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Seite 3: Die erste Folge von Starfleet Academy hat vier Momente, in denen ich als Star-Trek-Fan mit den Augen gerollt habe

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Moment #4: Wenn der Bösewicht einfach davonfliegen darf

»Kids these Days« hat über ihre Laufzeit von 75 Minuten wirklich eine Menge zu bieten. Die Episode ist ein idealer Einstieg in Starfleet Academy und lässt jeden der Hauptcharaktere kurz strahlen. Am Ende spitzt sich die Action gelungen zu und es kommt zu einem befriedigenden Abschluss. Also fast durchweg befriedigend. Denn eine Sache hat mir beim Ansehen Kopfschmerzen bereitet.

Die Rolle von Nus Braka scheint Schauspieler Paul Giamatti wie auf den Leib geschneidert, er spielt den Piraten mit einer fast schon manischen Überdrehtheit, schrullig und doch bedrohlich. Sein Kampf gegen Cal sorgt gegen Ende noch einmal für Spannung.

Nus Braka kommt am Ende der ersten Episode von Star Trek: Starfleet Academy unbescholten davon. (Foto: CBSParamount) Nus Braka kommt am Ende der ersten Episode von Star Trek: Starfleet Academy unbescholten davon. (Foto: CBS/Paramount)

Als Braka an Bord einer Rettungskapsel entkommt, wirkt das im ersten Moment wie ein gelungenes Vehikel, um den Bösewicht für kommende Folgen zu konservieren. Doch im Nachhinein fragte ich mich ernsthaft, was die Crew der USS Athena eigentlich beruflich macht.

In dieser Szene sind die Systeme des Schiffs explizit wieder online. Caleb könnte den Rest der Crew auf den Start der Rettungskapsel per Kommunikator aufmerksam machen, und die nun wieder einsatzbereiten Sensoren sollten die Kapsel mühelos erfassen können.

Es bräuchte nur einen Traktorstrahl oder einen Transport, um Braka seiner gerechten Strafe zuzuführen. Zur Hölle, die schießwütige Captain Ake könnte ihn spielend mit einem gezielten Phaserschuss aus dem Weltraum pusten.

Video starten 5:19 Neues Spiel: Die Voyager aus Star Trek stürzt sich in Across the Unknown in Gefechte mit Phasern und Torpedos

Dennoch schauen alle nur dabei zu, wie der Mann, der gerade das Schiff und die Crew bedroht hat, gemächlich in den Weltraum entschwindet. Das Sternenflotten-Personal unternimmt nicht einmal den Versuch, ihn festzuhalten. Das wirkt wie ein billiger Kniff, damit der Schurke später wieder auftauchen kann (und das wird er).

Trotz dieser vier Kopfschüttel-Momente solltet ihr meiner Meinung nach bei Starfleet Academy dran bleiben. Die Serie hat viel mehr zu bieten, als die Trailer andeuten. Vor allem versteht sie in so vielen Bereichen, was Star Trek eigentlich ist, und behandelt die auch mir am Herzen liegende Vergangenheit des Universums sehr respektvoll.

Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt und die Rückkehr des Doktors in Form von Robert Picardo ist ein Geschenk an alle Fans von Raumschiff Voyager. Dafür kann ich kleine Logiklücken verzeihen. Ihr auch?

3 von 3


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