Rainbow Six Siege: Halloween-Event spaltet die Spieler

Das Halloween-Event von Rainbow Six: Siege bringt nicht nur Freude. Sugar Fright sorgt mit einer Deathmatch-Variante auch für jede Menge Spieler-Frust.

von Sören Wetterau,
28.10.2020 11:50 Uhr

Verkleidet als Muppets: Das diesjährige Halloween-Event in Rainbow Six: Siege kommt nicht bei allen gut an. Verkleidet als Muppets: Das diesjährige Halloween-Event in Rainbow Six: Siege kommt nicht bei allen gut an.

Nichts mit gruselig: Das Halloween-Event in Rainbow Six: Siege fällt ziemlich farbenfroh aus und verwandelt Operatoren in Muppet-ähnliche Figuren. Der neue Spielmodus mit dem Namen Sugar Fright sorgt derweil für viel Kritik. Doch es gibt auch lobende Stimmen aus der Community.

Das ist der neue Modus

Wie bei jedem Event gibt es auch beim diesjährigen Halloween einen komplett neuen Spielmodus. Statt Taktik und behutsames Vorgehen bietet Sugar Fright eine Abwandlung des klassischen Team Deathmatch und erinnert stark an Kill Confirmed aus Call of Duty. Ein reiner Abschuss genügt nicht, denn zusätzlich muss noch die Süßigkeit des Feindes aufgesammelt werden.

Gleiche Waffen, keine Sonderfähigkeiten: Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern bekämpfen sich auf einer speziellen Halloween-Karte. Welches Team als erstes 50 Punkte innerhalb von zehn Minuten sammelt, gewinnt das Match. Dabei stehen lediglich zehn ausgewählte Operatoren ohne ihre speziellen Fähigkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus greifen alle Spieler auf dieselben Waffen zurück.

Neue Skins für Waffen und Operatoren: Passend zum Halloween-Event gibt es eine neue Sammlung, die aus mehreren neuen Outfits für Operatoren und Waffen besteht. Mit dabei sind unter anderem die Puppen-Skins, die Ubisoft auf Twitter in den Fokus rückt:

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Was ist das Problem?

Anders als etwa bei Call of Duty: Warzone kommt der Halloween-Modus in Rainbow Six: Siege nicht durchweg positiv an. Stattdessen gibt es zwei große Kritikpunkte, die vor allem auf Reddit geäußert werden.

Spawn-Camper: In Sugar Fright gibt es für die Teams eine feste Spawn-Arena. Das Problem? Diese ist nicht vor Eindringlingen geschützt. Gegner können relativ problemlos an den Seiten das Gebiet betreten und Spieler, die gerade respawnen, direkt wieder und wieder erledigen. Zwar gibt es einen kurzen Spawn-Schild von etwa zwei Sekunden, aber dieser reicht oftmals nicht aus, um Camper abzuwehren.

Strafe für Leaver: Über Twitter teilte Ubisoft mit, dass Spieler, die absichtlich ein laufendes Match verlassen, mit einer 30-minütigen Sperre für alle Ranked- und Unranked-Playlisten bestraft werden. Eine nachvollziehbare Aktion, die aber frustrierend sein kann: Wer beispielsweise durch einen Spielabsturz aus dem Match fliegt, kann nicht zurückkehren und muss ebenfalls mit der Strafe leben.

Eine Änderung, die es bei vorherigen Events nicht gab. Dort wurden die Modi noch als Quick Match gewertet, bei denen ein Verlassen nicht umgehend zu einer kompletten Strafe führt. Darüber hinaus werden nun Teams, bei denen ein Spieler fehlt, nicht mehr aufgefüllt.

Positive Meldungen: Trotz der intensiv diskutierter Kritik gibt es auch Spieler, die sich wünschen, dass der Modus permanent bleibt. Der bekannte Siege-Youtuber Coconut Brah sieht beispielsweise Potenzial, um neue Spieler anzulocken.

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In eine ähnliche Kerbe schlagen etliche Kommentare unter seinem Tweet. So sei Sugar Fright eine gute Möglichkeit, um besser zielen zu lernen. Der bisherige PvE-Modus Terror Hunt sei dafür nicht wirklich geeignet. Der Ruf nach besseren Spawns zieht sich aber auch durch die wohlwollenden Rückmeldungen.

Wer den Modus selbst ausprobieren möchte, hat noch bis zum 10. November Zeit. Danach wird Sugar Fright wieder deaktiviert. Ob Ubisoft darüber nachdenkt, einen solchen Modus permanent Rainbow Six: Siege hinzuzufügen, ist bisher nicht bekannt. Es ist übrigens nicht die einzige Diskussion in der Community: Erst kürzlich wurde das Kick-Feature wegen viel Kritik selbst gekickt.

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