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Sprecherin von Lara Croft zieht vor Gericht, weil ihre Stimme für Tomb Raider Remastered mutmaßlich mit KI geklont wurde

Françoise Cadol sprach Lara Croft in der französischen Version von Tomb Raider. Für das 4-6 Remastered soll KI zum Einsatz gekommen sein, um ihre Stimme zu replizieren.

Die französische Sprecherin von Lara Croft will Aspyr verklagen. Die französische Sprecherin von Lara Croft will Aspyr verklagen.

Im Februar 2025 erschien das nächste Remaster der originalen Tomb-Raider-Spiele. In Tomb Raider 4-6 Remastered bekommen die Abenteuer von Lara Croft von vor über 20 Jahren einen technischen und grafischen Facelift.

Anscheinend blieb auch die Sprachausgabe aus den Originalen nicht unangetastet - zumindest in der französischen Version des Spiels.

Die Stimme von Françoise Cadol, die Lara Croft von 1996 bis 2014 sprach, soll in der Neuauflage mit KI geklont worden sein. Jetzt schlägt die Synchronsprecherin juristische Wege ein.

Video starten 1:03 Noch mehr klassisches Tomb Raider im neuen Look: Drei weitere Remaster im Trailer enthüllt

»Für die Fans ist es Verrat, völlige Respektlosigkeit«

Wie die französische Webseite Le Parisien berichtet, wurde Cadol von der aufmerksamen Community darüber unterrichtet, dass Tomb Raider 4-6 Remastered offenbar eine KI-generierte Stimme nutzt, die Cadols Stimme gleicht.

Das löste einen regelrechten Aufruhr in der Community aus. Die Stimme schafft Intimität, es entsteht eine Art Komplizenschaft. [...] Meine Stimme begleitet die Spieler, wir spielen zusammen, es ist nicht nichts. Tomb Raider wurde über die Jahre von vielen Leuten verfolgt. Für sie ist es Verrat, völlige Respektlosigkeit. Sie sind wütend.

Dass dieser Aufschrei Monate nach dem Release stattfindet, ist kein Zufall. Die roboterhafte Stimme ist offenbar erst nach dem neuesten Update ins Spiel integriert worden. In den sozialen Medien teilt die Community Vergleiche zwischen der originalen Stimme von Cadol und der mutmaßlichen KI-Version:

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In dem besagten Update wurden vor allem Spielfehler behoben, aber es gibt auch einen Abschnitt zur Lokalisierung und Sprachausgabe. Darin heißt es: »Einige Voice-Overs, die in der Steam-Version fehlten, wurden wiederhergestellt.« Wie genau das umgesetzt wurde, wird nicht erwähnt.

Förmliches Verfahren eingeleitet

In der Folge nahm sich Cadol einen rechtlichen Beistand zur Seite und leitet jetzt ein förmliches Verfahren gegen Aspyr ein, dem Publisher und Mitentwickler des Spiels.

Gegenüber Le Parisien erklärt ihr Anwalt Jonathan Elkaim, dass Aspyr informiert und aufgefordert wurde, den Verkauf zu stoppen. Der auf geistiges Eigentum und KI spezialisierte Jurist wirft dem Unternehmen vor, auch die Verbraucher in die Irre zu führen, indem die Nutzung von KI nicht einmal offen kommuniziert wird. Dass hier aber eindeutig KI am Werke ist, sei auch für das ungeübte Ohr deutlich:

Man merkt sofort, dass [die Stimme] einen sehr starken metallischen Klang hat, sehr abgehackt, ohne Intonation und im Gegenteil schlecht gespielt. Aber das Timbre erinnert an das von Françoise.

Bisher haben sich weder Aspyr noch das Entwicklerstudio Crystal Dynamics offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Ob am Ende wirklich KI für die Differenzen der beiden Sprachversionen verantwortlich ist, ist bisher noch nicht bestätigt.

Auch auf der Steam-Seite des Remasters ist keine Anmerkung zur Nutzung von (generativer) KI zu finden. Das ist jedoch seit Januar 2024 Pflicht. Mehr dazu lest ihr im oben verlinkten Artikel.

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