Square Enix - Starke Verluste für Tochterstudio Luminous Productions, neuer Fokus auf AAA

Das Anfang des Jahres von Square Enix gegründete Studio Luminous Productions verursachte bisher Kosten von rund 29 Millionen Euro. Die Entwickler konzentrieren sich jetzt voll auf AAA-Produktionen.

von Martin Dietrich,
07.11.2018 11:42 Uhr

Viele ehemalige Entwickler von Final Fantasy 15 sind jetzt bei Luminous Productions unter Vertrag. Die konzentrieren sich nur noch auf die Spieleentwicklung.Viele ehemalige Entwickler von Final Fantasy 15 sind jetzt bei Luminous Productions unter Vertrag. Die konzentrieren sich nur noch auf die Spieleentwicklung.

Das zu Square Enix gehörende Entwicklerteam Luminous Productions unter der Leitung des ehemaligen Game Director von Final Fantasy 15, Hajime Tabata, war für den japanischen Publisher in den ersten sechs Monaten seit Studiogründung ein großes Minusgeschäft. In einem aktuellen Geschäftsbericht werden die bisherigen Kosten als außerordentlicher Verlust verbucht und auf 29 Millionen Euro beziffert.

Luminous Productions wurde im März 2018 gegründet und besteht zum Großteil aus dem Team, welches zuvor an Final Fantasy 15 arbeitete. Es sollte sogenannte »Blockbuster Franchises« produzieren. Damit waren nicht nur hochkarätige Videospiele gemeint, sondern auch entsprechende filmische Umsetzungen für TV und Kino. Beispielsweise half man bei der Produktion eines japanischen Dokumentarfilms aus und entwickelte dafür CGI-Szenen in 4K-Qualität.

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Neuausrichtung

Dieser Geschäftszweig wird nun aber begraben. Luminous setzt seinen vollen Fokus fortan auf die Entwicklung von »großen, qualitativ hochwertigen AAA-Spielen«. Diese Ausrichtung passe sehr viel besser zu den Stärken des Studios, teilt Square Enix mit. Der Studioaufbau und die neue Orientierung des Entwicklerteams waren offenbar sehr kostspielig, daher schrieb Luminous im ersten Geschäftshalbjahr rote Zahlen.

Plus-Report: Explosion der Produktionskosten - Das Spiel mit den Millionen

Die Entwicklung von AAA-Spielen wurde in den letzten Jahren immer teurer. Derartige Millionenbeiträge sind also nicht mehr wirklich ungewöhnlich - auch wenn die bisherigen Arbeiten der Filmsparte von Luminous bis auf Weiteres unbrauchbar sind. Man munkelt jedoch, dass Luminous an Next-Gen-Titeln für die nächste Konsolengeneration arbeitet. Die Produktionskosten dürften dafür nochmal um ein Vielfaches höher sein.

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