Offene Welten voller Aktivitäten und Quests? Ugh, das klingt irgendwie anstrengend. Verzweigte Dialogoptionen und Entscheidungen, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen? Das ist viel zu viel Verantwortung! Hunderte Stunden Spielzeit, um alles zu erkunden und die Story bis zum Ende zu spielen? Kein Platz dafür in der knapp bemessenen Freizeit, geht das nicht auch irgendwie schneller?
Die Antwort ist »Ja!« - Zumindest in einigen Spielen. Es gibt nämlich Titel, die man auf die ein oder andere Weise durchspielen kann, ohne wirklich etwas dafür tun zu müssen.
Das klingt erstmal paradox, wenn man doch eigentlich nach Spielspaß sucht, es kann aber durchaus witzig sein. Wir stellen euch einige Spiele vor, in denen das möglich ist.
- Far Cry 4
- Far Cry 5
- The Stanley Parable
- Tacoma
- Bendy and the Dark Revival
- Thank Goodness You're Here
- Freddy Fazbear's Pizzeria Simulator
- The Witch's House
- Nothing
- The Longing
Far Cry 4
3:32
Spotlight - Ein Shooter gegen Gewalt - Warum das Geheime Ende von Far Cry 4 genial war
Far Cry 4 wurde schnell bekannt für sein »geheimes« Ende. In dem Open-World-Shooter reist ihr in das fiktive Land Kyrat, um die Asche eurer Mutter in ihrer Heimat zu verstreuen. Dabei stolpert ihr jedoch in einen ausgewachsenen Bürgerkrieg und helft dabei, den Diktator Pagan Min zu stürzen. Auf jenen trefft ihr gleich zu Beginn, als er euch gefesselt in sein Anwesen bringt.
Als er kurz den Raum verlässt und euch bittet zu warten, ergreift ihr normalerweise die Chance, um eure Flucht ins Rollen zu bringen. Haltet ihr allerdings die Füße still, bringt euch Pagan zu dem Berg, auf dem ihr eure Mutter bestatten wolltet, und dann kommt auch schon der Abspann - nach 15 Minuten Spielzeit. Der Kreativ-Chef von Far Cry 4 hat später übrigens verraten, wie es zu dieser Idee überhaupt kam.
Far Cry 5
3:34
Far Cry 5 - Video: Das alternative Ende ist nicht so gut wie in Far Cry 4 - Video: Das alternative Ende ist nicht so gut wie in Far Cry 4
Far Cry 5 setzt die neue Tradition fort und lässt euch das Spiel im Grunde direkt nach dem Intro beenden. Hier seid ihr als Deputy in Montana unterwegs und wollt dem Sektenführer Joseph Seed an den Kragen. Dafür begebt ihr euch direkt in die Höhle des Löwen und stellt den »Vater« in seiner Kirche.
Als er euch die Hände für die Handschellen hinhält, könnt ihr dem per Knopfdruck nachkommen. Dann bricht allerdings Chaos aus und euer Überlebenskampf geht los. Lasst ihr das allerdings bleiben, packen eure Kollegen und ihr die Sachen und ihr verschwindet aus der Gefahrenzone.
Ja, auch Far Cry 6 hat ein Ende, das ihr vorzeitig erreichen könnt. Dafür müsst ihr allerdings ein wenig mehr tun als bei den beiden Vorgängern, weshalb es nicht ganz in diese Liste passt.
The Stanley Parable
Link zum YouTube-Inhalt
Dass es ein solches Ende auch bei The Stanley Parable gibt, dürfte niemanden überraschen, denn der Walking Simulator ist vollgestopft mit Meta-Humor. Er versetzt euch in die Lage des Büroangestellten Nummer 427, den ihr aus seinem stumpfen Alltag herausführt.
Dafür verlasst ihr zu Beginn des Spiels euer Büro, euch steht es aber offen, einfach die Tür zu schließen und in eurem Zimmer zu bleiben. Der ikonische Erzähler lässt das natürlich nicht unkommentiert und hält euch indirekt vor, ein Feigling zu sein, was euch den Erfolg für das »Coward Ending« beschert.
Tacoma
0:35
Tacoma - Gameplay-Trailer mit Release-Termin des narrativen SciFi-Adventures
Im Sci-Fi-Adventure Tacoma erkundet ihr als Amy Ferrier eine Weltraumstation. Es hat einen Notruf gegeben und ihr wollt verstehen, was hier vor sich gegangen ist. Dazu startet ihr gleich zu Beginn eine Datenübertragung, die beschleunigt, indem ihr holografische Geistergeschichten in den Räumlichkeiten sucht.
Seid ihr aber Hardcore-Rollenspieler und macht Dienst nur nach Vorschrift, wartet ihr einfach geduldig ab, bis der Download von allein beendet ist - das dauert insgesamt auch nur neun Stunden. Gut, damit haben wir unser eingangs gegebenes Versprechen gebrochen, dass ihr die Spiele auch schneller durchspielen könnt, als eigentlich gewollt, aber das wichtigste Kriterium ist immer noch das Nichtstun!
Bendy and the Dark Revival
Link zum YouTube-Inhalt
Ähnlich spektakulär, aber deutlich kürzer wird es in Bendy and the Dark Revival, dem dritten Spiel der Bendy-Reihe. Ihr seid die Animatorin Audrey, die für das unheimliche Joey Drew Studio arbeitet. Zu Beginn des Spiels arbeitet ihr an einem neuen Cartoon und so langsam holt euch Müdigkeit ein. Um dieser Herrin zu werden, fordert euch das Spiel auf, Kaffee zu holen. Tut ihr das, werdet ihr vom Hausmeister Wilson abgefangen und in eine Falle gelockt, die den eigentlichen Horrortrip startet.
Ihr könnt aber auch auf Kaffee verzichten und 20 Minuten lang nichts tun. In dem Fall kommt Audrey zu der Erkenntnis, dass sie keine Zeit mit Kaffee verschwenden und zurück an die Arbeit sollte (nachdem sie fast eine halbe Stunde tatenlos aufs Blatt gestarrt hat). Und dann laufen auch schon die Credits über den Bildschirm.
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