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Steam krempelt die Wunschliste um – und eine Änderung dürfte viele überraschen

Valve räumt eure Wunschlisten auf und vereinfacht gleichzeitig das Verschenken von Spielen. Dafür braucht der Käufer teilweise nicht einmal mehr ein Steam-Konto.

Auf Steam könnt ihr euch jetzt deutlich komfortabler beschenken lassen. Auf Steam könnt ihr euch jetzt deutlich komfortabler beschenken lassen.

Wer seine Steam-Wunschliste seit Jahren füllt, kennt das Problem: Zwischen kommenden Blockbustern, kleinen Geheimtipps und 67 Spielen, die beim nächsten Sale ganz bestimmt gekauft werden, geht irgendwann jede Übersicht verloren.

Valve hat deshalb am 22. Juli 2026 gleich zwei Neuerungen veröffentlicht – und wir sagen euch, was drinsteckt.

Eure Wunschliste bekommt endlich eigene Kategorien

Das erste große Feature sind frei benennbare Kategorien: Ihr könnt Spiele beispielsweise unter Geburtstagswünsche, Empfehlungen von Freunden oder »Warte auf Rabattaktion« einsortieren. Jedes Spiel darf dabei mehreren Kategorien angehören.

Häufig verwendete Kategorien tauchen direkt im Wunschlisten-Menü einer Shopseite auf. Ihr müsst einen neu entdeckten Titel also nicht erst hinzufügen, und anschließend eure komplette Liste öffnen und dort nach dem passenden Eintrag suchen.

Steam empfiehlt euch direkt einige Kategorien, ihr könnt aber auch euer eigenes System etablieren. Steam empfiehlt euch direkt einige Kategorien, ihr könnt aber auch euer eigenes System etablieren.

Oben auf der Wunschliste könnt ihr anschließend eine Kategorie auswählen und bekommt nur noch die zugehörigen Spiele angezeigt. Auch die Suche wurde überarbeitet und unterstützt jetzt automatische Vorschläge. Wer inzwischen eine dreistellige Zahl potenzieller Fehlkäufe angesammelt hat, muss sich damit zumindest nicht mehr durch alle gleichzeitig scrollen.

Praktisch sind die neuen Kategorien auch für Benachrichtigungen: Steam kann euch künftig nur über Spiele aus bestimmten Gruppen informieren. So lässt sich beispielsweise eine Merkliste anlegen, ohne bei jedem Rabatt oder Release direkt eine Mail zu bekommen.

Dazu kommen einige kleinere Änderungen: Verfügbare Demos werden auf der Wunschliste deutlicher hervorgehoben, auf Wunsch informiert Steam euch über neu veröffentlichte Probierversionen. Beim Bewegen des Mauszeigers über ein Spiel laufen außerdem kurze Minitrailer.

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Bisher ließ sich bereits die gesamte Wunschliste per Link weitergeben. Nun könnt ihr auch eine bestimmte Kategorie oder die aktuell gefilterte Ansicht teilen.

Vor dem Geburtstag schickt ihr der Verwandtschaft damit beispielsweise nur die handverlesene Kategorie Spiele, die ich wirklich haben möchte, und nicht zusätzlich die 400 anderen Titel, die dort seit dem Steam Summer Sale 2018 Staub ansetzen.

Der erzeugte Link funktioniert sogar, wenn eure eigentliche Wunschliste auf privat steht. Wer ihn besitzt, sieht ausschließlich die darin freigegebene Auswahl. Anschließend könnt ihr den Link jederzeit wieder ungültig machen.

Besucher dürfen ein Spiel außerdem direkt aus dieser geteilten Liste kaufen. Steam trägt den Empfänger im Warenkorb automatisch ein, sodass eure Familie weder euren genauen Accountnamen kennen noch versehentlich das Geschenk an den falschen Dennis schicken muss.

Überraschung: Spiele kaufen geht jetzt auch ohne Steam-Konto

Passend dazu hat Valve den Gastkauf erweitert: Seit 2024 konnten Nutzer ohne Steam-Konto bereits digitale Guthabenkarten und Hardware kaufen. Ab sofort funktioniert der Gast-Checkout auch beim Verschenken von Spielen.

Dafür reicht entweder der geteilte Wunschlisten-Link oder eine E-Mail-Adresse. Sowohl Spiele als auch digitale Geschenkkarten lassen sich direkt an eine beliebige Adresse schicken. Der Empfänger erhält anschließend einen Link, über den das Geschenk mit einem Steam-Konto angenommen werden kann.

Ein paar Einschränkungen gibt es allerdings: Diese Geschenke funktionieren nur, wenn Käufer und Empfänger im selben Land leben. Außerdem muss das Spiel innerhalb von 30 Tagen angenommen werden, andernfalls erstattet Steam den Kauf automatisch zurück. Für ein Weihnachtsgeschenk im Juli eignet sich die Funktion daher nicht, denn ein späterer Liefertermin lässt sich nicht festlegen.

Auch Geschenke zwischen verschiedenen Regionen werden einfacher

Valve lockert zudem das Verschenken über Länder- und Preisgrenzen hinweg: Lebt ein Freund in einer Region, in der das gewünschte Spiel teurer ist, passt Steam den fälligen Betrag beim Bezahlen an den dortigen Preis an.

Bislang empfahl Valve für solche Fälle digitale Geschenkkarten. Dafür musstet ihr allerdings erst herausfinden, wie viel das Spiel im Land des Empfängers überhaupt kostet. Diese Rechnerei übernimmt Steam nun selbst.

Ganz ohne Bedingung funktioniert das regionsübergreifende Verschenken aber weiterhin nicht: Der Empfänger muss dafür auf eurer Steam-Freundesliste stehen.


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