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Seite 2: Red Dead Redemption 2 im PC-Test: Outlaws im Nebel

Pferde im Nebel

Vielleicht fangen wir am besten mit dem an, was an der PC-Version von Red Dead Redemption 2 in Sachen Präsentation eben nicht neu ist: 3D-Modelle, Animationen, Sprachaufnahmen - all das ist identisch mit der Konsolenfassung.

Überarbeitet wurden dagegen die jetzt tesselierten Texturen, vor allem die für Bäume, Tiere und generell die Umgebung. Zwar muss man schon sehr nah hingehen, um an der Baumrinde oder am Fell eines erlegten Rehs einen Unterschied zu sehen, doch der Gesamteindruck ist tatsächlich »detaillierter« als bei den ursprünglichen Fassungen für PS4 und Xbox One. Kleiner Wermutstropfen: Die schicken Texturen fressen ordentlich Speicherplatz, Red Dead Redemption 2 schlägt mit wuchtigen 112 GB zu Buche.

Ähnlich subtil fallen die verbesserten Lichteffekte aus. Im Saloon spielen jetzt Sonnenstrahlen durchs Fenster, im Wald fingern sie durch die Blätter. Der Übergang der Tageszeiten ist jetzt ebenfalls etwas sanfter, Schatten werden nun auch in größerer Entfernung berechnet.

Richtig beeindruckend ist die erhöhte Sichtweite, etwa wenn Arthur auf einer Klippe über einem imposanten Canyon steht und den Blick in die Ferne schweifen lässt. Dann fühlt man selbst vor dem heimischen Rechner die Weite des Westens und möchte am liebsten bis zum Horizont reiten - in solchen Momenten ist Red Dead Redemption 2 am allerbesten.

Wie Rockstar Games mit Red Dead Redemption 2 die Open World neu erfinden wollte

Besonders gut gefallen hat uns auch eine Mission, in der die Gang von Dutch van der Linde im Morgengrauen losreitet. Zart fällt das Morgenlicht in den Wald und beleuchtet den volumetrischen Bodennebel, beim Durchreiten eines Flusses spritzt spektakulär das Wasser unter den Hufen. Kurz: Alles ist etwas fluffiger, feiner, flüssiger. Sichtbare Unterschiede zu den Konsolenfassungen fallen jedoch nur im direkten Vergleich auf. Sogar die gelegentlichen Clipping-Fehler kennt man bereits, wenn etwa der Held mit einer sperrigen Flinte ein Haus durchstöbert und der Lauf im Türstock verschwindet.

Halt, einen großen Unterschied gibt es dann doch: Wenn irgendwie möglich, solltet ihr Red Dead Redemption 2 mit mindestens 60 Bildern pro Sekunde spielen, auf der Konsole sind es maximal 30 fps. Das sieht nicht nur besser aus, sondern erleichtert obendrein den Cowboy-Alltag - denn der besteht nun mal auch aus Schießereien.

Im Dead-Eye-Modus verlangsamt sich das Geschehen und wir markieren Gegner, die dann nacheinander automatisch getroffen werden. Im Dead-Eye-Modus verlangsamt sich das Geschehen und wir markieren Gegner, die dann nacheinander automatisch getroffen werden.

Mr. Morgan mit Maus

Vor allem in Schießereien ist die Steuerung per Maus und Tastatur ein echter Vorteil. Zwar bietet die Konsolenfassung ein »Snap on«-Zielsystem, aber das ist natürlich bei weitem nicht so präzise. In einer Mission mit mehreren Gegnerwellen schalten wir einen Widersacher nach dem anderen aus, ohne selbst ernsthaft Schaden zu nehmen. In solchen Momenten kommt uns das Spiel fast schon etwas zu leicht vor.

Dafür ist die Bedienung mit der Tastatur in den (zum Glück seltenen) Nahkämpfen etwas unbeholfen. Wer kann, hängt parallel ein Gamepad an den PC und wechselt je nach Situation hin und her. Überhaupt, die Steuerung: Die etwas umständliche Bedienung mit einer Vielzahl von kontextabhängigen Kommandos war bereits bei der Konsolenfassung ein Kritikpunkt.

Das Durchsuchen von Schränken und Nachtkästchen ist etwas fummelig, man muss erst „lernen“, was überhaupt durchsucht werden kann. Das Durchsuchen von Schränken und Nachtkästchen ist etwas fummelig, man muss erst „lernen“, was überhaupt durchsucht werden kann.

Klar, ein Spiel mit vielen Möglichkeiten braucht auch viele Tasten, um diese Tätigkeiten auszulösen. Doch gerade zu Beginn werdet ihr nicht um einen Spickzettel neben der Tastatur umhinkommen. Allerdings lassen sich alle Tasten auch im Menü (Achtung: nur im laufenden Spiel, nicht im Hauptmenü!) frei umbelegen, was das Grundproblem der überladenen Steuerung immerhin leicht entschärft.

Wer seinem Helden ungern die ganze Zeit über die Schulter schauen mag, wechselt in die Ego-Perspektive. Vor allem bei Schießereien wirkt das Spiel dann fast wie ein klassischer Shooter, spätestens beim Reiten empfiehlt sich jedoch wieder der Wechsel auf die Außenkamera - das Gehoppel geht dafür anfälligen Spielern sonst arg auf den Magen.

Apropos Kamera: Bleibt ihr lange auf der Taste »V«, wechselt das Spiel in die sogenannte Cinematic Camera, also den Kinomodus mit besonders dramatischen Einstellungen. Folgt ihr dann gerade der Straße zu einem Wegpunkt, galoppiert der Gaul automatisch zum Ziel. Eine Schnellreise-Funktion gibt es abseits der eher raren Postkutschen-Stationen allerdings nicht, was vor allem gegen Ende des Spiels ordentlich nerven kann, wenn man viel von der Karte aufgedeckt hat und die Wege zur nächsten Mission lang sind. Wohl dem, der dann sein Lager voll ausgebaut hat und immerhin vom eigenen Zelt aus schnellreisen kann.

Dank Maus- und Tastatur-Bedienung sind die Schießereien fast schon zu leicht. Dank Maus- und Tastatur-Bedienung sind die Schießereien fast schon zu leicht.

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