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Seite 3: Star Citizen: Squadron 42 - Wing Commander ist nicht genug

Verschwendung an der richtigen Stelle

Wahrscheinlich werden wir das ganze Potenzial der Solo-Kampagnen erst in den folgenden Episoden sehen - ähnlich wie der Sprung von Starcraft 2: Wings of Liberty zu Heart of the Swarm oder von Freespace zu Freespace 2, um bei den Weltraumspielen im Stil von Wing Commander zu bleiben.

In den letzten Monaten gab es viele Vorwürfe, die Entwicklung komme nicht schnell genug voran und es werde Geld verschwendet. Und tatsächlich, Star Citizen ist fast schon irrsinnig verschwenderisch, aber an ganz anderen Stellen, als viele Kritiker vermuten. Schließlich wurde oft genug in Frage gestellt, ob so bekannte Hollywood-Stars wirklich nötig sind. Doch waren nicht die Stars auch schon bei Wing Commander ein Teil des Zaubers? Wer Wing Commander gespielt hat, hat mehr Zeit mit Mark Hamill als Christopher Blair verbracht als wir ihn je als Luke Skywalker sahen.

Das ist Star Citizen - Warum es das ambitionierteste Spielprojekt der Gegenwart ist 5:20 Das ist Star Citizen - Warum es das ambitionierteste Spielprojekt der Gegenwart ist

Den wahren Luxus leistet sich Star Citizen an einer ganz anderen Stelle: bei den Raumschiffen. Bis zu 24 Monate an Arbeitsstun den fließen in die Entstehung eines einzigen Schiffs. Dabei muss jede Schubdüse physikalisch korrekt platziert sein, damit das Modell im Spiel richtig fliegt und gut funktioniert. Nüchtern betrachtet ist diese Liebe zum Detail völlig überflüssig.

Würden die Autos in GTA 5 genauso physikalisch korrekt gebaut werden wie die Raumschiffe von Star Citizen und Squadron 42, könnten Audi und BMW die Ingame-Modelle fast eins zu eins vom Fließband laufen lassen. Tatsächlich ist der Arbeitsprozess bei Rennspielen beispielsweise genau andersherum, dort werden die Daten der Autohersteller genutzt, um die Wagen im Spiel möglichst realistisch aussehen zu lassen.

DieStar-Citizen-Macher stellen das System auf den Kopf, als würde die US-Weltraumbehörde NASA nächste Woche bei ihnen anklopfen, weil man doch jetzt endlich mal ein Constellation-Raumschiff bauen wolle. Dass Star Citizen und Squadron 42 durch diesen immensen Arbeitseinsatz am Ende bessere Spiele werden, muss sich freilich erst noch zeigen.

Ob die Schiffe korrekt gebaut sind, hat wenig damit zu tun, wie viel Spaß wir mit ihnen haben werden. Aber es spiegelt die Mentalität der Entwickler wieder, und die Fans brennen für das Projekt genau wegen dieser Liebe zum Detail. Nur so konnte sich Chris Roberts eine so treue Unterstützerbasis aufbauen. Verschwendung an der richtigen Stelle ist also durchaus ein Erfolgsrezepte von Star Citizen.

Sie gehen den harten Weg

Das andere ist das Vertrauen, das viele Spieler besonders Chris Roberts noch aus Wing-Commander-Zeiten entgegenbringen. Und falls die Teams ihre Ideen umsetzen können, war das Vertrauen berechtigt, denn die Ansätze klingen richtig gut. Das beginnt bei kleinen Details, wie den Gesprächen an Bord der Träger. Da suchen die Figuren Augenkontakt mit dem Spieler, wenn sie etwas erzählen wollen. Und wer sauer ist, dem kann man das dank der herausragenden Gesichtsanimationen auch deutlich ansehen.

Es geht weiter mit den technischen Hürden, die die Entwickler unbedingt überwinden wollen, statt sie nur mit Tricks auszuhebeln. Lange war das Schwerkraft-System innerhalb von Schiffen ein großes Problem. Inzwischen kann die modifizierte CryEngine ein Raumschiff irrsinnig schnell um die eigene Achse kreiseln lassen, während der Pilot im Inneren gemütlich von Konsole zu Konsole geht.

Star Citizen: Squadron 42 - So kommt Gary Oldman ins Spiel 6:44 Star Citizen: Squadron 42 - So kommt Gary Oldman ins Spiel

Das Modulsystem, aus dem die Raumstationen in immer neuen Zusammensetzungen gebaut werden können, ist schon jetzt derart solide und vielseitig, dass es nur noch regelmäßig neue Grafiksets braucht, um das Universum auf Jahre hinaus mit neuen Orten zum Erkunden zu versorgen.

Die nächste große Herausforderung sind deshalb die Planeten, denn die werden wir in Squadron 42 nur von weitem sehen. Es gibt weder planetare Raumhäfe, noch Einsätze auf Planetenoberflächen. Die sollen erst in Episode 2 oder 3 folgen. Dafür spielt eine gigantische Minenkolonie unter der geschauspielerten Leitung von John Rhys-Davies eine wichtige Rolle in der ersten Kampagne.

Kein Wunder, schließlich werden wir uns anfangs oft mit menschlichen Feinden herumschlagen - vor allem Piraten und vergleichbare Unruhestifter. Im Kampf gegen deren Schiffe können wir je nach Bewaffnung und eingebautem Scanner gezielt einzelne Schiffsysteme zerschießen. Laser eignen sich dafür eher weniger, aber Projektilwaffen durchdringen Schilde leichter und knacken die Panzerung von entscheidenden Komponenten, zumindest wenn wir gut genug treffen.

Mark Hamill... Mark Hamill bei den Motion-Capture-Dreh arbeiten für Squadron 42. Der Luke-Skywalker-Darsteller stand schon bei Wing Commander 3 bis 5 als Christopher Blair für Chris Roberts vor der Kamera.

... wird zu Lt. Cmdr. Steve »Old Man« Colton In Squadron 42 spielt er einen Kriegsveteranen und unseren kritischen Mentor.

Theoretisch kann man so auch Crewmitglieder innerhalb des Schiffs ausschalten. Die Engine kann sogar berechnen, welche Objekte eine Kugel noch treffen wird, sollte sie das Schiff komplett durchschlagen. Ob das System allerdings im fertigen Spiel enthalten ist, wissen die Entwickler selbst noch nicht. In frühen Tests litt der Spielspaß enorm, wenn die Geschütze zweier aufeinander zufliegender Schiffe einfach die Cockpitfenster durchschlugen und die Crew töteten. Hier ist die richtige Balance aus möglicher Technik und Spielspaß gefragt.

Fragen Sie uns in sechs Monaten nochmal

Welche Gameplay-Elemente und Technologien am Ende tatsächlich im Spiel landen, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Vor Ort wollte uns das Team noch nicht verraten, wann genau es 2016 vom Design und der Inhaltsproduktion in den Feinschliff übergehen will.

So gibt es noch viele offene Fragen rund um Squadron 42. Beispielsweise wie die Verbindung zu Star Citizen im Detail funktioniert. Immerhin können wir einige Errungenschaften und wohl auch Geld aus der Kampagne in das Onlinespiel übernehmen, allerdings keine Schiffe. Aber was, wenn wir die Kampagne nochmal spielen wollen? Gibt es dann wieder Geld? Auf jeden Fall werden höhere Schwierigkeitsgrade und besondere Herausforderungen nochmal extra belohnt.

Und auch die Vanduul sind uns noch ein Rätsel, ihre Schiffe, allesamt immer ein Stück größer als die äquivalenten Modelle der Menschen, sind noch nicht finalisiert. Das scharfkantige Design passt aber bereits zu ihrem Reptilienursprung. Bislang gibt es auch noch kein Grafikset für das Innere der Alien-Schiffe.

Als wir fragen, ob es auch eine Entermission an Bord eines Vanduul-Raumers gibt, scheinen einige Mitarbeiter froh zu sein, dass Chris Roberts inzwischen auf dem Weg ins Londoner Studio ist, um die Motion-Capture-Aufnahmen aus den Dreharbeiten zu schneiden. Sonst wäre wohl das nächste Geheimnis flöten gegangen.

Star Citizen - Unfassbar coole Explosionen 8:03 Star Citizen - Unfassbar coole Explosionen

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