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Star Wars: Battlefront 2 - Wie es sich neu erfinden will - und dabei scheitert

Seit November 2017 repariert sich Battlefront 2 selbst. Keine Lootboxen mehr, neue Karten, Modi - und trotzdem sieht die Lage nicht rosig aus.

von Dimitry Halley,
26.04.2018 16:36 Uhr

Star Wars Battlefront 2 hat einen steinigen Weg hinter sich. Und einen schwierigen vor sich.Star Wars Battlefront 2 hat einen steinigen Weg hinter sich. Und einen schwierigen vor sich.

Star Wars ist eine der machtvollsten Marken der Welt. Kein Wunder, schließlich klebt das Logo auch auf so ziemlich jeder Art Unterhaltungsprodukt diesseits des Outer Rim: Vom Babyschnuller über den LEGO-Bausatz bis hin zu Myriaden von Videospielen. Trotzdem hätte wohl kaum wer vermutet, dass Battlefront 2 auch jenseits der Gaming-Welt so hohe Wellen schlagen würde.

Nationale Ermittlungen, Glücksspielvorwürfe, Reddit-Proteste und unzählige gebrochene Herzen. Als ich mal mit zwei völlig Fachfremden über Star-Wars-Spiele geplaudert habe, sagten selbst die: »Da gab's doch gerade dieses Star-Wars-Spiel, das den Kids das Geld aus der Tasche zieht.«

Dass Dice den Echtgeld-Shop allerdings noch vor Release aufgrund des negativen Feedbacks entfernt hat, ignorierten viele Kritiker völlig. Selbst Branchen-Profis wie YouTuber Downward Thrust fabulieren Monate nach Release über all die armen Leute, die sich mit echtem Geld Fortschritte erkauft haben. Dabei war das nie möglich.

Man kann EA, Dice und Battlefront 2 mit Fug und Recht für all die Fehler boykottieren, die zum Release passiert sind. Aber trotzdem sollte man selbst als Kritiker nicht leugnen, dass die Entwickler in den letzten 6 Monaten einiges getan haben, um Wiedergutmachung zu leisten: Battlefront bekam ein komplett neues Progressionssystem, neue Karten, Helden und Modi.

Außerdem jüngst einen Skin-Shop sowie diverse Patches, die für eine rundere Star-Wars-Erfahrung sorgen sollten. Fans, die dem Spiel eine Chance geben, bangen seit 2017, ob das es einen Weg zurück auf die Helle Seite der Macht findet. Battlefront 2 will sich sichtlich neu erfinden.

Aber allmählich weicht die Hoffnung den düsteren Anzeichen, dass das Service Game die Kurve wahrscheinlich nicht mehr kriegen wird. Hier sind die Gründe.

Die Baustellen von Battlefront 2

Battlefront 2 hat drei große Baustellen, an denen es permanent werkeln muss.

  • Nummer 1: Nachdem man den Fans kostenlose neue Inhalte versprochen hat, die die ursprünglichen Lootboxen rechtfertigen sollten, müssen selbige allmählich auch mal erscheinen.
  • Nummer 2: Um als Service Game zu funktionieren, müssen die Spieler langfristig motiviert werden. Und damit zusammenhängend ergibt sich:
  • Nummer 3: Balancing und Progression müssen endlich vernünftig funktionieren.

Star Wars: Battlefront 2 - Screenshots ansehen

Die Entwickler bemühen sich auch sichtlich, all diese Problemfelder zu beackern. Doch trotz guter Absichten macht Battlefront 2 zu wenig Fortschritt. Damit will ich gar nicht behaupten, dass es Dice mit dem Spiel nicht ernst meint.

Nur kann man davon ausgehen, dass nach dem Release eines Triple-A-Produkts keine 200 Leute mehr an der Weiterentwicklung hocken. Viele Dice-Mitarbeiter dürften zu Battlefield V und Battlefront 3 abgezogen worden sein - und der verbleibende Stab schafft es einfach nicht, ausreichend zu liefern. Nach 6 Monaten haben wir immer noch keine Ankündigung von Season 2.

Ich kenne keine offiziellen Spielerzahlen. Der größte Battlefront-YouTuber StarWarsHQ fährt für ein Video zum Spiel im Schnitt zwischen 50.000 und 75.000 Zuschauer ein. Wären all diese Leute noch aktive Spieler, verteilt auf PS4, Xbox One und PC, dann reden wir immer noch von einer moderat großen Community.

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen auf den PC-Servern: Trotz geschrumpfter Aufmerksamkeit ist Battlefront 2 nicht tot. Aber selbst passionierte YouTuber klagen, dass es ähnlich wie bei Destiny 2 immer weniger über das Spiel zu erzählen gibt.

Das Battlefield-Problem

Schon bei den DLCs zu Battlefield 1 hat Dice zu viele Züge abfahren lassen. Gerade im Vergleich zu Battlefield 4 lieferte der Entwickler viel zu langsam neue Inhalte. Und den Spielern gingen die Herausforderungen aus, weil wir's hier eben mit einem Casual Shooter zu tun haben und nicht mit einem E-Sport-Emporkömmling wie Rainbow Six: Siege. Die Myriaden von Diskussionen über Strategien, Meta, Operators und professionelle Teams bleiben aus. Gleiches gilt für Battlefront 2.

Season 1 beschäftigte sich mit der Schlacht von Crait aus Episode 8.Season 1 beschäftigte sich mit der Schlacht von Crait aus Episode 8.

Normalerweise steuern lockere Shooter diesem fehlenden Tiefgang mit einem motivierenden Drumherum entgegen. Progression durch Levelaufstiege, Freischalten neuer Waffen, Outfits und so weiter. In diesem Bereich war das ursprüngliche Star-Card-System von Battlefront 2 eine Katastrophe.

Es basierte auf dem Glück der Lootboxen, die Karten waren ziemlich belanglos und unspektakulär. Die überschaubaren Wummen schaltete man in Windeseile frei und es gab ohnehin klare Favoriten in jeder spielbaren Klasse.

Das neue Progressionssystem

Das neue Progressionssystem wirkt dem theoretisch entgegen. Jetzt schaltet man neue Star Cards durch tatsächliches Spielen frei, steigt im Level auf. Viel sinnvoller! Allerdings macht das die Karten selbst nicht aufregender. Darüber hinaus können Spieler keine Lootboxen mehr kaufen, stattdessen investiert man Credits in Outfits und Skins. Nur sind die im aktuellen Stand ziemlich lahm.

Yoda gibt's jetzt mit Kapuze, Chewbacca mit verwundetem Arm (kein Scherz), Kylo Ren mit Narbe im Gesicht (kostet 40.000 Credits). Bei den Rebellen stehen zusätzliche Spezies und Hautfarben zur Auswahl. Tja, und bei den Klontruppen, Sturmtruppen, ja bei allen Imperialen (abseits der Offiziere) finden sich überhaupt keine Anpassungsmöglichkeiten. Nicht mal das Schulterpolster der Captains.

Die Customization des aktuellen Battlefront 2 ist kaum mehr als ein Skelett. Ja, das soll in den kommenden Monaten noch mehr Fleisch auf den Rippen bekommen. Aber diese Antwort bekommen Fans von Dice nun schon seit Monaten.

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