Star Wars Visceral - Sollte eine coole Gangster-Story werden

Vor einiger Zeit wurde das Entwicklerstudio Visceral Games geschlossen. Das geplante Star-Wars-Spiel sollte eine Gangster-Story werden.

von Ömer Kayali,
29.10.2017 16:18 Uhr

Das Star-Wars-Spiel von Visceral sollte sich um eine Gruppe Weltraum-Schurken drehen.Das Star-Wars-Spiel von Visceral sollte sich um eine Gruppe Weltraum-Schurken drehen.

EA hat vor einiger Zeit das Studio Visceral Games geschlossen und viele Star-Wars-Fans traurig gemacht. Die Entwickler arbeiteten nämlich an einem Action-Adventure im Star-Wars-Universum, welches bisher nur den Arbeitstitel »Ragtag« trug. Das Spiel wird, wenn es überhaupt noch kommt, gravierend verändert.

Mehr zum Thema: EA macht Visceral Games dicht - Star Wars Action-Adventure verschoben

Jetzt sind einige Details zur geplanten Story ans Licht gekommen. Laut dem Online-Magazin Kotaku wollten die Entwickler von Visceral ursprünglich ein Piraten-Spiel entwerfen. Da Konkurrent Ubisoft ihnen aber mit Assassin's Creed: Black Flag zuvorkam, mussten sie umschwenken. Um die vorhandenen Rechte an Star Wars zu nutzen, entschieden sie sich dazu, das Setting ins Weltall zu verlegen. Das Projekt erhielt zunächst den Namen »Yuma«, benannt nach der Wüste in Arizona, wo die Szenen in Jabbas Palast gedreht wurden.

Die Spieler sollten in die Rolle eines Charakters schlüpfen, der dem Weltraum-Schmuggler Han Solo ähnelt. Einer der Mitarbeiter des Projekts verriet gegenüber Kotaku:

"Es sollte eine Mischform eines linearen Action-Shooters werden, die am Boden wie Tomb Raider ist, aber im Weltall wie [Assassin's Creed] Black Flag ist. Du bist in deinem Schiff, welches dem Millennium Falken ähnelt, durchs Weltall geflogen, hast andere Schiffe bestiegen, Piraten überfallen, Beute erhalten und solche Sachen."

Linear anstatt Open World

Viele Mitarbeiter von Visceral mussten dem Projekt jedoch den Rücken zukehren, um an der Entwicklung von Battlefield Hardline mitzuarbeiten. Dadurch geriet die Planung des Star-Wars-Spiels ins Stocken, da das ohnehin eher kleine Studio nun noch weniger Arbeiter zur Verfügung hatte.

Als Uncharted-Director Amy Hennig zum Projekt stieß, wurde das Konzept geändert. Anstelle eines Open-World-Spiels sollte das Star-Wars-Adventure eine lineare Handlung bekommen, ganz wie bei Uncharted. Das Setting der Weltraum-Schurken sollte bleiben, aber sie wollte eine Heist-Geschichte im Stile von Ocean's Eleven erzählen. So kam es zum neuen Arbeitstitel »Ragtag« (deutsch: zusammengewürfelt), der sich auf die Protagonisten des Spiels bezogen haben dürfte.

Die Protagonisten

Der Hauptcharakter sollte den Namen Dodger tragen, der eine fiesere Version von Han Solo darstellen sollte. An seiner Seite waren drei Gruppenmitglieder angedacht, darunter die Revolverheldin Robie, die Tochter eines Gangster-Bosses, Oona, und zu guter Letzt Buck, ein Veteran und Mentor der Crew. Jedes Gruppenmitglied sollte spielbar sein. Jedis und die Macht tauchten gar nicht auf. Stattdessen war die Sabotage der Umwelt eine der Hauptfähigkeiten der Charaktere im Spiel.

Die Geschichte sollte sich zwischen Episode 4 und Episode 5 zutragen und sich mit der Zerstörung des Planeten Alderaans beschäftigen. Im Mittelpunkt sollten kriminelle Familien, Schurken und actionreiche Überfälle stehen.

Ob EA Elemente dieses Entwurfs übernimmt oder eine komplette Neuentwicklung vornimmt, ist unklar. Nach dem Scheitern von Star Wars: 1313 und dem Projekt »Ragtag« freuen sich die Fans über jede gute Nachricht, da diese derzeit in Bezug auf Star-Wars-Spiele eher rar gesät sind.

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