Es ist eine hervorragende Zeit, um am Leben zu sein! Klar, die Welt geht vor die Hunde. Aber wenn wir noch bis zum 18. September 2026 durchhalten, bekommen wir erneut die Chance auf eine würdige Realverfilmung von Resident Evil.
Dieses Vorhaben endete bereits achtmal in einem Desaster, woher also mein Optimismus? Die Antwort lautet Zach Cregger!
Der hat nicht nur einen coolen Namen, sondern auch noch das Zeug, fantastische Horror-Filme zu basteln. Das hat er als Regisseur von Barbarian und Weapons bereits zweimal bewiesen. Und das Beste kommt noch: Er ist selbst ein riesiger Resi-Fan!
20 Jahre voller Grütze
Die bekanntesten Adaptionen dürften wohl die (ich kann es kaum glauben) sechs Verfilmungen mit Milla Jovovich sein, die zwischen 2002 und 2017 erschienen sind. Manche davon können, wenn man beide Augen zudrückt, sogar als mittelmäßige Sci-Fi-Filme durchgehen. Mit dem Resident Evil, wie ich es kenne, haben die aber irgendwie nicht so viel zu tun.
Doppelter Neustart: 2021 gab es mit Welcome to Raccon City einen zweiten Versuch, das Franchise auf die große Leinwand zu bringen. Der scheiterte jedoch an den Kinokassen und konnte auch die Fans nur bedingt überzeugen. Und dann erschien 2022 noch die Netflix-Serie, die auch abseits des rassistisch motivierten Review-Bombings, weder bei der Presse noch bei der Zuschauerschaft positiv wegkam.
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Resident Evil: Trailer zur ersten Verfilmung der Kult-Horrorspiele
Ihr möchtet euch einen Überblick verschaffen? Hier sind alle bisherigen Realverfilmungen und deren Bewertung auf Rotten Tomatoes im Überblick:
- Platz 1: Resident Evil: Netflix (2022) - 53 Prozent
- Platz 2: Resident Evil 6: The Final Chapter (2017) - 38 Prozent
- Platz 3: Resident Evil (2002) - 36 Prozent
- Platz 4: Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021) - 30 Prozent
- Platz 5: Resident Evil 5: Retribution (2012) - 28 Prozent
- Platz 6: Resident Evil 3: Extinction (2007) - 24 Prozent
- Platz 7: Resident Evil 4: Afterlife (2010) - 21 Prozent
- Platz 8: Resident Evil 2: Apocalypse (2004) - 18 Prozent
Weniger katastrophal sind die vier Resident-Evil-Animationsfilme, die von den Fans größtenteils positiv aufgenommen werden. So richtig warm geworden bin ich mit denen aber nie. Irgendwie sind mir die Ableger, die ich gesehen habe, etwas zu übertrieben. Das liegt aber eher an meinem persönlichen Geschmack als an nennenswerten Kritikpunkten.
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Resident Evil: Welcome to Raccoon City-Film zeigt sich im ersten Trailer
Alle guten Dinge sind neun
Als ich vor einigen Monaten gehört habe, dass Zach Cregger die Regie für den nächsten Resi-Film übernehmen wird, wurde ich im ersten Moment vorsichtig optimistisch gestimmt. Schließlich konnte er mich bereits mit Barbarian überzeugen. Inzwischen hat meine Vorfreude jedoch einen Raketenstart hingelegt. Warum? Lest einfach selbst:
- Ausgezeichnetes Horror-Portfolio
- Kritiker und Fans sind begeistert von Barbarian (92 und 70 Prozent bei Rotten Tomatoes) und Weapons (94 und 85 Prozent bei Rotten Tomatoes).
- Bekannte Filmstudios haben sich um Creggers Skript geprügelt!
- Die dicksten Oberarme hatten am Ende Columbia Pictures und Sony, die den Film am 18. September 2026 in die US-Kinos bringen wollen.
- Cregger ist selbst riesiger Resident Evil Fan.
- Laut eigener Aussage hat er alle Ableger gespielt, insbesondere meinen Liebling, Teil 4. Hundert Mal soll es gewesen sein. Kein Wunder, dass er sich selbst als
besessen
bezeichnet.
- Laut eigener Aussage hat er alle Ableger gespielt, insbesondere meinen Liebling, Teil 4. Hundert Mal soll es gewesen sein. Kein Wunder, dass er sich selbst als
- Auf bekannte Charaktere wird verzichtet.
- Cregger sagt dazu, dass deren Geschichten schließlich schon in den Spielen erzählt wurden. Damit hat er recht! Außerdem meidet er so das Risiko, einen Fan-Liebling anders darzustellen, als die Community es gerne hätte. Die Resi-Welt bietet genug Potenzial, völlig neue Storys zu erfinden! Und dass Cregger das kann, hat er bereits bewiesen.
- Die Lore wird geehrt.
- Trotz der neuen Geschichte will sich Cregger laut eigener Aussage an die Lore des Originals halten. Das beruhigt, schließlich wird die wirre Resi-Lore durch die Spiele-Remakes bereits geradegerückt. Und zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei.
- Der Protagonist hat sich bewährt.
- Bisher ist nur eine Person des Casts bekannt und die ist Austin Abrams. Er soll die Hauptrolle übernehmen. Der Schauspieler war bereits als Junkie James Anthony in Weapons zu sehen und konnte mich dort durch seine facettenreiche Darstellung definitiv überzeugen.
- Cregger hat keine der Realverfilmungen gesehen.
- Das kann positiv aufgefasst werden, schließlich lässt sich so auch nichts abgucken. Gleichzeitig hätte er so aber auch lernen können, wie man es nicht macht.
Während ich das alles so schreibe, fühle ich mich erneut in meiner Auffassung bestätigt, dass wir der kommenden Resi-Verfilmung hoffnungsvoll entgegenblicken können. Bis wir es sicher wissen, könnt ihr euch die Zeit mit Creggers aktuellem Horror-Hit Weapons vertreiben. Unsere ausführliche und spoilerfreie Filmkritik findet ihr hier.
Die meiner Meinung nach beste Realverfilmung (bisher) ist Welcome to Raccoon City, die ich trotz der fragwürdigen Interpretation zahlreicher Charaktere bis zur Hälfte echt cool finde. Die Effekte haben es in sich und die Atmosphäre holt mich ab. Doch das Ende kommt mir viel zu früh und irgendwann wurden mir einige Charaktere zu fremd und albern.
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