Star Wars geht die Nostalgie aus
und deswegen soll die Kino-Zukunft des Sternenkriegs auf Reys Schultern lasten. Blöd nur, dass es für Daisy Ridleys Solo-Film bisher alles andere als geschmeidig läuft.
Schon 2023 angekündigt, stand eigentlich mal ein Kinostart für Ende 2026 in Aussicht. Doch mittlerweile sind bereits drei verschiedene Drehbuchautoren an dem Projekt gescheitert, sodass ein derart früher
Release längst nicht mehr realistisch ist.
Im Januar wurde nun bekannt, dass jetzt George Nolfi (Das Bourne Ultimatum, Ocean’s Twelve) in die Fußstapfen von Damon Lindelof, Justin Britt-Gibson und Steven Knight tritt. Damit gelingt dem Rey-Film der Regisseurin Sharmeen Obaid-Chinoy endlich ein dringend notwendiger Schritt nach vorne.
Was bedeutet Star Wars für den neuen Autoren des Rey-Films?
Jetzt verrät Nolfi, in welche Richtung er mit seinem Star-Wars-Projekt gehen möchte und inwiefern er sich dafür an George Lucas persönlich ein Beispiel nimmt. Gegenüber Film Stories erklärt er explizit:
Wenn man an George Lucas denkt - an die sechs Filme, die er gemacht hat und an das Universum, das er geschaffen hat - dann trieft das geradezu vor großen politischen Konzepten. Es geht nicht zwangsläufig um die heutige Zeit, aber um die Parallelen des Imperiums zwischen dem Nationalsozialismus oder dem Römischen Reich. Wie die Demokratie Roms zusammenbricht und daraus ein Imperium wird und die zeitlose Geschichte von Menschen [...], die lernen, sich gegen die Unterdrückung zu wehren.
Das ist der Kern, worüber George Lucas sprechen wollte. Und das ist genau das Wunderbare an Science-Fiction und speziell Star Wars [...]: Dass man über die tiefgründigsten Dinge sprechen kann, ohne, dass es sich wie ein Kurs über Philosophie oder Politikwissenschaften anfühlt oder wie etwas, das ich heute in der Zeitung gelesen habe.
Es kann um echte Dinge gehen und um Dinge, die in die Tiefe gehen.
Dazu passt natürlich, dass Nolfi selbst vor seiner Karriere in Hollywood an Universitäten in Princeton oder Oxford unter anderem Philosophie und Politikwissenschaften studiert hat.
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Nostalgisch geworden? Hier ist der offizielle Trailer zu Star Wars: Episode 4 - Eine neue Hoffnung
Und natürlich strotzen die Star-Wars-Episoden von George Lucas vor politischen Botschaften und Gleichnissen zur echten Welt, welche die Episoden 1-6 so zeitlos gestalten. Das nimmt sich Disney für seinen eigenen Sternenkrieg mal weniger, aber auch mal mehr zum Vorbild - das Paradebeispiel für Letzteres wäre zweifelsohne Andor.
Worum genau sich der Rey-Film drehen soll, bleibt abzuwarten. George Nolfi dürfte bei seinem kreativen Schreibprozess gerade erst am Anfang stehen. Damit lässt der Solo-Film für Daisy Ridley als Rey wahrscheinlich noch ein paar Jahre auf sich warten.
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In der Zwischenzeit arbeitet Disney aber bereits fleißig schon an neuen Star-Wars-Filmen. Den Anfang macht The Mandalorian & Grogu am 21. Mai 2026. Darauf dürften die Projekte von Shawn Levy, James Mangold und Simon Kinberg folgen.
Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.