Stalker 2: Was wir bisher über die Survival-Hoffnung wissen

Über 10 Jahre nach dem Release des letzten Teils steht Stalker 2 bei GameStar-Lesern hoch im Kurs. Wir tragen alle Infos zur Survival-Fortsetzung mit Open World zusammen.

von Philipp Elsner,
28.01.2021 10:02 Uhr

S.T.A.L.K.E.R. 2 - Was wir bis jetzt über den First Person Survival Horror-Shooter wissen 9:03 S.T.A.L.K.E.R. 2 - Was wir bis jetzt über den First Person Survival Horror-Shooter wissen

Stalker ist wieder da! Nachdem es viele Jahre immer wieder abwechselnd Gerüchte und Berichte um das Ende und den Neustart des Projekts gegeben hatte, wurde Stalker 2 mit einem ersten Trailer im Sommer 2020 endlich offiziell enthüllt.

Heute steht der Survival-Shooter in der Sperrzone Tschernobyls weit oben auf der Shooter-Wunschliste vieler Fans. Wir fassen deshalb für euch zusammen, was bisher über Stalker 2 bekannt ist.

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Worum geht es in der Story von Stalker 2?

Fest steht, dass es uns in Stalker 2 erneut in die verstrahlte Sperrzone rund um das ehemalige Atomkraftwerk von Tschernobyl nahe der verlassenen Stadt Pripyat verschlägt. Dort sind die Naturgesetze teilweise außer Kraft gesetzt und die Tierwelt durch Radioaktivität stark mutiert. In dieser verfallenen und lebensfeindlichen Umgebung sind die titelgebenden Stalker aktiv, die als Glücksritter auf der Suche nach wertvollen Artefakten sind.

Wir schlüpfen in die Rolle des neuen Protagonisten Skif, dessen Handlungen laut Entwickler »ein neues Kapitel in der Geschichte der Zone einläuten sollen«. Über die konkrete Story ist zwar kaum etwas bekannt, allerdings scheint Skif es äußerst eilig zu haben, in das hochgefährliche Zentrum der Sperrzone zu gelangen. Nach was er genau sucht, ist unklar.

Züchtet hier jemand in der ohnehin schon gefährlichen Zone neue Monster? Züchtet hier jemand in der ohnehin schon gefährlichen Zone neue Monster?

Der erste Trailer liefert auch Hinweise auf grauenvolle Experimente mit Mutanten, die offenbar im Inneren eines alten Reaktors gezüchtet wurden. Ob Skif also lediglich auf Reichtum aus ist oder einer großen Verschwörung hinterher jagt, bleibt offen. Was wir allerdings wissen: Stalker 2 soll eine abgeschlossene und nichtlineare Story bieten, die durch Entscheidungen des Spielers beeinflusst wird und in mehrere Enden münden kann.

Gibt es schon erste Bilder zu Stalker 2?

Zur (erneuten) Ankündigung von Stalker 2 wurde im Juli 2020 ein erster Trailer veröffentlicht. Der zeigt zwar atmosphärische Ingame-Szenen in Spielgrafik, aber noch kein echtes Gameplay und vermittelt eher ein Bild der Grundstimmung und des postapokalyptischen Settings.

Stalker 2 zeigt erstmals seine neue Open World in Unreal Engine 4 1:38 Stalker 2 zeigt erstmals seine neue Open World in Unreal Engine 4

Einige Monate später folgte dann ein neues Video mit Szenen aus der Ego-Perspektive - aber auch hier handelt es sich nicht um echte Spielszenen, sondern um eine gestellte Sequenz, die vor allem Lust auf die dichte Atmosphäre machen soll.

Außerdem wurden bereits erste Screenshots veröffentlicht, die einen Eindruck von der düsteren Spielwelt vermitteln. Auf richtiges Gameplay warten wir bisher aber noch vergeblich.

Stalker 2 - Screenshots ansehen

Wie soll sich Stalker 2 überhaupt spielen?

Da es bisher an echten Spieleindrücken mangelt, müssen wir uns bisher mit den Versprechungen der Entwickler bei GSC Gameworld begnügen. Im Großen und Ganzen will das Sequel aber den Stärken der Serie treu bleiben.

Im Klartext heißt das: Wir erkunden aus der Ego-Perspektive die Zone und bahnen uns dabei einen eigenen Weg durch die Singleplayer-Story. Wo wir hin- und wie wir vorgehen, bleibt dabei ganz uns überlassen - dank Open World soll die spielerische Freiheit noch größer sein, als in den Vorgängern.

Stalker 2: Erster Gameplay-Teaser verspricht atmosphärische Zone 0:59 Stalker 2: Erster Gameplay-Teaser verspricht atmosphärische Zone

Auf dem Programm stehen wie früher natürlich Gefechte gegen Mutanten, Banditen und andere Gegner, Inventar- und Ressourcen-Management und die Interaktion mit NPCs verschiedener Fraktionen, die uns Nebenquests andrehen wollen.

Wer Spiele wie Metro Exodus oder Rage kennt, bekommt also eine grobe Vorstellung vom Spielablauf. Warum genau diese Erfolgsformel aber zu wenig sein könnte, erklärt Petra in ihrer Kolumne zu Stalker 2:

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Natürlich steckt auch wieder eine gute Portion Survival in Stalker 2: Je tiefer wir in die Zone vordringen, umso größer die Gefahr und umso besser sollte auch unsere Ausrüstung sein, die wir aus Loot oder bei Händlern erhalten. Außerdem spielt wohl die Jagd nach Artefakten erneut eine wichtige Rolle - diese wertvollen Objekte entstehen durch Anomalien in der Zone und gelten als wertvollste Ressource in der Stalker-Reihe.

Was ist über die Open World bekannt?

Stalker 2 soll komplett ohne Ladezeiten auskommen und präsentiert uns die verstrahlte Zone als nahtlose und frei begehbare Open World. Die Entwickler versprechen sogar eine der größten Spielwelten überhaupt!

Zu sehen gab es bisher den typischen Endzeit-Mix aus dunklen Wäldern, verfallenen Häuserblock-Ruinen, Fabrikanlagen aus der Sowjetzeit, Straßen voller Autowracks und natürlich ist das Riesenrad von Prypjat wieder dabei. Fans der Reihe erkennen im Trailer sogar den alten Bauernhof aus dem ersten Stalker wieder, der offenbar wieder als Camp dient:

Na das kennen alte Stalker-Hasen doch irgendwoher, oder? Na das kennen alte Stalker-Hasen doch irgendwoher, oder?

Die Entwickler sagen über die Spielwelt: »Die Szenerie wechselt schnell, die Landschaften selbst ist bedrohlich und es herrscht das omnipräsente Gefühl einer unausweichlichen Gefahr.« Wer die alten Stalker-Teile gespielt hat, hat auch eine grobe Vorstellung von diesen Gefahren: Banditen oder andere Stalker-Clans, mutierte Hunde, Schwankungen in der Gravitation oder plötzlich auftretende Elektrostürme haben uns schon in den Vorgängern auf Trab gehalten.

Die NPCs in Stalker 2 sollen übrigens unabhängig von unseren Handlungen ihrem eigenen Tagesablauf nachgehen und so die Welt glaubhafter und lebendiger machen. Gut möglich also, dass Konflikte zwischen Fraktionen entbrennen oder Mutanten ein Lager überrennen, ohne dass wir es überhaupt merken.

Was können wir von Grafik & Technik erwarten?

Stalker 2 läuft in der Unreal Engine 4 und setzt für Animationen von Köpern und Gesichtern auf Motion-Capture-Technik. Zudem wird Photogrammetrie genutzt, um möglichst realistische Umgebungstexturen zu erschaffen. Was es mit der Technologie genau auf sich hat, erklären wir hier:

Wie macht man Spiele photorealistisch? PLUS 7:31 Wie macht man Spiele photorealistisch?

In den In-Engine-Videos macht Stalker 2 definitiv eine sehr gute erste Figur und überzeugt vor allem mit seiner grandiosen Lichtstimmung. Für die Spielversion auf Xbox Series X versprechen die Entwickler bereits Raytracing-Support, 4K UHD und bis zu 120 FPS. Die PC-Fassung soll direkt zum Launch Mod-Support erhalten, ansonsten sind aber noch keine konkreten Technik-Features für den PC bekannt.

Wann ist Release und auf welchen Plattformen?

Stalker 2 soll zeitgleich für PC und Xbox Series X und S erscheinen - und zwar noch im Laufe des Jahres 2021. Einen konkreten Termin nennt GSC Gameworld nicht. Die Konsolen-Version ist außerdem zum Release im Xbox Game Pass enthalten.

Eine Version für PlayStation oder andere Plattformen wurde bislang nicht angekündigt, denn Stalker 2 setzt auf eine Partnerschaft mit Microsoft - auch die Ankündigung fand im Rahmen des Xbox Game Showcase statt.

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