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SpellForce 3 im Test - Vom Hoffnungsträger zum Pflegefall

SpellForce 3 hätte mit einer tollen Mischung aus RTS und RPG im Test begeistern können – wenn die Entwickler sich mehr Zeit zum Release genommen hätten.

von Maurice Weber,
12.12.2017 11:33 Uhr

Der Test zu SpellForce 3 zeigt: Die Release-Version ist in einem inakzeptablen Zustand.Der Test zu SpellForce 3 zeigt: Die Release-Version ist in einem inakzeptablen Zustand.

Das ist nicht der Test zu SpellForce 3, den ich schreiben wollte. Was hätte ich dieses Spiel am liebsten hochleben lassen! Lange erschien kein Titel mehr, der so lasergenau meinen Geschmack trifft. Die eine Hälfte Echtzeitstrategie in der Tradition von Age of Empires, die andere ein Rollenspiel mit klaren Anleihen bei Baldur's Gate, und das auch noch richtig gekonnt vermischt - was will man mehr?

Naja, einen bugfreien Release zum Beispiel. Und schon die eine Woche vor Release zur Verfügung gestellte Testversion weckte Zweifel, dass das klappen würde. Sie war so verbuggt, dass ich sie nicht einmal durchspielen konnte und von einer finalen Wertung deswegen absah. Jetzt ist das fertige Spiel da - und die Entwickler haben längst nicht alle Probleme in den Griff gekriegt. Zwar kann ich einen klaren Fortschritt gegenüber der Testversion erkennen, aber als veröffentlichungsfertig kann ich SpellForce 3 beim besten Willen nach wie vor nicht bezeichnen.

Eine Reise voller Bugs

Immer wieder ärgere ich mich über fehlerhafte Quests. Mal sind es kleine Probleme: Ein Dialog wird an der falschen Stelle ausgelöst, spielt sich mehrfach oder überhaupt nicht ab. Aber das ist nur der Anfang. Andere Aufgaben kann ich gar nicht abschließen, weil sich das Questlog nicht korrekt aktualisiert oder der Questmarker einfach ins Leere zeigt.

Große Fehler Kaputte Mission: Ich kann nichts bauen, weil sich unsere Arbeiter weigern - ein Neustart ist angesagt.

Kleine Ärgernisse Solche Textfehler zerstören das Spiel nicht, nerven in der Summe aber enorm.

Hier und da stolpere ich über fehlerhafte Beschreibungen oder englische Texte, die sich in die deutsche Version eingeschlichen hatten. Einmal hatte ich gar plötzlich wieder einen Begleiter aus dem Prolog im Gruppenmenü, obwohl der dort storytechnisch schlichtweg nicht sein kann.

Auf Steam klagten nach Release zunehmend mehr Nutzer in den Foren über weitere Quest-Bugs, die mir selbst gar nicht unterkamen. Wenn ich beim Schreiben dieses Artikels einfach mal nebenbei dort reinschaue, starren mir allein auf der ersten Seite vier Threads über verschiedene Plotstopper-Bugs entgegen. Manchmal werden die auch durch die Spielmechanik verursacht: In einer Mission wäre zwar die Story weitergegangen, aber meine Arbeiter weigerten sich einfach, irgendein Gebäude zu bauen.

An anderer Stelle hatten meine Fischer keine Lust, ihre Angel auszuhängen. Das zerschoss mir zwar nicht die Mission, weil es auch andere Nahrungsquellen gibt, aber frustrierend war's doch. Die Entwickler legen zwar einen regelrechten Patch-Marathon hin (im Schnitt zwei Updates pro Tag!), und das ist auch lobenswert - aber ein Spiel in diesem Zustand überhaupt zu veröffentlichen, bleibt schlichtweg inakzeptabel. Dafür ziehen wir 15 Punkte von der Wertung ab.

SpellForce 3 - Screenshots ansehen

Dabei könnte es so schön sein!

Um das erneut klar zu sagen: Die Abwertung tut mir in der Seele weh! Denn SpellForce 3 macht so vieles richtig. Das geht schon bei der Story los. Mehrere Jahrhunderte vor dem ersten SpellForce spiele ich das Kind des berüchtigsten Verräters der Welt. Der Magier Isamu Tahar lehnte sich gegen die Diskriminierung von Zauberern auf und badete das Land in Blut. Ich kehrte seinem rücksichtslosen Kreuzzug den Rücken und kam nach seinem Tod bei der königlichen Armee unter. Und der liebe Papa erreichte genau das Gegenteil seines Ziels: Die Kirche hat alle Magie verboten und macht gnadenlos Jagd auf jeden illegalen Hexer.

SpellForce 3 steckt mich damit in eine richtig interessante Rolle. Als Magier und Verräterkind bin ich gleich doppelt Außenseiter. Dieses Misstrauen begleitet mich ab meiner ersten Mission, einer mysteriösen magischen Seuche auf den Grund zu gehen. Und schon in den ersten Spielstunden brennt das Spiel eine packende Storywendung nach der anderen ab. Vor allem die Figuren schaffen es immer wieder, mich mit neuen Facetten zu überraschen und trotzdem nachvollziehbar zu bleiben. Dazu trägt auch die ganz erstklassige Vollvertonung bei, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch - Geralt-Sprecher Doug Cockle aus The Witcher ist da nur die Spitze des Eisbergs!

Spellforce 3 - Cinematic-Trailer: Was vor dem dritten Teil geschah 2:45 Spellforce 3 - Cinematic-Trailer: Was vor dem dritten Teil geschah

SpellForce-Veteranen freuen sich außerdem über viele interessante Bezüge. Ihnen dürfte früher klarwerden als Neulingen, wie wichtig ihr ganzes Treiben hier eigentlich ist und welche Rolle sie in der Geschichte der Welt spielen. Aber auch wer die Vorgänger nicht kennt, erlebt eine richtig gelungene Fantasy-Story.

Nur mehr Einfluss hätte ich gerne darauf gehabt. Manche Dialoge suggerieren deutlich mehr Entscheidungsgewalt, als ich letztlich besitze. Gelegentlich darf ich eine von zwei Seiten wählen, aber das verändert die Handlung lediglich im Detail - und genauso oft ist mir mein Pfad fest vorgebeben. Das machen reine Rollenspiele wie Dragon Age: Origins besser. Allerdings hat SpellForce 3 ja auch noch eine andere Seite.

In Dialogen erfahre ich mehr über Welt und Figuren, wirklich tiefgreifende Entscheidungen treffe ich aber kaum.In Dialogen erfahre ich mehr über Welt und Figuren, wirklich tiefgreifende Entscheidungen treffe ich aber kaum.

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