverlauf und Ballphysik liegt. Wie in jedem Jahr hat Konami einige neue Bewegungen hinzugefügt und insbesondere in den Wiederholungen sind Außenristpässe, angetäuschte Bewegungen oder Kopfbälle eine echte Augenweide.

Die virtuelle Körperlichkeit des Spiels hat im Vergleich zum letzten Jahr gefühlt noch einmal etwas zugelegt, an baumlangen Verteidigern wie Naldo vorbeizukommen oder gar ein Kopfballduell gegen ihn zu gewinnen ist beispielsweise besonders schwer.

Ballphysik zum Verlieben

Durch das Abschirmen und Wegblocken des Balles gebt ihr den angenehm clever agierenden KI-Kollegen zudem Zeit, in entscheidende Lücken zu stoßen und durch das realistische Spieltempo könnt ihr durch schnelle Richtungswechsel oder Sprints Gegner hervorragend narren. Auch das Ablaufen von Bällen in der Defensive ist enorm befriedigend.

Kombiniert mit der hervorragenden Ballphysik, dank der das Spielgerät immer wieder nachvollziehbar von Schienbeinen oder Torpfosten abprallt ergibt sich ein Spielablauf, der sich bei entsprechendem Können sowohl sehr gut selbst steuern lässt, durch unvorhergesehene Situationen aber auch stets für Überraschungen sorgen kann.

5 Punkte Abwertung wegen Pay2Win
Neben den 20 Punkten für die fehlenden Online-Modi werten wir Pro Evolution Soccer 2019 gemäß unseren Wertungsrichtlinien in diesem Test wegen Pay2Win noch um fünf weitere Punkte ab. Auch wenn wir ihn auf dem PC noch nicht spielen konnten, wissen wir bereits aus den letzten Jahren und von der Konsolenversion von PES 2019, dass der myClub-Modus ganz genau wie der Ultimate Team Modus bei der Konkurrenz von FIFA die Möglichkeit bietet, digitale Währung gegen Echtgeld zu kaufen. In dem Sammelkartenmodus können zahlungsbereite Spieler sich so mit einem Griff ins Portemonnaie einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Spielern verschaffen. Sollte Konami überraschenderweise doch noch Änderungen an der PC-Variante von myClubs einführen, passen wir unsere Wertung gegebenenfalls an.

Spielerische Unterschiede im Vergleich zu PES 2018 sind allerdings kaum bis gar nicht zu spüren. Das von Konami überarbeitete Schusssystem fühlt sich prinzipiell nicht wesentlich anders an als in den Jahren zuvor, allerdings ist die richtige Positionierung zum Ball wichtiger denn je, um einen kraftvollen Schuss loszulassen. Zentral vor dem Sechzehner abgefeuerte Schüsse auf die unteren Torecken kamen uns zudem etwas zu effektiv vor.

Kopfbälle sind ebenfalls vergleichsweise knifflig auszuführen und weniger effektiv als in den letzten Jahren, hier ist das Timing nun noch entscheidender. Das hat aber natürlich auch seinen Reiz, denn so ist jedes erzielte Kopfballtor ein absolutes Hochgefühl. Ausschließlich ärgerlich ist hingegen, dass die KI-Torhüter selbst auf den höheren Schwierigkeitsstufen sehr zögerlich herauslaufen, wenn wir allein in den Strafraum durchbrechen, was dann oft für gefühlt zu leicht erzielte Tore sorgt.

1 von 4

nächste Seite



Kommentare(48)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen