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Seite 2: 5 Spiele, in denen uns das Happy End mehr abverlangt hat als jeder Bosskampf

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Cave Story

Video starten 2:11 Cave Story+: Der zeitlose Retro-Hit im Trailer

Wer es nicht besser weiß, erreicht im Klassiker Cave Story beim normalen Durchspielen nur das schlechte Ende, denn auch hier sind wir ohne Guide komplett aufgeschmissen. Der Plattformer bestraft intuitive Spieler-Neugier, nur um euch dann vor eine absurd schwere Jump'n'Run-Passage zu setzen.

Die Falle, in die wir wahrscheinlich als erstes tappen, ist unser Helfersyndrom, als ein NPC einen tiefen Abgrund stürzt. Springen wir hinterher, besiegeln wir seinen Tod und das gute Ende ist damit Geschichte. Aber selbst wenn wir den Sturz ignorieren, sind wir noch nicht über den Berg. Im Verlauf des Spiels müssen wir zusätzlich eine Questreihe erledigen, um eine Roboter-Gefährtin zu retten. Wird hier ein Schritt vergessen, scheitert auch daran unser gutes Ende.

Zum Abschluss müssen wir auch noch einen versteckten Level finden, in dem uns ein einziger Spießrutenlauf voller einstürzender Decken, Lava, Pfeilfallen und dichter Gegnerhorden bevorsteht. Zwischenspeichern geht hier auch nicht. Wer also versagt, muss nochmal von vorne ran.

Gelingen uns die Schritte aber, werden wir mit dem wahren Ende belohnt. Im Spiel wird die schwebende Insel der Mimigas von einem größenwahnsinnigen Forscher bedroht. Er hat die die Mimigas verflucht, was sie zu willenlosen Monstermutanten gemacht hat. Im normalen Ende töten wir den Doktor zwar, doch das resultiert gleichzeitig im Absturz der Insel und damit im Tod der Mimigas. Im guten Ende treffen wir jedoch auf den wahren Strippenzieher, der sich im Inneren der Insel versteckt. Ist er besiegt, bricht der Fluch und die Mimigas sind gerettet.

Tunic

Video starten 1:30 Tunic - Das Fuchs-Adventure zeigt im Trailer Kämpfe und Schätze

Tunic sticht aus unserer Liste schon allein durch seinen Look hervor. Die Optik wirkt regelrecht heiter, doch das ist alles nur Ablenkung. Stapfen wir sorglos ins Finale und besiegen den Boss, erhascht uns prompt ein Fluch und wir werden zur neuen Oberschurkin. So schreibt man keine Heldengeschichten.

Um das zu verhindern, müssen wir im Spielverlauf zu wahren Krypto-Analysten werden – nein, damit sind nicht Bitcoin und Co. gemeint. Die Welt, durch die wir streifen, liegt in Trümmern: Überall finden sich Relikte einer untergegangenen Fuchs-Zivilisation. Darüber schwebt die Erbin – eine Geisterkriegerin, die in einem überdimensionalen Käfig festsitzt. Statt sie im Bosskampf zu töten, können wir sie erlösen, indem wir ihr das vollständige Spielhandbuch überreichen. Das bricht den Fluch und verwandelt sie in einen normalen Fuchs zurück.

Allerdings finden wir dieses Buch nicht am Stück, sondern müssen seine 55 Seiten mühsam zusammentragen. Dafür gilt es, versteckte Feen aufzuspüren, Tonfolgen von Windspielen zu analysieren und geheime Richtungscodes ins Steuerkreuz zu hämmern. Gekrönt wird die Schnitzeljagd vom berüchtigten »Goldenen Pfad«: Um den Weg zur allerletzten Seite freizumachen, durchkämmen wir das gesamte Handbuch nach winzigen Linien und leiten daraus einen Code aus Richtungseingaben ab. Spätestens hier sind Zettel und Stift unser wichtigstes Werkzeug.

Auch wenn diese Enden einiges von uns abverlangen, ist es immerhin umso schöner, wenn es dann vollbracht ist. Was ist ein Happy End schon wert, wenn es einfach so auf der Straße liegt?

Sicher gibt es noch viele andere Spiele, die uns ganz schön arbeiten lassen, wenn wir die Welt retten wollen. Welche kennt ihr und versucht ihr immer, das beste Ende freizuspielen oder gebt ihr euch auch mit den einfachen Auswegen zufrieden? Schreibt es uns in die Kommentare!

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