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So spielt sich StarCraft 2

Es ist eine seltsame Mischung aus Fortschritt und Nostalgie: Blizzards neues Echtzeit-Meisterwerk soll nächstes Jahr die moderne Konkurrenz aufmischen. Und zwar, indem es sich exakt wie der neun Jahre alte Vorgänger anfühlt. Kann dieser Balanceakt glücken? Wir wollten es ganz genau wissen, haben die Entwickler besucht, Starcraft 2 erstmals gespielt ? und antworten: Ja!

von Michael Obermeier,
03.08.2007 20:00 Uhr

Alle unsere Starcraft 2-Partien beginnen wir mit einem Nexus- Hauptquartier und sechs Drohnen. Logisch, denn wir kommandieren die Protoss. Mit denen ringen wir in den Multiplayer-Matches mal gegen einen, mal gegen drei Rivalen derselben Rasse ? die von den Kollegen der internationalen Presse angeführt werden. Beim Start fühlen wir uns sofort heimisch. Das Interface ist genauso aufgebaut wie im Vorgänger: Links unten die Minikarte, rechts unten die Befehls- Schaltflächen wie »Position halten « oder »Gebäude errichten«. In der unteren Mitte zeigen Bilder den Zustand der ausgewählten Einheiten. Das dürfen nun mehr als zwölf sein, derzeit gar beliebig viele. Der Lead Designer Dustin Browder stellt jedoch klar: »Ob es ein Auswahllimit geben wird, steht noch nicht fest. Wir müssen erst testen, ob das sinnvoll ist.« Die Terraner attackieren einen Stützpunkt der Protoss. Der kolossale Thor auf der Klippe (links oben) setzt gerade seine Artillerieschlag-Fähigkeit ein. Die Vikings rechts unten können sich in Raumjäger oder Mechs verwandeln.

Egal, zunächst wählen wir eh nur sechs Einheiten an, nämlich unsere Drohnen. Die flinken Arbeitsbienen ernten wie gehabt Kristalle und Vespin-Gas. Von Ersteren existiert neben der blauen neuerdings auch eine gelbe Variante. Die wirft mehr Rohstoffe ab, wächst aber nur an umkämpften Orten ? das blaue Tiberium von C&C: Tiberium Wars lässt grüßen. Das Gas entströmt wieder Geysiren, auf die wir Raffinerien pfropfen. In Mehrspieler-Partien müssen wir die Rohstoffe allerdings nicht zwingend selbst abbauen, sondern können sie auch mit unseren Verbündeten tauschen. Um unseren Stützpunkt zu erweitern, erteilen wir einer Drohne bei gedrückter Shift-Taste mehrere Bauaufträge, die sie dann abarbeitet. Das geht flott: Wiederum wie im Vorgänger pflanzen die Protoss-Arbeiter Teleport-Wirbel, aus denen sich die Bauten automatisch herausschälen. So errichten wir erstmal einige Pylonen (Energiespender für Gebäude), eine Schmiede (dort werten wir Bodenwaffen und Schilde auf ) sowie einen Warp-Knoten. In Letzterem heben wir Infanteristen aus, darunter auch wieder die Berserker, die Gegner mit ihren leuchtenden Armklingen zerreißen. Wie im Vorgänger dürfen wir pro Kaserne jedoch nur bis zu fünf Einheiten in Auftrag geben, die dann nacheinander hergestellt werden. So weit, so altbekannt.

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